Wed 20 Jun 2007
Wikipedia in China nicht mehr zensiert?
Posted by admin under China NewsComments Off on Wikipedia in China nicht mehr zensiert?
Mal wieder gute Nachrichten von der Zensurfront in China. Die Online Enzyklop�die Wikipedia ist aus China im Moment wieder erreichbar, zumindest aus Peking kann man Tests zufolge fast alle Seiten problemlos aufrufen.
Die Sperre von Wikipedia in China besteht mit Pausen seit Oktober 2005, im Oktober 2006 und anscheinend auch im Februar 2007 war Wikipedia f�r kurze Zeit aus China erreichbar
Gesperrt sind im Moment lediglich noch einige Artikel, z.B. der Artikel �ber die Volksrepublik China l�dt nicht vollst�ndig. Versucht man, diese Seite aufzurufen, h�rt die Seite nach einigen Sekunden auf zu laden, anschlie�end wird der Aufruf der kompletten Wikipedia f�r einige Minuten blockiert.
Ebenso verh�lt es sich bei anderen Artikeln �ber Chinarelevante Themen, wie z.B. �ber Falungong (hier funktioniert nicht einmal die Suche nach dem Thema). Gesperrt ist dagegen immer noch die bekannte Blog-Plattform blogspot.com.
Die Zensur darf man nicht damit verwechseln, dass China eventuell das Internet nicht f�rdert. Ganz im Gegenteil, das Internet ist ein wichtiges Instrument, um Nachrichten zu verbreiten und auch Informationszugang in die Provinzen zu haben, z.B. in der Form, dass sich irgendwann auch die Bauern im kleinsten Dorf im Internet �ber ihre Rechte erkundigen k�nnen (gegen Korruption gerichtet).
Die Informationshoheit hat die Kommunistische Partei im chinesischsprachigen Internet sowieso schon lange hergestellt, Nachrichtenportale in China unterliegen selbstverst�ndlich der Zensur, Blogs werden entweder von den Bloghostern kontrolliert bzw. falls sie eine eigene Webseite haben, m�ssen sich die Blogger f�r die Webseite eine Lizenz holen (alle Webseiten, die in China gehostet werden, ben�tigen eine Lizenz). Und f�r Foren, Chats und andere interaktive online-services hat die KPCh ebenfalls Ma�nahmen ergriffen – entweder, in dem sie aktiv an Diskussionen teilnimmt und diese in bestimmte Richtungen lenkt oder eben einfach �berpr�ft und zensiert. F�r solche Zwecke sollen ja ca. 30.000 Internetpolizisten das chinesische Internet im Auftrag der Zensurbeh�rden �berpr�fen.