Archive for October, 2007

Nachdem eine Woche vor den 1. Oktober- Feiertagen Flugtickets von Peking nach Frankfurt ca. 1500 Euro gekostet haben bin ich für Weihnachten auf Nummer Sicher gegangen: 320 Euro, Hin- und Rückflug, natürlich + Steuern, ich tippe mal ca. 400 Euro am Ende.

Meine Buchhalterin war auch sehr erstaunt und hat sicherheitshalber 2 mal nachgefragt, ob der Rückflug auch dabei ist.

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Für Anfänger eignet sich die folgende Webseite zum Koreanisch lernen:

http://www.koreaxin.com/HTML/Click_Korean.html

Der Kurs wurde von der Korean Seoul National University entwickelt.

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Ich finde, es sollte sich in der Zwischenzeit schon herumgesprochen haben, dass man beim Schreiben von Emails die Betreffzeile nicht weglassen sollte.

Sowieso fällt mir als Empfänger die Zuordnung der Mail leichter. Außerdem ist eine Email ohn Betreff wieder ein Fall für den Spam-Filter von Email-Programmen.

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In vielen Business-Knigges über China steht, man müsse trinkfest sein und dürfe aus Höflichkeit nicht ablehnen, wenn man von chinesischen Geschäftspartnern ein ums andere mal während des Essens Alkohol nachgeschenkt bekommt.

Ich habe bisher darüber nur müde gelächelt. Bisher bin ich noch nie betrunken aus einem Meeting gegangen – nicht weil ich so viel vertrage (ich trinke wirklich nie) sondern weil ich bisher immer Wege gefunden habe, Alkohol abzulehnen.

Bis vor kurzem. Es war einfach unmöglich. Ich war mit einer Gruppe chinesischer Geschäftsleute essen und es war für sie klar: Deutsche trinken Bier…. viel Bier. Ich habe relativ schnell herausgefunden, wer eigentlich in der Gruppe das Sagen hat und nach mehreren Hinweisen ( z.B. “Der Chef mag nur Leute, die mit ihm trinken”) und permanentem, wirklich extrem zudringlichem Anbieten von Bier ging es einfach nicht mehr. Ich musste das ein oder andere Glas trinken (immerhin habe ich dafür gesorgt, dass die anderen genausoviel getrunken haben wie ich).

Das Ergebnis waren Kopfschmerzen, eine neue Einladung zu einem Meeting und ein unverbindliches “Wir müssen darüber nachdenken”.

Ich bin mir nicht sicher, ob sich das Ganze gelohnt hat.

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Ich muss dringend Portugisisch lernen. Ich habe eine Anfrage aus Brasilien erhalten. In englischer Sprache aber eindeutig mit einem Übersetzungsprogramm übersetzt. Der Sinn der Email ist entsprechend mehrdeutig. Es wird einige Zeit dauern, bis ich verstanden hab, um was es geht. In der Email waren auf jeden Fall viele Ausrufezeichen. Der Inhalt muss also sehr wichtig sein.

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Die U-Bahn-Linie 5 wurde endlich geöffnet. D.h. die Entscheidung, U-Bahn oder Taxi fällt jetzt vor allem innerhalb der 2. Ringstraße um einiges leichter. Bisher konnte man im Prinzip nur mit der Linie 2 um die Innenstadt herumfahren bzw. mit der Linie 1 im Süden Pekings von West nach Ost fahren. Die Linie 13 hatte bisher die Vororte im Norden mit der Pekinger Innenstadt verbunden. Innerhalb des 2. Rings war es nichts mit U-Bahn fahren.

Die Linie 5 ist die erste U-Bahn-Linie, die jetzt im Vorfeld der Olympischen Spiele in Betrieb genommen wurde. Es sind noch mehrere Linien geplant, unter anderem eine U-Bahn zum Flughafen. Der Stau auf der Autobahn zum Flughafen ist bisher immer schwer kalkulierbar gewesen, manchmal dauert es von der Innenstadt zum Flughafen 20-30 Minuten, manchmel 1 Stunde oder mehr (mein persönlicher Rekord sind über 3 Stunden an einem Samstag). Die neuen U-Bahn-Linien führen hoffentlich zu einer merklichen Entlastung des Verkehrs auf den Straßen.

Die U-Bahn soll auch billiger geworden sein. Da ich eine Karte habe, habe ich noch nicht darauf geachtet, ob mir jetzt 3 yuan oder nur noch 2 yuan abgezogen werden. Ich werde auf der Heimfahrt darauf achten.

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Das interessante an China ist ja nicht nur, dass man die chinesische Business-Kultur kennen lernt sondern auch die von anderen westlichen Ländern. Viele Klischees stimmen einfach. Einen Französischen Bekannten muss ich immer erst nach seinem Befinden fragen, ein bisschen small-talk machen, danach kann man über das Geschäftliche reden. Ein Belgier, den ich hier kenne ist dagegen ganz anders gepolt, ich sage kurz “Hallo”, dann geht‘s gleich ans Eingemachte, meistens hat er sogar eine Liste angefertigt mit Dingen, die zu erledigen sind, die wir dann nacheinander abhaken.

Gut kann man die Unterschiede auch an Empfehlungsschreiben ausmachen.

Amerikanische Empfehlungsschreiben klingen immer überschwänglich und viel persönlicher, britische Empfehlungsschreiben klingen schon etwas distanzierter. Für andere europäische Länder bin ich mir dann oft nicht sicher, woran ich mich orientieren soll, wenn ich selbst Empfehlungsschreiben verfasse.
Wenn jemand ein Empfehlungsschreiben in 2 Sprachen (deutsch und englisch – wenn ich gut gelaunt bin, mach ich das) möchte, darf man auf keinen Fall einfach das deutsche Schreiben wörtlich ins Englische übersetzen, das klingt dann so hölzern, dass man es kaum verwenden kann.

Allerdings darf man sich nicht täuschen. Auch in englischsprachigen Empfehlungsschreiben gibt es wie im Deutschen bestimmte Formeln, die man vermeiden sollte bzw. positive Inhalte die nicht fehlen dürfen. Das Empfehlungsschreiben folgt auch einem bestimmten Aufbau und es gibt Dinge, die einfach erwähnt werden müssen, wenn der Brief komplett klingen soll (woher kennt man die Person, wie lange, warum ist man selbst qualifiziert, ein Empfehlungsschreiben zu verfassen, welche besondere Fähigkeit hat die Person im Vergleich zu anderen, die die gleiche Qualifikation haben, wie hat die Person konkret zum Wohl des Unternehmens beigetragen – hier kann man ruhig auch konkrete Zahlen nennen – die Abschlußformel klingt normalerweise sehr überschwenglich).

Wer sich schon mit deutschen Empfehlungsschreiben schwer tut, sollte englischsprachige lieber einem Muttersprachler überlassen, der Erfahrung damit hat.

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Mein Büro ist im Zentrum Pekings, gleich an der U-Bahn Station und gut zu erreichen, sowohl mit der Linie 2 als auch mit der Linie 13. Das Bürogebäude ist sehr modern und optisch ein echter Hingucker. Allerdings außerhalb des Business Distrikts Chaoyang. Allmählich machen sich deshalb doch gewisse Standortnachteile bemerkbar.

In unserem Gebäude hat vor kurzem ein Shopping Center eröffnet. Für einige Tage gab es dort auch ein Cafe. Das hat jetzt wieder geschlossen. Die häufigen Besuche dort und die Kaffeesucht, die in den letzten Tagen bei mir wieder ausgebrochen ist, rächen sich jetzt. Letzte Woche habe ich schon verzweifelt nach einem Starbucks in der Nähe gesucht. Die sind doch sonst eigentlich überall.

Für ausländische Unternehmen ist das fehlende Cafe in der Nähe ein echter Standortnachteil – zumindest in meinen Augen. Ich werde alle Kunden, die ich ab jetzt habe, darauf aufmerksam machen, falls dieses Kriterium in ihren Business Plänen feht.

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In Peking gibt es eine Menge Olympia-Countdowns. Einige davon sind Sekundengenau. Einige zeigen nur die Tage bis Olympia an. In der Wohneinheit in der ich wohne gibt es einen manuellen Countdown, direkt neben der Verwaltung. Jeden Morgen werden die Nummern von Hand ausgewechselt. Seit ein paar Tagen geht dieser manuelle Countdown allerdings falsch, um genau einen Tag. Anscheinend wurde das Austauschen der Nummern einmal vergessen.

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Anscheinend ist ja das Formel 1 Rennen in Shanghai gefährdet, irgendein Sturm mit viel Regen. Regenwahrscheinlichkeit 80%. Ich finde, die Organisatoren sollten das Formel 1 Rennen nach Peking verlegen. Schönstes Wetter, beste Bedingungen und Werbung wäre nicht nötig – die Pekinger Autofahrer sind sowieso seit jeher in bester Formel 1-Stimmung. Die Ränge währen bestimmt voll. Welcher Kurs? Beliebig. Irgendeine Ringstraße, oder von mir aus 100 mal um die verbotene Stadt. Man könnte auch ein Jedermann-Rennen daraus machen, wobei ich mich wundere, ob so ein Rennen nicht sowieso jeden Tag heimlich auf Pekings Straßen stattfindet. Nur mit zuviel Teilnehmnern, so dass das ganze doch eher einem Stau gleicht.

Teilnehmen sollte auf jeden Fall auch mein Taxifahrer von gestern Abend. Schumi & Co. hätten gegen den nicht die geringste Chance, es sei denn er nimmt wieder dieselbe “Abkürzung”.

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