Eigentlich kann man sich das als Europ�er gar nicht vorstellen. In Peking sind die Radwege, zumindest an den Hauptstra�en, teilweise gr��er als in manchen Orten Deutschlands normale Stra�en. So steht man z.B. mit ca. 30ig, 40ig oder mehr Leuten (allerdings nur zu bestimmten Sto�zeiten) zusammen an einer riesigen Kreuzung, die man �berqueren m�chte.

Seit einigen Monaten nun st�rze ich mich auch jeden Morgen und jeden Abend in das chinesische Get�mmel. Es ist immer wieder ein Erlebnis. Fahrrad fahren in Peking: Super anstrengend und nicht ganz ungef�hrlich.

Man muss schon h�llisch aufpassen. Da kommen die Autos auf dem Radweg (Ja, richtig gelesen, Autos!!!) von der einen Seite, die Fu�g�nger, die den Radweg meistens �berqueren m�ssen, um zur Busstation zu kommen von beiden Seiten, dann haben wir noch die Mofas von hinten und manchmal sogar noch entgegenkommende Fahrr�der von vorne, sowie parkende Autos an den Seiten des Radweges und pl�tzlich anhaltende oder losfahrende Taxifahrer. Ach ja und nicht zu vergessen die Radfahrer selbst, von denen sich einige auch als M�llsammler bet�tigen und manchmal so gewaltige Ladungen transportieren, dass sie damit den halben Radweg versperren. So� und alle zusammen versuchen nun so schnell wie m�glich voranzukommen, da bleibt nat�rlich Gedr�ngel, Rumgehupe und Geklingel sowie ein bisschen Geschupse auf den Fahrr�dern nicht aus.

Es ist schon verwunderlich, dass bei einer, ja doch eher r�cksichtlosen Fahrweise, die hier in Peking vorherrscht wirklich nicht mehr oder gr��ere Unf�lle passieren. Obwohl, auch mich hat man schon das eine oder andere Mal fast umgefahren, oder man ist mir hinten Reingefahren. Wie das? Na ja, die meisten Fahrr�der und Mofas besitzen anscheinend (auf Grund ihres Alters) keine anst�ndigen Bremsen, so dass halt auch die F��e als Stopphilfe dienen m�ssen. So geschah es dann, dass sich der Fahrradlenker eines �lteren chinesischen Herrn in meinen Lenker so verkeilte, dass ich an ein parkendes Auto abgedr�ngt wurde, dort entlang schrammte und dann noch fast auf die Fre� geflogen bin. Und der Alte?! Der lachte und fuhr einfach weiter. Echt super!!! (O.K., au�er einem v�llig verbogenen Lenker und einem demolierten Einkaufskorb ist ja auch nichts passiert.)

Aber es gibt auch sch�ne Erlebnisse unterwegs mit dem Fahrrad. Es wird sich unterhalten, gesungen, ich werde begleitet oder von einigen jungen oder �lteren M�nnern ausgefragt (die Chinesen sind echt neugierig). Letztens zum Beispiel, da habe ich mir mit einen etwas j�ngeren Chinesen ein Wettrennen auf einem �berf�llten Radweg geliefert: China gegen Deutschland, passend zur Olympiade! Leider muss ich gestehen, dass China wieder einmal, wenn auch knapp, die Nase vorne hatte.