Hat man so etwas schon gehört, zwei ältere Damen, die eine 77ig Jahre und die andere 79ig Jahre, wurden verurteilt, weil sie während der Olympiade in einer der dafür ausgewiesenen Protestzonen versucht haben sollen zu demonstrieren. Ihnen droht nun ein Jahr Aufenthalt in einem Arbeitslager. Das ganze wird als Umerziehung durch Arbeit bezeichnet. Diese Strafe wird normalerweise in China für geringfügiges Vergehen verhängt, soll aber auch oft Oppositionelle treffen. (Was, wie ich finde, schon schlimm genug ist, dass es so etwas Hinterweltlerisches noch gibt.)

Die Frauen hatten wohl mehrfach eine Demonstrationserlaubnis beantragt, aber leider nicht bekommen. Momentan wurden die Frauen noch nicht in ein Arbeitslager geschickt, allerdings sollen ihre Persönlichkeitsrechte und ihre Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt sein.

Irgendwie komm ich da nicht mit. Hat die chinesische Regierung jetzt schon echt Angst vor der Meinung zweier alter Frauen? Warum hat China überhaupt die Demonstrationszonen eingerichtet, wenn sie doch schon vorher wusste, dass sie nie eine Demonstrationserlaubnis erteilen würden. Denn soweit ich weiß, wurden wohl alle gestellten Anträge, auch abgelehnt. China wollte sich wohl vor der Weltöffentlichkeit wieder mal ganz offen präsentieren, und zeigen, dass die Leute ein Recht haben zu demonstrieren. Hatten die wirklich gedacht, dass kein Mensch versuchen würde, von seinem Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen?

Die Chinesen – manchmal frag ich mich echt, was die sich bei manchen Aktionen so denken.

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