Die komischste Geschichte, was Job-Hopping in China angeht:

Es ist immer wieder lustig, wenn man in ausl�ndischen Firmen in China sowohl mit dem ausl�ndischen Chef als auch mit den chinesischen Mitarbeitern Kontakt hat.

Ein Mitarbeiter verl��t das Unternehmen. Der Chef jammert �ber die chinesische “Job-hopping”-Mentali�t, Gehalt sei alles, blablabla. Der Mitarbeiter habe die Firma von einem Tag auf den anderen verlassen, den Arbeitsvertrag gebrochen (d.h. K�ndigungsfrist nicht eingehalten) und nicht einmal die Bonuszahlung verlangt, die 2 Wochen sp�ter noch f�llig war.

Das machte mich doch etwas stutzig. Die Erkl�rung des Mitarbeiters: Der Chef habe seine ausl�ndischen Kollegen besser behandelt als die chinesischen und sei ein Rassist. Ich habe etwas nachgehakt. Konkreter Vorwurf, der das Fass zum �berlaufen gebracht habe:� Pl�tzlich habe es unterschiedliche Toiletten f�r Chinesen und Ausl�nder gegeben, die chinesischen Mitarbeiter h�tten keinen Zutritt zur “guten” Toilette mehr (es gab zwei auf dem Stockwerk).

Ich habe den Chef gefragt, dessen Erkl�rung: Keiner habe mehr Zugang zur “guten” Toilette, wie sie von allen scherzhaft schon beim Einzug in das B�rogeb�ude genannt worden war, sie sei jetzt eben zugeschlossen, keine Ahnung warum, er habe nicht dar�ber nachgedacht, er und zumindest die anderen ausl�ndischen Mitarbeiter gingen jetzt eben ein Stockwerk h�her.

Der Hauptunterschied zwischen den Toiletten: Die “gute” war westlicher Stil zum Hinsetzen, die weniger sch�ne, die von allem gemieden wurde, war eine Hocktoilette.

Naja, h�tten sie doch nur mal miteinander geredet. Aber es gibt eben einige Themen, die gemieden werden, der Mitarbeiter ist eben ohne ein Wort zum Chef verschwunden.