Monday, April 5th, 2010


H�tte ich letztes Jahr in China auf ein Beratungsunternehmen geh�rt, h�tte ich wohl f�r ein bestimmtes Projekt im Online-Bereich ein Rep-Office aufgebaut, mit einer Offshore-Holding in Hong Kong.

Repr�sentanzen in China� sind im Prinzip beschr�nkt auf

  • Ausf�hren von Recherchen
  • Unterst�tzung der Muttergesellschaft in China
  • Werbung f�r die Muttergesellschaft
  • Im Prinzip alles, was keinen direkten Gewinn f�r das Office in China erwirtschaftet

In der Praxis wurde in den letzten Jahren diese Struktur allerdings �u�erst strapaziert. Obwohl man als Rep-Office keine Vertr�ge abschlie�en und kein Einkommen erwirtschaften darf, haben viele ausl�ndische Firmen z.B. �ber Hong Kong oder “geliehene Rechnungen” und �ber spezialisierte HR-Firmen, welche Angestellte bezahlen (Rep-Offices d�rfen nicht direkt chinesische Angestellte einstellen), trotzdem quasi ein gewinnorientiertes Business betrieben.

Damit wird es wohl bald vorbei sein.

Wie gesagt gab es viele Rep-Offices in Verbindung mit einer eigens daf�r gegr�ndeten Firma in Hong Kong. Allerdings wird in Zukunft wohl von den Beh�rden strenger darauf geachtet werden, dass die Muttergesellschaft bereits 2 Jahre existiert.� Dies macht eine Offshore-Struktur in vielen F�llen unm�glich bzw. man hat nur die M�glichkeit, eine Briefkastenfirma, die bereist mehr als 2 Jahre existiert, zu kaufen.

Briefkastenfirmen sind �brigens v�llig legal, werden nur oft als M�glichkeit zur Steuerhinterziehung mi�braucht.

Dar�ber hinaus sind Rep-Offices nur noch f�r 1 Jahr g�ltig, nicht mehr f�r 3 Jahre. Und die Beh�rden werden wohl die Aktivit�ten von Repr�sentanzen strenger kontrollieren.

Es kann also durchaus sein, dass Rep-Offices in China bald aussterben. F�r die meisten Unternehmen sind sie jetzt schon nicht mehr die richtige Unternehmensform, um in China t�tig zu werden.

F�r den Berater, der uns letzes Jahr die Rep-Office-Struktur vorgeschlagen hat, ist China wohl immer noch der wilde Osten, in dem man als ausl�ndisches Unternehmen beliebig in Graubereichen operieren und eventuelle Strafzahlungen in Kauf nehmen kann.

Mal wieder etwas f�r die Kategorie “Was mache ich gerade?” im Blog.

Ich habe einen Bewerbung einer Chinesin oder eines Chinesen (?) erhalten, habe allerdings keine Ahnung, ob der Name m�nnlich oder weiblich ist, leider ist der Name nur in Pinyin geschrieben.

Ich tippe mal (nach einer kurzen Internetrecherche) auf weiblich und hoffe ich liege bei der Antwort richtig.