Korea


In einem Restaurant in Seoul wollten wir gemütlich zu Abend essen und ein Fläschchen Wein dazu bestellen. Wir verlangten einen für 30000 Won – Sold out. 39000 Won – Sold out. 35.000 Won  – Sold out. So ging es weiter, bis wir schließlich zum Wein fü 65000  Won (ca. 38 Euro) kamen. Ich frage mich, ob der günstige Wein auch ausverkauft gewesen wäre, wenn der Kellner gewusst hätte, dass wir 2 Bier-Gutscheine dabei hatten – und Bier bestellten wir dann auch.

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Aus dem Hotelzimmer eines Bekannten in Korea:

Putzfrau in Korea

Putzfrau in Korea

Das “Good Boy” (der Bekannte ist über 30) kommt daher, weil er so ordentlich ist und die Putzfrau ihn deswegen vorher schon gelobt hatte. Wer die Nummer des Hotels möchte, um den netten Service selbst kennenzulernen, bitte eine Nachricht an mich.

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Letztes Jahr wurde der koreanische Blogger Park Dae Sung unter dem Pseudonym “Minerva” zur Berühmtheit. Er hatte mehr als 100 Artikel zur koreanischen Wirtschaft auf seinem Blog veröffentlicht und einige richtige (aber auch einige falsche) Voraussagen getroffen. So sagte er z.B. die Abwertung des koreanische Won gegenüber dem Dollar voraus sowie den Kollaps von “Lehman Brothers”.

Zum Verhängnis wurde ihm ein Beitrag, in dem er behauptete, die koreanische Regierung verbiete bestimmten Finanzinstitutionen und Handelsfirmen, US-Dollar zu kaufen.

Die Staatsanwaltschaft klagte ihn daraufhin wegen des Verstoßes gegen das koreanische Kommunikationsgesetz an. Er habe bewusst Falschmeldungen verbreitet, der koreanischen Wirtschaft geschadet und Aktienkurse manipuliert.

Die Festnahme hatte in Korea zu Diskussionen um die Meinungsfreiheit geführt.Der Staatsanwaltschaft wurde vorgeworfen, nur einen Regierungskritiker Mundtod machen zu wollen.

Jetzt wurde “Minerva” freigesprochen. Der Richter konnte nicht erkennen, wie der Blogger dem öffentlichen Interesse geschadet habe.
Der Blog war in Korea sehr populär, hatte teilweise über 200.000 Besucher am Tag.
Jetzt kann sich Minerva also weiterhin zur koreanischen Wirtschaft auslassen und düstere Untergangsszenarien verbreiten.

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Mich hat es mal wieder mal für 3 Wochen nach Korea verschlagen, deshalb wird es in nächster Zeit wieder einige Einträge von mir über meine Eindrücke aus Seoul geben.

Südkorea ist nach den Philippinen, das asiatische Land mit dem höchsten Bevölkerungsanteil bekennender Christen. In Deutschland sieht man manchmal einen Zeugen Jehova still in einer Ecke stehen. In Korea sind christliche Missionare aggressiver, laufen mit Lautsprecher durch die Gegend. Auch die Botschaft erinnert eher an das Mittelalter. Der eifrige Missionar im folgenden Bild hat die christilche Botschaft wohl wirklich auf den Punkt gebracht:

Lord Jesus Heaven

No Jesus Hell

Korea - Christliche Mission
Korea – Christliche Mission
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Ich frage mich, ob es dazu Statistiken gibt. Viele koreanische Webseiten funktionieren mit Mozilla nicht. Manchmal sind es Javascript-Funktionen die nur mit IE fehlerfrei funktioneren, manchmal aber auch die Navigation die nur mit Internet Explorer geht. Nervig ist, dass ich dann auf IE ausweichen und somit auf die Mozilla-Plugins zur Übersetzung Koreanisch-Englisch verzichten muss.

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An dem Satz ist wohl was dran. Für meinen letzten Flug nach Korea habe ich über 800 Euro bezahlt. Seit neuestem hat auch FinAir eine Verbindung nach Seoul. Für diese Verbindung (über Helsinki) zahle ich nur 510 Euro.  Gut, ich bin anstatt 11 Stunden über 15 Stunden unterwegs. Aber man schaut sich auch mal gerne einen neuen Flughafen an.

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Ich hatte gestern in Seoul ein Meeting. Heute kommt ein positiv klingendes Feedback: “My partner was very impressed by your presentation”.

Ich habe das mal so aufgefasst, dass ich gestern nur einen der beiden überzeugt habe und stelle mich mal auf eine Absage ein.

Hier tritt wieder ein wichtiges Phänomen zutage, dass ich mir schon in China, noch extremer aber in Korea immer wieder in Erinnerung rufen muss: indirekte Kommunikation bzw. die Notwendigkeit die tiefere Bedeutung hinter einem Satz zu entdecken.
Das war in China schon anstrengend, ist in Korea aber noch viel extremer und auch zeitaufwändiger.

Es fällt mir z.B. immer wieder auf, dass ich für Emails auf chinesisch bzw. an chinesische Geschäftspartner und Freunde noch mehr Zeit benötige als normal. Der Grund ist nicht nur die Sprache sondern einfach die Tatsache, dass ich viel vorsichtiger mit Formulierungen bin und entsprechend länger nachdenke, vor allem wenn ich Kritik übe oder eine Anfrage negativ beantworte.

Auch für die Vorbereitung von Meetings habe ich in China bei chinesischen Kunden viel länger gebraucht als bei westlichen.

Koreaner sind oft noch viel konservativer als ich es von China gewöhnt bin dementsprechend ist die Kommunikation in Korea meiner Meinung nach noch schwieriger als in China.

Vor allem wenn man noch nicht so lange im Land ist muss man sich viel mehr Gedanken machen und auch einfache Verhaltensweisen in Erinnerung rufen. Das sind teilweise nur Kleinigkeiten (z.B. sich Verbeugen, beim Anstoßen das Glas niedriger halten als der ältere oder ranghöhere Gegenüber oder sich selbst nicht einschenken sondern immer dem anderen, der dann mein Glas füllt), die im täglichen Umgang trotzdem wichtig sind.

Bei den bisherigen Treffen in Korea hat sich wieder einmal bestätigt dass das einzelne Wort hier viel mehr auf die Goldwaage gelegt wird und man sich mehr darauf konzentrieren muss, herauszufinden, was hinter einer Bemerkung steckt. Vor allem muss man sich überlegen, was der Gesprächspartner eventuell hinter einer eigenen scheinbar harmlosen Bemerkung vermuten könnte.

Ich bin also mal gespannt, ob meine Einschätzung der Anfangs genannten Formulierung zutrifft.

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Heute bin ich von Frankfurt nach Seoul geflogen.  Es gibt schon im Flugzeug einige Unterschiede zu Flügen nach China. Vor dem Essen wird (ganz nach koreanischer Gewohnheit) ein heißes Tuch gereicht. Zum Essen gab es Bibimbab (ein koreanisches Reisgericht) sowie Kimchi.  Irgendwie war auch das Unterhaltungsprogramm moderner.

Mich (und meinen Sitznachbarn aus Schweden) hat es fast vom Stuhl gehauen, als wir dann tatsächlich neben “The Rocky Horror Picture Show” auch noch Raumschiff Orion im Programm fanden.

Von dieser Trashsendung (aus den 60ern?) habe ich zwar schon viel gehört, gesehen habe ich es aber noch nie (ich gebe zu vor 20 Jahren habe ich mal eine Folge gelesen). Bei einem Requisit habe ich dann auch tatsächlich ein Bügeleisen erkannt – und irgendwann waren glaube ich auch Plastikbecher an der Decke befestigt.

Und ich frage mich, mit welcher “Technik” die Raumschlacht zwischen der Orion und den Frogs erschaffen wurde.

Gewundert hat mich auch noch am Flughafen in Incheon, dass ich mich gegen zwei Taxifahrer wehren musste, die unbedingt wollten, dass ich ca. 80.000 Won fürs Taxi ausgebe (statt 9100 Won für den Bus).

In der Hinsicht ist zumindest der Flughafen in Peking Incheon voraus, da ist das mit den Taxis recht gut organisiert.

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