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Für das Online Seminar ” Der Arbeitsmarkt in China für Studierende und Absolventen” hatten sich 47 Teilnehmer angemeldet, immerhin 26 haben an diesem sonnigen Samstag Nachmittag teilgenommen.

Hier das Ergebnis der Umfrage über die Vertragsart beim Berufseinstieg in China.

Umfrage zu den Gehaltsvorstellungen der Teilnehmer des Webinars:

Anteil - Verträge in ChinaDas Webinar richtete sich vor allem an Studierende und Berufseinsteiger, interessant ist, dass ein großer Teil mit einem lokalen Arbeitsvertrag in China den Berufseinstieg angehen würde. Letztes Jahr hat Sinojobs eine Umfrage der gleichen Art gemacht, allerdings richtete diese sich nicht nur an Berufseinsteiger. Da lag der Anteil der Arbeitnehmer, die für einen lokalen Vertrag + Ausländerzuschlag arbeiten würden, bei 44%.

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Der letzte Teil der Artikelserie “Arbeitsmarkt für Absolventen”, den ich im Rahmen meines Vortrags an der TU München verfasst habe, ist online. Es geht allgemein um den Arbeitsmarkt nach der Krise, Tips und Tricks, um offene Stellen zu finden, Bewerbungsverfahren in China und die Gehaltsverhandlungen.

Der Artikel beruht natürlich auf meinen eigenen Erfahrungen (sowohl aus Arbeitnehmer als auch Unternehmersicht).

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Viele Expats, die China verlassen, nehmen das kleine braune Buch gleich mit: Die Arbeitserlaubnis, die man benötigt, wenn man in China arbeiten möchte und eine permanente Aufenthaltserlaubnis beantragen möchte. Normalerweise ist man verpflichtet, diese Arbeitserlaubnis zurückzugeben.

Ca. 1 Jahr nach dem Verkauf meiner Firma in China muss der neue Chef seine Arbeitserlaubnis verlängern. Es hat sich herausgestellt, dass dies plötzlich nicht mehr möglich ist, weil mein kleines braunes Buch (ich war ja Ex-Chef) noch nicht wieder zurückgegeben wurde. Zum Glück war es schnell wieder auffindbar und wurde dann ordnungsgemäß zurückgegeben. Ich hatte schon  nicht mehr daran gedacht, an den steinigen Weg, es zu erhalten erinnere ich mich aber noch genau.

Ich werde immer wieder gefragt, wie man eigentlich seine Arbeitserlaubnis erhält. Viele Bekannte von mir fliegen mit einem Touristenvisum nach China, suchen sich dort einen Job und wundern sich, dass es Probleme gibt, selbst nach Ausstellung der Arbeitserlaubnis die Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

Früher gab es hier mehr “kreative” Möglichkeiten als heute, was vor allem mit den Olympischen Spielen zu tun hat, die dazu geführt haben, dass viele Regeln strenger durchgesetzt wurden (und immer noch werden).

Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen Arbeitserlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung. Selbst wenn man eine Arbeitserlaubnis erhält bedeutet dies nicht automatisch, dass man seinen Aufenthaltsstatus ändern kann. Früher war das relativ unproblematisch. Man konnte z.B. sein Touristenvisum in ein Business-Visum ändern (innerhalb Chinas). Dann mit dem Business-Visum alle Formalitäten erledigen und sein Arbeitsvisum erhalten. Später wurden dann schrittweise strengere Regeln durchgeführt. Eine Änderung von Touristen- auf Business-Visum war nicht mehr möglich. Es gab allerdings immer noch Workarounds, in der Praxis haben die Visumsagenturen einfach in kleineren Städten die Visa umgewandelt und wohl die Beamten geschmiert. Die nächste Änderung, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten: Das Business Visum musste plötzlich außerhalb Chinas ausgestellt sein, um ein Arbeitsvisum zu erhalten, ich bin mir nicht sicher, ob dann auch ein Z-Visum Voraussetzung für ein Arbeitsvisum war.

Der normale Weg wäre sowieso der folgende:

  1. Antrag auf Ausstellung der Arbeitserlaubnis währen man in Deutschland ist
  2. Beantragung eines Z-Visums für 30 Tage gültig
  3. Einreise nach China
  4. Antrag auf Austellung der Aufenthaltserlaubnis in China innerhalb von 30 Tagen

Man benötigt insgesamt folgende Unterlagen für die Austellung der Aufenthaltserlaubnis

  • Reisepass (länger gültig als 6 Monate)
  • Gesundheitszeugnis
  • Visumantragsformular mit Photo
  • Arbeitserlaubnis (Original) vom Ministerium für Arbeit und soziale Sicherung der VR China. Diese wird normalerweise der Arbeitgeber bei den zuständigen Behörden beantragen und Ihnen für die Beantragung des Visums nach Deutschland senden
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Oft regt man sich ja auf, dass das eigene Leben zu wenig Abwechslung bietet. Routine hat die Überhand genommen, oder noch besser, jeder Tag ist der gleiche. Wie im Film “und täglich grüßtt das Murmeltier”. Aber so geht es mir auch oft, wenigstens auf meinem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad.

So passiere ich täglich die erste Bushaltestelle. An der Bushaltestelle arbeitet Fr. Ma. Ich kenne ihren Namen nicht, aber nun nenne ich sie so. Fr. Ma ist, zusammen mit 2 anderen Frauen, Bushaltestellenwärterin. D.h., sie fragen jeden Passagier, wohin er mit welchem Bus fahren will. Wenn dann ein Bus ankommt, so wird dieser entweder mit roten Fahnen herangewunken, oder ihm wird angedeutet, gleich weiter zu fahren. Weiterhin ist Fr. Ma noch für die Sauberkeit der Bushaltestelle zuständig, so dass sie regelmäßig die Wartegitter mit einem Lappen abwischt. Fr. Ma kennt mich in der Zwischenzeit und grüßt freundlich. Heute hat sie mich sogar durch Regenjacke und Hose hin erkannt. Interessant ist, dass es bei der nächsten Bushaltestelle, ca. 500 Meter weiter, keine Bushaltestellenwärter gibt.

Ca. 1 Kilometer weiter biegt eine Nebenstrasse in den 4ten Ring ein. Wenn ich pünktlich zum Chinesischunterricht um 7 Uhr erscheine, passiere ich diese Stelle gegen 6.39 Uhr. Dort biegt dann meistens Hr. Dan ein, ein Dreiradfahrer mit Transport von Unmengen an Eiern, welche er in Plastikboxen transportiert. Ich wundere mich immer wieder, wo er die alle herholt, aber wahrscheinlich halten in Beijing mehr Leute Hühner als man glaubt. Sollte ich mal nicht zum Unterricht kommen und ca. 1 Stunde später diese Stelle passieren, treffe ich oft Hr. Baou. Dieser transportier Brot in eine Bäckerei, und sein Dreirad ist bereits motorisiert. Pünktlich ist er aber auch immer. Kurz darauf passiere ich die nächste Bushaltestelle, wo jeden Tag die gleichen Bushaltestellenwärter stehen. Nach einem Linksabbieger in die Liangmaqiolu trifft man meist auf Hr. Xi, dieser ist Toilettenwärter auf der öffentlichen Toilette. Meistens sitzt er dort zusammen mit einem Polizisten und guckt auf die Strasse. Seit Olympia haben seine Besucherzahlen sicher abgenommen, vor allem morgens gegen 7 Uhr. Nach kurzer Weiterfahrt erscheint mein Lieblingsstraßenshop, welcher leider vor Olympia geschlossen wurde. Nirgendwo gab es so gutes Fladenbrot mit Spiegeleifüllung. Den chin. Namen habe ich nie gelernt. Kurz darauf bin ich dann an meiner Sprachschule angekommen, und spätestens hier hört die Routine auf – neue Schriftzeichen und Wörter dröhnen hier immer auf mich ein.

Leo.

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