China Blog Weblog rund um China – Wirtschaft, Business, Nachrichten und Erlebnisse in China von Kim Schiefer

March 5, 2009

Das chinesische Fitnessstudio

Nachdem mein bisheriges Studion ja nicht bereit war, mir einen Halbjahresvertrag anzubieten, habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Studio gemacht. Dabei half mir der Umstand, dass ich in der Nähe des Westeingangs des Chaoyang Parks schon einmal mit Kollegen Billiard spielen war. Der Billiardsaal hat mir so imponiert, da dieser total vollgequalmt war. Direkt daneben ging es in das Fitnessstudio, und da sich beide Lokalitäten einen Vorsaal teilen, wehte einiger Zigarrettengestank in das Fitnessstudio herüber. Sonst hätte ich von außen gar nicht gewußt, dass es dort ein Studio gab.

Dort eingetroffen, war ich erst mal positiv überrascht. Die Trainer waren sehr nett, aber mit Englisch kam man nicht weit. Allerdings durfte ich gleich ein Probetraining machen. Das Studio ist spartanisch, aber zweckmäßig und mit neuen Geräten ausgerüstet. Es gibt einen Raum zum gemeinsammen Radfahren (spinning), einen Tischtennisraum sowie ein verglasten Raum für Yoga und Tanzen. Wie in Deutschland gibt es eine kleine Ecke, in der die harten Jungs an Hanteln schwitzen. Allerdings ist mir kein Muskelpaket aufgefallen. Dafür gibt es einen kleinen Bereich, in dem ein Boxsack hängt. Dort trainierte ein Chinese, den ich später Karate Kid taufte, mit sogenannten Chakos (2 Holzstangen, verbunden durch eine Kette) verschiedene Schlagtechniken. Danach machte er sich am Boxsack zu schaffen. Daher auch der Namen Karate Kid. Während er anfangs nur mit Ellenbogen und Knie auf den armen Sack einschlug, nahm er später ca. 5 Meter Anlauf und sprang mit Gebrüll und gestrecktem Knie gegen den Sack. Nicht einmal, nicht fünfmal, nein, mindestens 10 Minuten am Stück. Das war ein Lärm. Allerdings sei das der Ausnahmefall, meinte der Trainer.

Das Studio hat mir sehr gut gefallen, und als mir der Trainer noch den Preis für 6 Monate nannte, habe ich sofort unterschrieben: 644 RMB für 6 Monate, so viel kostete bei meinem alten Studio der Monatsbeitrag. Und falls ich nicht dauernd meine Sportsachen mitschleppen will, so kann ich mir auch noch ein Schrankfach zur Aufbewahrung mieten: 68 RMB für 3 Monate.

Leo.

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