Sun 22 Feb 2009
Schnee in Beijing
Posted by Holly under China Allgemein , Erlebnisse in ChinaComments Off on Schnee in Beijing
Vom Dienstag auf den Mittwoch ist etwas Schnee gefallen. Als ich dann am Donnerstag aufwachte, dachte ich, die weisse Pracht ist weg�aber nein, �ber Nacht war noch mehr dazu gekommen. Ca. 5 cm. Schnee, f�r Pekinger Verh�ltnisse viel, lagen schon in der Landschaft verteilt.
Ich entschloss mich, heute den Weg zur Arbeit zu Fuss zu erledigen. Da ein Grossteil des Weges durch den Chaoyang Park f�rt, gleicht es fast einem Sonntagsspaziergang. Auf dem Weg zum Chaoyang Park und auch im Park selber waren schon viele Arbeiter mit Schnee schippen besch�ftigt. Aber anders als bei uns fuhr kein Schneepflug, nein, mit Schaufel und Besen wurden die Wege ger�umt. Damit das bis zum sp�ten Vormittag geschafft ist, wird einfach eine grosse Menge von Arbeitern eingesetzt.Ansonsten war es ruhiger als sonst im Park. Die Sport treibenden Rentnergruppen ware nicht da, lediglich ein paar harte K�mpfer m�hten sich schon an den �ffentlichen Fitnessger�ten ab. Und sogar Tischtennis wurde gespielt, allerdings war von den 12 sonst immer bestzten Platten nur eine freiger�umt.
Beeindruckt hat mich wie immer der Rentner, der wie jedes Mal, wenn ich da gegen Morgen vorbei komme, seinen Drachen steigen l�sst. Wahrscheinlich k�nnte auch die verbotene Stadt im Erdboden versinken und gleichzeitig der Dalai Lama die kommunistische Partei �bernehmen, der Renter w�rde erst einmal Drachen steigen lassen. Die Ruhe muss man weg haben�Dank des Schnees f�hlte sich auch die Luft heute irgendwie gereinigter an also sonst.
In der Mitte des Parks war vom L�rm der Stadt kaum noch etwas zu h�ren, lediglich ein leichtes Rauschen erinnerte an den nicht ganz so weit entferten 3ten Ring. Sogar die wenigen vorhandenen V�gel konnte man zwitschern h�ren. Das war allerdings vorbei, als ich am Nordausgang ankam.
Auf den Strassen hatte sich der Schnee zu einem schwarzen Matsch ver�ndert. Die Chinesen �nderten allerdings ihre Fahrweise nicht, nun rutschen sie noch �fters als sonst. Der Verkehr lahmte noch mehr, es wurde gehupt, gedr�ngelt, einige wollen so fahren wie immer, w�hrend andere aus Vorsicht wie Schnecken krochen. Mich w�rde interessieren, wie viele Auffahrunf�lle es heute gab. Die Zahl ist sicher doppelt soch hoch wie sonst. Auch die Fahrradfahrer rutschen, da immer nur partiell gestreut war, je nach dem, wie weit das Strassenr�umungskommando schon vorangekommen war. Auch im B�ro war der z�he Verkehrsfluss zu bemerken, die Kollegen kamen alle 15 bis 30 Minuten versp�tet. Vor allem einige Kolleginnen hatten Probleme, da sie trotz des Wetters weiterhin die Hackenschuhe hatten anziehen m�ssen, und 2 auf dem Weg zur Arbeit ausgerutscht waren. Wenigstens hatte sich niemand ernsthaft verletzt. Ja, wer sch�n sein will, der muss auch in China leiden.
Leo.