Fri 2 Apr 2010
Online Scams und Betrug in China
Posted by admin under Business , China Allgemein , China News , Nepper,Schlepper, Bauernf�ngerComments Off on Online Scams und Betrug in China
Ich bekomme �fters mal Emails oder telefonische Anfragen von Firmen, die im Zusammenhang mit China einem Betrug aufgesessen sind. Meistens geht es darum, dass Betroffene versuchten, Warenkleidung, Kamerazubeh�r oder �hnliches online aus China zu einem Bruchteil des Marktpreises zu bestellen. Hier mal eine Zusammenfassung der �blichen Scams
- Billige Markenware oder Elektronik: �ber einen seri�s aufgebauten Online Shop wird Markenware verkauft. Der Support ist professionell und geschieht per skype, Email oder telefonisch. Nach Bezahlung erfolgt keine Lieferung sondern es werden Nachzahlungen verlangt. Standardbegr�ndungen: Lieferkosten sind gestiegen, die Ware wird vom Zoll zur�ckgehalten, das g�nstige Angebot ist “ausgelaufen” und man solle etwas nachzahlen.
L�sung: Falls man per Western Union bezahlt hat, ist das Geld normalerweise futsch. Und bitte nicht bei mir beschweren, wenn ich den Betroffenen keine kostenlose Hilfe anbiete. - Domainregistrierung: Anbieter senden einem Unternehmen mit Internetseite die Nachricht, sie h�tten eine Anfrage �ber die Registrierung einer cn-Domain oder �hnliches mit dem Markennamen oder Domainnamen des Unternehmens erhalten und m�ssten jetzt �berpr�fen, ob die Registrierung zul�ssig sei (Grund der �berpr�fung: beliebig). Gleichzeitig wird dem Unternehmen die Registrierung der Domains zu Wucherpreisen angeboten.
L�sung: Nachricht in den Spam-Ordner verschieben - Zahlungen oder Lieferungen weiterleiten: Es wird ein “Represantative” f�r ein bestimmtes Land gesucht. Der soll dann vor allem Zahlungen von “Kunden” entgegennehmen und diese Zahlungen dann weiterleiten. Das deutsche Konto des Repr�sntanten, an welches die gutgl�ubige Kunden der chinesischen Firma �berweisen, dient dazu, Vertrauen aufzubauen – das Geld wird ja an ein deutsches Konto �berwiesen. Das Geld, welches vom Repr�sentanten nach China weitergeleitet wird, ist dann futsch, Ware aus China wird nie geliefert. Alternativ bestellt der chinesische Betr�ger Ware im Namen des “Repr�sentanten”. Der Repr�sentant leitet diese Ware weiter nach China und erh�lt Wochen sp�ter Rechnungen von deutschen Lieferanten.
- Der Verkauf von akademischen Titeln. Solche Titel-Verk�ufer gibt es auch “offline”, an Nebeneing�ngen an den meisten Eliteunis in China. Diese Titel sind nat�rlich wertlos, selbst wenn sie mit irgendwelchen Leistungen verbunden waren.
- Online-Kontakte und Geschenke: Westliche Firmen werden kontaktiert und dann zu Verhandlungen nach China eingeladen. Dort werden dann teure Geschenke verlangt, da dies in China so �blich sei. Die Kosten f�r Hotels, Essen usw. werden nat�rlich auch von der westlichen Firma getragen. Es kommt aber nie zu einem Gesch�ftsabschluss, die chinesischen Gesch�ftspartner verschwinden dann.
- Bestellungen und Zahlung per Scheck oder Kreditkarte: Ein chinesisches Unternehmen kontaktiert eine Deutsche Firma und bestellt Ware . Die wird dann mit gef�lschten Schecks von unbeteiligten und scheinbar seri�sen Drittfirmen bezahlt, die dem chinesischen Kunden angeblich noch Geld schulden. Die Schecks platzen dann, die Ware ist normalerweise futsch.
Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein Betroffener sein Geld oder seine Ware zur�ckerhalten hat. Unter meist sehr nobel klingenden Adressen, die in den Webseiten, Emails oder Bestellungen angegeben sind, findet sich keine Firma. �ber die Webseiten “Whois” Eintr�ge an die Betreiber heranzukommen ist ebenfalls kaum m�glich.
Grunds�tzlich gilt bei allen Unternehmungen im Ausland – nicht nur in China: Gesch�fte laufen nicht �ber Vertrauen sondern �ber Kontrolle.