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um sein Image. Der Selbstmord von Ex-Präsident Roh Moo Hyun hat in Korea offenbar mehr Spuren hinterlassen als die erneuten Drohgebaren aus Nordkorea. Aus persönlichen Erfahrungen kann ich den Eindruck bestätigen, ich habe Bekannte aus Korea und ich habe mit ihnen über den Selbstmord, aber (noch) nicht über die erneute Krise in Nordkorea gesprochen. Die Eskapaden Nordkoreas sind wohl schon Routine.

Laut einem Spiegel-Bericht (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,627184,00.html) befürchten man in Korea einen Image-Verlust Koreas wegen des Selbstmords. Da kann ich sie beruhigen, der Selbstmord das Ex-Präsidenten wurde zumindest in Deutschland kaum wahrgenommen (siehe früherer Blog-Eintrag).

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Ich genieße derzeit meinen Aufenthalt im Seoul Incheon Airport (wie man so was eben genießen kann). Erst einchecken in der Stadt am City Air Terminal, weg mit dem Koffer, zum Immigration Counter, dort erhielt ich meinen Stempel in den Reisepass. Der komfortable Flughafenbus benötigt eine Stunde von der Innenstadt zum Incheon Airport. Dort hat es nicht einmal 5 Minuten gedauert, um alle übriggebliebenen Formatliäten zu erledigen (Sicherheitscheck), alles durch einen speziellen Eingang für Passagiere, die am City Air Terminal eingecheckt haben. Dann ab zur Asiana Airlines Lounge, den Computer angeworfen, später zur Internetlounge, der Internetzugang ist dort kostenlos während ich an vielen anderen Flughäfen zahlen muss.

Mal zum Vergleich mit Frankfurt: Ein paar Zahlen und der gefühlte Service

Der Bau des Flughafens begann 1992 um den Gimpo Airport, der jetzt nur noch für Inlandsflüge benutzt wird, zu entlasten. Der Incheon Airport wurde 2001 eröffnet, ist ca. 60 km von Seoul entfernt. 2006 erlebte er ein kleines Highlight, als der Airbus 380 hier landete – und seit 2006 wurde Incheon Airport durchgehend jedes Jahr zum besten Flughafen der Welt gewählt, meiner Meinung nach völlig zurecht, sowohl was die Ausstattung und den Service angeht.

Wenn ich mal die Zahlen vergleiche (Frankfurt und Incheon):
Frankfurt ist der drittgrößte Flughafen Europas, hat jährlich ungefähr doppelt soviele Passagiere abzufertigen wie der Incheon Airport, auch mehr als doppelt soviele Beschäftigte. Incheon verfügt über ein etwas größeres Aufkommen an Luftfracht. Incheon Airport ist der drittgrößte Flughafen Asiens. Was internationale Passagiere angeht ist Incheon weltweit an Nr. 11, Frankfurt Nr. 5.

Wenn ich den gefühlten Komfort vergleiche:
Gefühlt muss ich in Incheon ca. 100 meter gemütlich gehen um zum Gate zu kommen, in Frankfurt sind es gefühlte mehrere Kilometer. Gefühlt muss ich in Frankfurt auch länger anstehen, während ich in Incheon quasi durchgewunken werde (Incheon entspricht übrigens auch den internationalen Sicherheitsstandards, daran liegt es nicht). Incheon ist gefühlt moderner (nicht nur wegen des kostenlosen Internetzugangs, es gibt überall große Bildschirme, wo auch etwas anderes läuft als langweilige Nachrichten, alles sieht einfach moderner aus) und natürlich viel sauberer (das liegt nicht am Flughafen sonder ist in Korea nunmal so). Die Angestellten empfinde ich als freundlicher, allein in der Internet Lounge wurde mehreren technisch hilflosen Passagieren geholfen, den Zugang zum WLAN herzustellen (was genauso funktioniert wie überall sonst), was mich etwas entlastete, auch ich wurde des öfteren um Hilfe gebeten (wahrscheinlich habe ich beim Bloggen meinen professionellen und vertrauensseligen Consultant-Look aufgesetzt).

Incheon ist ungefähr da, wo Frankfurt wohl nur schwer hinkommen wird. Der Vergleich hinkt natürlich auch ein wenig, den Incheon Airport gibt es seit 10 Jahren, er ist also moderner und wurde aus einem Guss gebaut, während Frankfurt irgendwie wie Stückwerk anmutet (Anbau von Startbahnen, wachsendes Verkehrsaufkommen, neue Terminals, weiterer Ausbau ist geplant).

Und auf jeden Fall sind die deutschen Beamten am Zoll mit mehr Humor ausgerüstet (auch wenn die Ausstattung ziemlich altertümlich ist. Als ich meinen Laptop verzollt habe, habe ich mir aus lauter Mitleid überlegt, ob ich ihn nicht dortlasse). Das letzte Mal, als ich dort etwas verzollen musste, konnte ich mir einige Bemerkungen über die Umweltfreundlichkeit von Computern und die Zahl der Formulare anhören. Vor dem Computerzeitalter gab es Formulare in 3facher Ausfertigung. Danach wird zwar alles irgendwo digital gespeichert, allerdings 5mal ausgedruckt.

Naja, das Flugzeug startet um 12.30 Uhr, ich komme um 17.00 Uhr in Frankfurt an.

Leider habe ich Jim knapp verpasst, der von Seoul über Tokyo nach Houston und dann nach Denver fliegt.

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Heute hat mich Jim (siehe Artikel von gestern) angerufen. Er möchte sich Star Trek in Seoul noch einmal anschauen. Nochmal im Megabox aber Abends, da er gehört hat, dass der Film abends in einem größeren Kinosaal gezeigt wird, ich soll ihm die Karten besorgen, da er seine Geschäftspartner nicht noch einmal belästigen möchte. Ich habe nachgefragt, denn normalerweise hat man bei Besuchen in Korea ja volles Programm. Während man z.B. versucht, in Deutschland ausländischen Delegationen auch mal Ruhe zu geben (Delegationen aus vielen asiatischen Ländern empfinden dies dann oft als Vernachlässigung und sind beleidigt), kümmern sich nach meiner Erfahrung die Geschäftspartner in Korea und auch in China 24/7 um ihre Besucher.

Es kam raus: Jim hat vor, Kopfschmerzen vorzutäuschen und sich abends mit mir zu treffen. Eigentlich stünde ein Abendessen auf dem Programm, aber das Geschäftliche würde am Nachmittag geregelt. Hier liegt Jim logischerweise falsch. Er sollte auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen, seine Geschäftspartner näher kennenzulernen und eine persönliche Beziehung aufzubauen und natürlich gehören in den meisten asiatischen Ländern private Aktivitäten auch zum Business.

Außerdem glaube ich nicht, dass ein normaler Mensch auf den Gedanken kommen würde, ein Geschäftsessen mit westlichen Partnern abzusagen, Jim nimmt die Geschäftspartner in Korea wahrscheinlich einfach nicht ernst genug, ich frage mich oft, ob bei so einem Verhalten nicht doch einfach ein latent vorhandener, unterdrückter Rassismus vorliegt. Mit kulturellen Missverständnissen hat das auf jeden Fall nichts zu tun – oder Star Trek Fans ticken einfach anders.

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In einem Restaurant in Seoul wollten wir gemütlich zu Abend essen und ein Fläschchen Wein dazu bestellen. Wir verlangten einen für 30000 Won – Sold out. 39000 Won – Sold out. 35.000 Won  – Sold out. So ging es weiter, bis wir schließlich zum Wein fü 65000  Won (ca. 38 Euro) kamen. Ich frage mich, ob der günstige Wein auch ausverkauft gewesen wäre, wenn der Kellner gewusst hätte, dass wir 2 Bier-Gutscheine dabei hatten – und Bier bestellten wir dann auch.

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Heute ist es mir doch ziemlich kalt den Rücken runtergelaufen. Ich fahre den Computer runter, plötzlich ist der Strom weg.

Windows lässt sich plötzlich nicht mehr starten, weder im sicheren Modus noch mit der letzten bekannten Konfiguration. Das ausgerechnet während meines Koreaaufenthalts, wo ich den Laptop eigentlich jeden Tag brauche.

Schütteln hat auch nicht geholfen. Eventuell ja einfach Windows nochmal installieren? Oder nochmal schütteln? Bei Autos und Staubsaugern hilft ja manchmal ein Fußtritt.

Zum Glück hatten wir unseren ersten Computer noch vor den Zeiten von Windows 3.1 – das gute alte DOS.

Ich habe es tatsächlich ohne Handbuch geschafft, die Windows-Partition im DOS-Modus zu reparieren.

Jetzt mach ich erstmal ein neues Backup.

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Heute bin ich von Frankfurt nach Seoul geflogen.  Es gibt schon im Flugzeug einige Unterschiede zu Flügen nach China. Vor dem Essen wird (ganz nach koreanischer Gewohnheit) ein heißes Tuch gereicht. Zum Essen gab es Bibimbab (ein koreanisches Reisgericht) sowie Kimchi.  Irgendwie war auch das Unterhaltungsprogramm moderner.

Mich (und meinen Sitznachbarn aus Schweden) hat es fast vom Stuhl gehauen, als wir dann tatsächlich neben “The Rocky Horror Picture Show” auch noch Raumschiff Orion im Programm fanden.

Von dieser Trashsendung (aus den 60ern?) habe ich zwar schon viel gehört, gesehen habe ich es aber noch nie (ich gebe zu vor 20 Jahren habe ich mal eine Folge gelesen). Bei einem Requisit habe ich dann auch tatsächlich ein Bügeleisen erkannt – und irgendwann waren glaube ich auch Plastikbecher an der Decke befestigt.

Und ich frage mich, mit welcher “Technik” die Raumschlacht zwischen der Orion und den Frogs erschaffen wurde.

Gewundert hat mich auch noch am Flughafen in Incheon, dass ich mich gegen zwei Taxifahrer wehren musste, die unbedingt wollten, dass ich ca. 80.000 Won fürs Taxi ausgebe (statt 9100 Won für den Bus).

In der Hinsicht ist zumindest der Flughafen in Peking Incheon voraus, da ist das mit den Taxis recht gut organisiert.

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