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Seit letztem Wochenende sind meine zwei Freundinnen aus Deutschland zu Besuch. Nach den Flugstrapazen und den ganzen Erklärungen wie es hier in Peking so abläuft, ging es dann endlich für die beiden auf Entdeckungstour. Zuerst mit mir und Leo zusammen und später dann alleine.

Für das erste Mal in Peking und in China überhaupt, haben sie sich echt nicht schlecht geschlagen. Trotzdem sind ihnen Dinge widerfahren, die jedem Ausländer erstmal passieren, der die chinesische Sprache nicht beherrscht, und mit der chinesischen Mentalität noch nie zu tun hatte. Mir und Leo ging es am Anfang da ganz ähnlich. So zum Beispiel das Bestellen von Speisen in einem chinesischen Restaurant.

Sicher und selbstbewusst wählten beide ein Restaurant mit englischsprachiger Speisekarte und Bildern von den jeweiligen Gerichten. Sie bestellten zwei Gerichte, eines mit Schweinefleisch und ein anderes mit Hühnchen. Bis dahin lief wohl auch alles super, aber dann kam die große Überraschung. Das Essen war für beide ungenießbar! Es muss wohl echt so übel gewesen sein, dass beide sich entschieden – trotz Bärenhungers- ihren Reis trocken zu essen, da selbst die Soße nicht geschmeckt haben soll.

Eigentlich denkt man als Europäer, dass man mit der Wahl eines Schweine- und Hühnerfleischgerichtes wirklich „nicht viel falsch machen kann“. Nach so einem Erlebnis in Peking, weiß man: „Hier in China schon“. Die Chinesen haben halt die Angewohnheit, z.B. alles von einem Hühnchen zu verarbeiten: Neben einem Hühnerfuß und den ganzen Knochen an denen dann noch das Fleisch hängt, schwimmt auch der Hahnenkamm mit im Essen rum. Und der Schnabel darf natürlich auch nicht fehlen. Allerdings weiß ich wirklich nicht, ob das, was meine beiden Freundinnen da serviert bekommen haben, auch wirklich das war, was beide bestellt hatten. Es sieht wirklich merkwürdig aus. In den angehängten Fotos könnt ihr euch selber überzeugen. Ich für meinen Teil hätte ich es nicht mal gekostet! Das angebliche Hühnchen war frittiert (ganz nebenbei, das mögen die Chinesen sehr) und soll wie Gummi geschmeckt haben. Auch sollen komische, längliche Teile darin gewesen sein, die wie kleine Beine oder Schwänze ausgesehen haben. Sicher kann man sich da nie sein. Vielleicht kennt ja einer von Euch eines oder beide Gerichte und kann mir vielleicht sagen, was das war. Ich weiß es echt nicht.

Essen Nr. 34 und 25 bitte! (3)

Essen Nr. 34 und 25 bitte Essen Nr. 34 und 25 bitte! (2)

Ich bin mal wieder in Deutschland. Ein Kulturschock ist das zwar nicht, allerdings muss man sich schon an einiges gewöhnen:

  • die Leute reagieren auf ein 对不起 (duibuqi, chines. für Entschuldigung) ziemlich unverständlich (das Problem gibt es nur während der ersten paar Stunden in Deutschland, dann ist das Gehirn wieder ganz auf deutsche Sprache eingestellt)
  • die Verpackung der Milka-Schokolade hat sich geändert (soll so angeblich besser schmecken)
  • die Postfiliale ist jetzt im Dönerladen und wird von einer Frau bedient, der man ihre Unsicherheit bei der Bedienung der Kasse deutlich anmerkt
  • das y ist jetzt ein z und umgekehrt (auf der Tastatur)
  • die Bedienung bei der örtlichen Bäckerei ist ungewohnt höflich
  • die Kellner(innen) brüllen nicht durch das ganze Restaurant
  • das Internet ist plötzlich so schnell
  • rote Ampeln werden von den meisten Leuten beachtet
  • Taxis gibt es fast nur an Bahnhöfen, sonst muss man die tatsächlich vorher anrufen

In den nächsten Tagen gibt es hier bestimmt noch eine Menge Ergänzungen.