Heute bin ich mal wieder Bus gefahren. Der Motor ging plötzlich aus und anscheinend war die einzige Möglichkeit, den Bus wieder zu starten, dass die Fahrgäste den Bus anschieben. Die gaben sich anfangs recht unwillig, der Fahrer versicherte aber, dies käme öfters vor und habe bisher immer geklappt. Alle haben sich erstmal unsicher angesehen, bis ich als einziger Ausländer eben mal mit dem Schieben angefangen habe. Das war dann doch zuviel. Die chinesischen Fahrgäste halfen dann doch fleißig einer nach dem anderen und die Fahrt konnte weitergehen.

Busfahrten in China sind schon manchmal etwas anders. Gut, den Bus musste ich bisher erst 3 mal anschieben helfen. Zwei mal in Peking, das war recht harmlos, das dritte mal in Tibet, ungefähr einen halben Meter tief im Schlamm steckend. Das war weniger angenehm.

Auf viel befahrenen Strecken ist Bus fahren sehr stressig. Die Busse sind voll, man hat keinen Sitzplatz, der Busfahrer gibt immer zuviel Gas und bremst zu scharf, man wird oft hin und her geschüttelt (mal die Strecke von Wudaokou zum Sommerpalast probieren). Das Gejaule des Lautsprechers, der die Haltestellen ankündigt ist nervig. Die Schaffnerin, die die Fahrkarten im Bus verkauft und kontrolliert ist wirklich nicht um ihren Job zu beneiden.