November 2008
Monthly Archive
Fri 7 Nov 2008
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China Allgemein ,
Erlebnisse in ChinaComments Off on Handwerker Teil 3
Ja, sie waren wieder da. Die T�r ist repariert. Zwar l�uft sie weiter etwas schwer, aber die elektronische Sperre geht. Mit der richtigen Karte �ffnet sich die T�r sogar. Und auch eine Leiter hatten sie dabei. Allerdings hat der Handwerker nach der Reparatur betont, dass wir die T�r besser nicht permanent entriegeln, sondern immer dann, wenn jemand rein will, die T�r kurz mit der Karte entsperren sollten. Hintergrund sei wohl, dass der T�rbolzen bei permanenter Entriegelung wieder kaputt gehen kann. Anstatt sich aber diesem Problem anzunehmen, empfahl er allen ernstes, dass man die Leute reinlassen soll, wenn es klopft. D.h., nun muss immer ein Mitarbeiter aufstehen, die T�r von innen �ffnen. �u�erst effizient. Ab morgen suchen wir eine andere Handwerkerfirma.
Leo.
Thu 6 Nov 2008
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China Allgemein ,
Erlebnisse in ChinaComments Off on Deutschkurs in Peking
Aufgrund eines von der Firma angeordneten Seminars hat eine meiner Mitarbeiterinnen ihren Deutschkurs verpasst. Als Kompensation versprach ich Ihr, das ich die Stunden mit ihr nachhole…aber holla die Waldfee. Deutsch ist ja wirklich eine schwere Sprache, vor allem, wenn man sie erkl�ren soll. Bei den meisten grammatischen Regeln konnte ich nur sagen, dass ich sie benutze…aber die Regeln dazu erkl�ren?
Wir haben uns deshalb vermehrt um Konversation und Lesen gek�mmert. Das war ein Spa�, das chinesische Lernbuch ist wohl von einem Witzbold geschrieben worden. Heute gab es folgende Dialoge:
Kellner:�� Guten Tag, was darf ich Ihnen bringen?
Gast:������� Erst einmal die Karte!
Kellner:�� Oh, Entschuldigung
Weiterhin interessant war eine Aufz�hlung der wichtigsten Lebensmittel in Deutschland: Kartoffel, Steak, Milch, Brot, Apfel und Hirn. Ja, richtig geh�rt. Auf einer Zeichnung im Lehrbuch war neben einem Apfel und anderen Lebensmittel auch ein Hirn aufgezeichnet. Zu dem hatte der Spa�vogel das Hirn auch in einen weiteren Dialog eingebaut. Die Kollegin ging wirklich davon aus, dass Hirn in Deutschland weit verbreitet ist. Aber nun der Dialog mit meines Erachtens brilliantem Humor:
Kellner:� Guten Tag, was wollen sie essen?
Gast 1:�� F�r mich ein Schnitzel mit Pommes und Ketchup und ein Bier.
Gast 2:�� F�r mich auch ein Bier, und haben Sie Hirn?
Kellner:� Ja, aber nicht zum essen. Bitte bestellen Sie etwas aus der Speisekarte.
Gast 2:�� Dann bitte eine Gem�sepfanne.
Aber auch die Aussprachefehler der Kollegin sind toll. Schweinebraten h�rt sich wie Schweizerbraten an. Ob wohl meine eigene Sprachlehrerin auch so viel Spa� an meiner Aussprache hat?
Leo.
Sun 2 Nov 2008
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China Allgemein ,
Erlebnisse in ChinaComments Off on Einer von 9 Millionen
There are 9 million bicycles in Beijing, that�s a fact, it�s a thing we can�t deny, like the fact that I will love you till I die… aber es geht auch anders…
There are 9 million bicycles in Beijing, that�s a fact, and they all have no light, so let�s hope that one day they will not die… so �hnlich k�nnte man Katie Melua Lied umdichten.
Die fahren hier wirklich alle ohne Licht. Und in der Zwischenzeit ist es ja nur noch von 7 Uhr morgens bis 5 Uhr abends hell. Der Markt f�r Fahrradlichter k�nnte boomen, aber es schert sich keiner drum. Habe mal geh�rt, dass Fahrradlichter sogar verboten sind, um Autofahrer nicht zu irritieren, aber das halte ich f�r ein Ger�cht. Ich war bis vor kurzem �brigens der einzige der 9 Millionen mit Licht. Aber mein R�cklicht ging verloren, und mein Vorderlicht wurde geklaut. Es war an den Fahrradkorb angeschraubt, der Dieb hat sich nicht mal die M�he gemacht, es abzunehmen. Er hat es rausgerissen, so dass mein Korb nun ein kleines Loch hat. Aber warte nur, nun bist du der einzige mit Licht. Eines Abends sehe ich dich, und dann ist es wieder meins. Bis dahin hoffe ich, dass mich kein Auto �bersieht.
Leo.
Sat 1 Nov 2008
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China Allgemein ,
Erlebnisse in ChinaComments Off on Melancholische Karaoke S�nger
Freitagabend mit den Kollegen in einer Karaoke Bar im Nordosten Beijings. Das Bier floss reichlich, und die von der Firma gesponserten Weinflaschen wurden in kleine Gl�ser gegossen, um dann ‘Ganbei’, d.h. auf Ex, getrunken zu werden. In geregelter Reihenfolge singen alle Kollegen ihre Lieder herunter.
Ich bin �berrascht. Zum einen von den eindeutig sehr guten Gesangsk�nsten fast aller Kollegen und Kolleginnen, aber auch von der Traurigkeit der Lieder. Nat�rlich verstehe ich nur wenig vom Inhalt, aber alleine schon die Stimmung zeigt, dass sich hier Leute vor Kummer die Seele vom Leib singen. Unterst�tzt wird das ganze durch die Videos, die zu jedem gesungen Lied auf dem Fernseher laufen. Sch�ne, einsame Frauen, die in gro�en Wohnungen sitzen und weinen, weil ihr Geliebter nicht da ist. Die Z�gen hinterher rennen, am Hafen weinen, oder schluchzend sich im Park niederlassen. Dazu M�nner, die vor ihrem Klavier zusammenbrechen, die ihre Wohnungseinrichtung zertr�mmern, auf den Knien sitzend mit den H�nden auf den Boden schlagen. Den ganzen Abend gibt es, mit Ausnahmen wenn wir Ausl�nder einen der wenigen englischen Lieder singen, keine Stimmungslieder. Zwar haben die traurigen Lieder keinen Einfluss auf die Laune der Kollegen, aber meine Neugier war geweckt. 2 oder 3 Kollegen, die noch ansprechbar waren, wurden von mir gefragt, warum die ganzen Lieder alle so traurig sind. Als Antwort erhielt ich, dass vor allem chinesische Frauen in der Liebe alles geben w�rden – und somit bei einer unvollkommenen Liebe der Schmerz umso gr��er sei. Ein weiterer meinte, dass die Chinesen ihr ganzen Leben ja nach Harmonie streben – aber eine Liebe ohne guten Ausgang ist das genaue Gegenteil davon, und deshalb so schlimm und singenswert. Ein dritter sah es etwas pragmatischer: “Wir m�gen einfach das Gef�hl der Traurigkeit”
Leo.
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