Nach einem fast 4-st�ndigen Flug von Hainan nach Peking, kamen wir sp�t abends dann wieder an. Und dann das �!

Ich meine, ich habe ja schon einige dreiste Chinesen erlebt, die einen als Ausl�nder einfach �bers Ohr hauen m�chten, aber das war wirklich die Kr�nung. Ich k�nnte mich jetzt noch aufregen, wenn ich nur daran denke. Echt frech!!!�

Leo und ich wollten einfach nur ein Taxi und nach Hause. Gut, die Schlange, die vor uns auch auf ein Taxi wartete, war lang, aber es ging trotzdem z�gig vorw�rts. Was passierte? Nat�rlich, dass was einem Ausl�nder so h�ufig in China geschieht, man wird von �Schwarztaxifahrern� angesprochen, die einen fahren m�chten. Nachdem wir den Preis von 200 Kuai geh�rt hatten, f�r eine Strecke, die mit dem normalen Taxi normalerweise um die 60 bis 70 Kuai kostet, lehnten wir selbstverst�ndlich ab und gaben dem Typen noch auf Chinesisch zu verstehen, dass er wohl nicht ganz richtig im Kopf ist. O.K. Soweit so gut. Was soll ich sagen, 2 Minuten sp�ter war wieder einer da, der uns ebenfalls f�r 200 Kuai fahren wollte. Irgendwie hab ich die Taktik, die die Jungs dort verfolgt haben nicht ganz verstanden. Entweder wir sahen wie die geboren Touristen aus (gut, wir hatten Rucks�cke auf), denen nur oft genug der total �berh�hte Preis von verschieden Leuten gesagt werden muss, damit wir einwilligen, oder man hielt uns wirklich f�r komplett bescheuert. Ich wei� es nicht. Jedenfalls h�rte dieser Typ echt nicht mehr auf, auf uns einzureden. Selbst als wir ihm zu verstehen gaben, dass wir momentan in Peking wohnen und durchaus die regul�ren Taxipreise hier kennen, lachte dieser nur und fing dann auch noch an sich mit einen anderen Freund �ber uns lustig zu machen, so als ob unsere Preisvorstellung so was von absurd w�re. So ein Spinner!!!�

Ich wei� nicht, vielleicht h�tte ich mich als �normaler� Tourist durch die Masche dieses bl�den Typen wirklich verunsichern lassen. Keine Ahnung. Fakt ist, dass wir als einziges Ausl�nderp�rchen in dieser Schlange standen, und auch nur wir gefragt wurden.

Freitag ging es dann weiter auf Hainan, genau genommen nach Sanya. Hier hatten wir mit dem Wetter leider nicht so viel Gl�ck wie zuvor. Klar es war warm, aber bei unserer Ankunft hat es erstmal in Str�men geregnet. Die n�chsten Tage waren dann eher bew�lkt, nur am letzten Tag kam die Sonne sch�n raus. Sp�testens jetzt konnten wir erkennen, dass es sich bei Hainan, doch um eine sch�ne kleine Insel handelt. Mit dem Urwald im R�cken und dem glitzernden Meer vor uns haben wir den letzten Tag am Strand noch mal so richtig sch�n genossen. Einfach herrlich!!!

Da Leo und ich auf Hainan eher relaxt haben, kann ich bis auf zwei Sachen, die mir besonders aufgefallen sind, nichts Spektakul�res berichten.
Zum einen die Taxifahrer, die sich oft gestr�ubt haben ihre Taxometer anzumachen und lieber �ber den Fahrpreis verhandeln wollten, und dabei manchmal echt dreiste Preise verlangten. Zum anderen die Motorr�der am Sanya Bay, die einen f�r 1 Kuai am Strand entlang fahren wollten. Das war vielleicht nervig! Wir wollten einfach nur gem�tlich einen Strandspaziergang machen und wurden wirklich alle paar Minuten mit lauten Knatterger�uschen gefragt, ob wir nicht lieber fahren m�chten. Selbst als wir uns auf einer kleinen D�ne niedergelassen hatten, konnten uns die Motorradfahrer nicht in Ruhe lassen. Sie konnten und wollten einfach nicht verstehen, dass wir gerne am Strand entlang laufen und einfach nur unsere Ruhe haben wollen.

�Unsere nervigen Motorradfreunde!

Oh man, Yangshuo ist echt genial. Wir wohnen gerade in einem kleinen s��en Hotel namens �Sweet Hotel� (�brigens sehr empfehlenswert; sauber, eigener Computer mit Internetzugang, man kann seine W�sche waschen lassen und ganz wichtig in Yangshuo: Man kann ruhig schlafen). Dieses liegt sehr zentral, nicht weit von der bekannten �West Street� entfernt.

Die Landschaft um den Yulong River und dem Jinbao River ist echt ein Traum. Karstberge und Reisfelder soweit das Auge reicht, kleine s��e D�rfer, Bambusboote und Wasserb�ffel. Leo und ich haben alles mit dem Fahrrad erkundschaftet. Super schwei�treibend, aber sch�n. Neben einem schmerzenden Hintern und einer wirklich romantischen Bambusflohsfahrt sollten wir sogar in einem kleinen Dorf Wegezoll zahlen. Echt der Hammer! Nachdem wir uns versichert haben, dass es sich bei diesem Weg auch um den richtigen handelt, zahlten wir halt. Das Geld dient angeblich zur Erhaltung des Dorfes. O.K. Als wir dann aber durch das Dorf fuhren, erkl�rte uns ein Bauer nach nochmaligen Fragen nach dem Weg, das diese eingeschlagene Richtung v�llig falsch ist, um an unser Ziel zu kommen. Wir mu�ten umdrehen und wieder zur�ck fahren. Unser Geld haben wir nat�rlich nicht zur�ckbekommen.��

Ja, ja ich wei� schon � that�s china!!! Selbst wenn es sich nur um ein kleines Dorf irgendwo in der Umgebung von Yangshuo handelt.

Karstberge von Yangshuo,� Wasserb�ffel,� Yulong River,� Sonnenuntergang,� Der Wegezoll

Am darauf folgenden Dienstag (30.09.08) ging es dann fr�h von Guilin per Boot nach Yangshuo. W�hrend der 4-st�ndigen Fahrt hatten wir und nat�rlich auch viele andere Chinesen die Gelegenheit die sch�ne Landschaft zu genie�en. Obwohl, am Anfang kam ich gar nicht richtig zum Genie�en. Ich war meist nur damit besch�ftigt mich mit unterschiedlichen Familien und deren Angeh�rige oder Freunde (und das k�nnen wirklich sehr viele sein) fotografieren zu lassen und zu unterhalten. Klar das ist zuweilen auch ganz nett (die Chinesen sind wirklich sehr interessiert was Ausl�nder angeht), aber die unterschiedlichen chinesischen Dialekte machen ein Verst�ndnis echt schwer. Leo und ich mu�ten letztendlich feststellen, dass die Kinder sich am meisten M�he gegeben haben mit uns zu reden. Sie haben nicht nur Hochchinesisch, sondern auch langsam und deutlich gesprochen. Manchmal haben sie auch versucht mit uns Englisch zu sprechen, was sie momentan in der Schule lernen. Danach waren sie und auch ihre Eltern immer ganz stolz, wenn wir sie verstanden und ihnen geantwortet haben.

Der Elephanten H�gel in Guilin

Li-Flu�fahrt mitten durch die wundersch�ne Karstlandschaft.

Wie wurde unser Essen �berhaupt zubereitet? Hier die Anwort.

Auch wenn laut offizieller Statistik in China es keine Armen gibt – hier in Guilin sieht man sie verstaerkt. Waehrend in letzter Zeit in Beijing ja fast alle Bettler oder kleine Kinder, die etwas verkauft haben, verschwunden sind, so ist dies in Guilin nicht geschehen.

Holly und ich sind uns immer unsicher, wie wir uns verhalten sollen. Helfe ich nun mit einer Spende, oder sorge ich nur dafuer, dass sich der Bettler mit dieser Situation zufrieden gibt? Und was wuerden die Kinder machen, wenn sie nicht versuchen wuerden, an Touristen Blumen oder anderes Zeug zu verkaufen – wuerden sie stattdessen zur Schule gehen, oder nur Rumsitzen? Es gibt doch das Beispiel aus einer Stadt in Indien oder Pakistan – dort werden 80% aller Fussbaelle weltweit hergestellt. Als die renommierten Hersteller eine Initiative ergriffen, dass nur noch ueber 14 jaehrige bei ihnen arbeiten duerfen, und diese eine Schulausbildung machen muessen, hatte dies auf die Gesundheit der anderen Kinder keinen Einfluss. Diese arbeiteten von nun an in Bergwerken….

Sicher, als erstes muss der Staat bei solchen Sachen eingreifen – oder bei noch grausameren Dingen. Es ist zwar nur eine Geschichte, ich weiss nicht, ob es wahr ist, aber vorstellbar ist es. Man sieht in den Strassen oefters entstellte Bettler, deren Beine in vers. Richtungen gewachsen sind, deren Koerper verdreht sind. Sind das Missbildungen, Unfaelle? Eine Kollegin erzaehlte mir, dass es in China eine Mafia gibt, welche Kinder entfuehrt, die keiner vermissen wird. Diese werden, noch als kleine Kinder, entstellt, die Beine gebrochen, oder sonstiges grausames angetan – mit dem Ziel, dass diese zu bemitleidenen Menschen mehr Geld beim Betteln einsammeln als andere. Was natuerlich nur zu einem Bruchteil an sie selbst geht. Doch wenn es wahr waere – wen unterstuetzt man dann mit einer Spende? Aber wenn man nichts gibt, sich also das “Geschaeftsmodell” nicht mehr lohnt – was wird dann wohl mit diesen Menschen gemacht werden? Seit im ZDF mal ein Bericht kam, in dem es um Zwangsentfuehrung von Frauen geht, welche
dann in entlegenen Provinzen fuer 500 Euro an Bauern verkauft werden, welche selber keine Frauen finden – seit dem glaube ich leider, dass sehr viel negatives hier auch geschieht. Und ob der Wille zur Bekaempfung da ist – ich weiss es nicht. Die Abteilung zur Bekaempfung der Zwangsverheiratung bestand aus einem Oberkommissar – wie gross wird dann wohl die Abteilung sein, sich um misshandelte Kinder zu kuemmern, die eh nicht gesucht werden?

Leo.

Am Sonntag �ging es gleich los. Vom Hotel aus mit dem Bus nach Longsheng, die bekannten Reisterrasen in der Naehe von Guilin. Nach ca. 2 Stunden Fahrt ist man angekommen, und faehrt mit Kleinbussen die steilen Berge hoch. Von dort aus sind es noch ca. 30 Minuten Fussmarsch bis zum Gipfel. Oben angekommen, hat man einen wahnsinnigen Ausblick auf die umliegenden Berge. Ueberall Reisfelder, auch wenn sich die Bewohner des Dorfes wohl in der Zwischenzeit mehr vom Tourismus ernaehren. Das wandern dort macht grossen Spass. Vor allem die Holzhaueser sehen sehr schoen aus. Dazwischen sitzen oft alte Frauen, basteln traditioenelle Schuhe oder verkaufen kleine, gestickte Tuecher. Das Dorf ist nur zu Fuss zu erreichen, d.h. alles muss von Hand hoch geschleppt werden. Am gebeugten Gang der Bewohner ist der entbehrungsreiche Alltag zu erkennen. Einige Touristen lassen sich von alten Maennern in Saenften hochtragen, oder alte Frauen tragen die Rucksaecke der Backpacker. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das gut finden sollte – aber haetten sie denn eine andere alternative Einnahmequelle? Ich fuer mich selbst lasse mich aber weder hochtragen, noch mein Gepaeck abnehmen.

Im Dorf angekommen, gibt es dann leckeren Reis, der in Bambusroehren gekocht wird. Dazu angeblich lokalen Fisch (aber wo in den Bergen gibt es eigentlich Fische) sowie Bambussprossen und Huhn aus dem Dorf. Total lecker.

Wir haben uns einer chinesischen Reisegruppe angeschlossen und verstehen kaum ein Wort. Allerdings schnappen wir auf, dass als erstes ein franz�sischer Entdecker die Begegnung mit diesem Dorf dokumentierte. Vorher lebten sie mehr oder weniger in totaler Isolation. Die Bewohner scheinen� sich auch sonst von den anderen Chinesen zu unterscheiden. Sie sind noch kleiner, die Sonne hat ihre Haut gegerbt, und die Frauen tragen grosse Ohrringe, welche die Ohrlaeppchen erschweren, und das gesamte Ohr lang ziehen. Das Dorf ist aufgrund der Touristenstroeme jetzt nicht mehr von der Aussenwelt abgeschlossen, es gibt nun Elektrizitaet, warmes Wasser und Internet. Auch kann�ueberall Red Bull�gekauft werden – allerdings hat es keine Fluegel verliehen, wir mussten auch zurueck laufen.

Leo.

Die Longji Reisterassen, Reis und H�hnchen im Bambusrohr

 

 

In Guilin angekommen, ging es geradewegs ins Hotel. �ber Hollys Bekannte gebucht, echt chinesisch, echt g�nstig mit 100 RMB/Nacht, und recht zentral gelegen. Ausl�nder buchen wohl nicht so oft ein, wir wurden freudig begr��t. Ein nach� chinesischen Reisschnaps “Baijiu” riechender, ca. 1.45 Meter gro�er Hotelangestellter (wir nennen ihn nur freundschaftlich unseren Gnom) wollte uns das Zimmer zeigen. Eifrig erkl�rte er uns das �ffnen und Schliessen der T�re mittels elektronischer Karte. Im Zimmer angekommen, f�hrte er uns schnurstracks in das kleine Bad und erl�uterte den Wasserhahn. Aufmachen = kommt Wasser. Nach links drehen = warmes Wasser. Schwups ging es weiter zur Badewanne, in der er zeigte, wie man vom Wasserhahn zur Duschbrause umstellt. Die Erl�uterung der Toilette haben wir verneint. Nach Erl�uterung des TV (inkl. Fernsteuerung) und der Lichtanlage verlie� uns der Gnom wieder. Nicht ohne zu erl�utern, dass es im Hotel kein Fr�hst�ck gibt – aber das das Fr�hst�ck links vom Hotel schlecht ist, aber fuer 3 Yuan es rechts vom Hotel ein gutes Fr�hst�ck gibt. Da aber beide nicht sehr vertrauenserweckend aussahen, haben wir uns am Morgen nur von Snickers ern�hrt.

Leo.

Das Urlaubsfieber hatte uns schon die ganze Woche gepackt. Gestern, am Samstag sollte es losgehen. Erst Flug nach Guilin, dann 3 Tage spaeter noch Yangshuo und zum Schluss noch nach Hainan. Kultur, Wandern, Ausspannen, und mal so sehen, was China so zu bieten hat.

Aber gleich am Samstag ging es nach hinten los. Beim Kauf der Tickets sagte man uns schon: Seit bitte 2 Stunden vor Abflug da. Das haette aber bedeutet, um 5.15 am Flughafen zu sein…, d.h. um 4 Uhr aufstehen. Da es sich nur um einen Inlandsflug handelte, dachten wir, 1 Stunde reicht auch aus. Haette auch gereicht, wenn wir etwas gedraengelt haetten. So aber waren wir 42 Minuten (6.33 Uhr) vor Abflug am Check-In-Schalter – Air China verlangt aber 45 Minuten vorher. Somit sagte die Dame nur “guan le” (geschlossen) und schickte uns weg. Null Toleranz, kein Verstaendnis, keine Gnade. Wenigstens ging es nicht nur uns so, die Stimmung wurde lauter und aggressiver. Insbesondere die Chinesen agierten lautstark. Wir verstanden Vorwuerfe wie “wenn ihr so langsam arbeitet, ist es nicht unsere Schuld”. �Aber es half nix. Letztendlich konnten wir gegen Aufpreis unser Ticket noch tauschen. Nachdem das Ticket ausgestellt wurde, hat man uns dann erst eroeffnet, dass der Flug ueber Xian geht – also einmal landen und starten mehr. Mir ist unverstaendlich, dass einem so etwas erst gesagt wird, nachdem man das Ticket gekauft hat. Aber egal. Ca. 10 Stunden spaeter ging der Flug dann ueber Xian nach Guilin.

Im Flugzeug nach Xian ging der Stress weiter. Die Bedienung fragte nur mich und meinen Sitznachbarn, ob wir etwas trinken wollen. Holly wurde nicht gefragt. Als sie nachhakte, sagte man ihr bissig “one by one”. Es handelt sich wohl um ein ausgekluegeltes System, das man aber nicht verstehen muss. Der eine der beiden Bedienungen bedient jeweils auf beiden Seiten die aeusseren Passagiere, waehrend der hintere die beiden auf der Innenseite bedient. Somit bediente einer 2, der andere 4 Leute. Verstehe das einer, wer will. Die Aufteilung nach rechts/links klingt sinnvoller. Aber Air China wird sich wohl was dabei gedacht habe. Diese kleine Meinungsverschiedenheit sollte aber noch weitergehen. Nach dem Start aus Xian kam das Abendessen. Als einzige wurde Holly gefragt, was sie essen will. Huehnchen oder Rind. Holly entschied sich fuer Huehnchen und bekam auch als Erste das Huehnchen serviert. Ob das nun als Wiedergutmachung gedacht war oder als Rache (war etwas Besonderes im H�hnchen drin?) wissen wir nicht. Denn kurz darauf bekamen alle das Essen – und fuer jeden gab es wahlweise Huehnchen oder Rind. Holly hat vorsorglich nur die abgepackten Sachen gegessen.

Leo.

Oft regt man sich ja auf, dass das eigene Leben zu wenig Abwechslung bietet. Routine hat die �berhand genommen, oder noch besser, jeder Tag ist der gleiche. Wie im Film “und t�glich gr��tt das Murmeltier”. Aber so geht es mir auch oft, wenigstens auf meinem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad.

So passiere ich t�glich die erste Bushaltestelle. An der Bushaltestelle arbeitet Fr. Ma. Ich kenne ihren Namen nicht, aber nun nenne ich sie so. Fr. Ma ist, zusammen mit 2 anderen Frauen, Bushaltestellenw�rterin. D.h., sie fragen jeden Passagier, wohin er mit welchem Bus fahren will. Wenn dann ein Bus ankommt, so wird dieser entweder mit roten Fahnen herangewunken, oder ihm wird angedeutet, gleich weiter zu fahren. Weiterhin ist Fr. Ma noch f�r die Sauberkeit der Bushaltestelle zust�ndig, so dass sie regelm��ig die Wartegitter mit einem Lappen abwischt. Fr. Ma kennt mich in der Zwischenzeit und gr��t freundlich. Heute hat sie mich sogar durch Regenjacke und Hose hin erkannt. Interessant ist, dass es bei der n�chsten Bushaltestelle, ca. 500 Meter weiter, keine Bushaltestellenw�rter gibt.

Ca. 1 Kilometer weiter biegt eine Nebenstrasse in den 4ten Ring ein. Wenn ich p�nktlich zum Chinesischunterricht um 7 Uhr erscheine, passiere ich diese Stelle gegen 6.39 Uhr. Dort biegt dann meistens Hr. Dan ein, ein Dreiradfahrer mit Transport von Unmengen an Eiern, welche er in Plastikboxen transportiert. Ich wundere mich immer wieder, wo er die alle herholt, aber wahrscheinlich halten in Beijing mehr Leute H�hner als man glaubt. Sollte ich mal nicht zum Unterricht kommen und ca. 1 Stunde sp�ter diese Stelle passieren, treffe ich oft Hr. Baou. Dieser transportier Brot in eine B�ckerei, und sein Dreirad ist bereits motorisiert. P�nktlich ist er aber auch immer. Kurz darauf passiere ich die n�chste Bushaltestelle, wo jeden Tag die gleichen Bushaltestellenw�rter stehen. Nach einem Linksabbieger in die Liangmaqiolu trifft man meist auf Hr. Xi, dieser ist Toilettenw�rter auf der �ffentlichen Toilette. Meistens sitzt er dort zusammen mit einem Polizisten und guckt auf die Strasse. Seit Olympia haben seine Besucherzahlen sicher abgenommen, vor allem morgens gegen 7 Uhr. Nach kurzer Weiterfahrt erscheint mein Lieblingsstra�enshop, welcher leider vor Olympia geschlossen wurde. Nirgendwo gab es so gutes Fladenbrot mit Spiegeleif�llung. Den chin. Namen habe ich nie gelernt. Kurz darauf bin ich dann an meiner Sprachschule angekommen, und sp�testens hier h�rt die Routine auf – neue Schriftzeichen und W�rter dr�hnen hier immer auf mich ein.

Leo.

Jetzt sind nun auch die Paralympics vorbei und irgendwie habe ich das Gef�hl, dass Peking wieder zu seinem alten Zustand zur�ckkehrt.

Es herrscht wieder Chaos auf den Strassen, seit 20. September k�nnen wieder alle Autos in Peking fahren. Nun gibt es jeden Tag zu bestimmten Stosszeiten wieder endlose Staus. Auch die ganzen freiwilligen Olympiahelfer, die immer am Stra�enrand gesessen haben, um jeden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen,�sind verschwunden. Daf�r sind aber die unz�hligen Wanderarbeiter wieder zur�ck – die Baustellen haben wieder ihren Betrieb aufgenommen. Irgendwie glaube ich, hat auch das Gedr�ngel, Geschupse und Gespucke wieder zugenommen. Selbst Ampeln, die vorher neu errichtet wurden, sind wieder verschwunden.

So ging es mir letztens bei der Dongsishitiao U-Bahn Station. Ich kam aus der U-Bahn�und ging zielstrebig in die Richtung der neuen Ampel, um die breite Strasse, die sonst durch einen wei�en Stahlzaun getrennt wird, zu �berqueren. Und was war? Ja, nichts war! Ich kam mir vor wie im Film. Die Ampel war einfach weg, und der wei�e Zaun wieder da, so als ob nichts gewesen w�re. Jetzt muss ich wieder durch die Unterf�hrung durch, wenn ich auf die andere Stra�enseite m�chte. Puuuhh…

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