Ich werde oft gefragt, wie man Suchmaschinenmarketing f�r eine chinesischsprachige Webseite macht. Klar, Marktf�hrer unter den Suchmaschinen in China ist nicht Google sondern Baidu. Nat�rlich ver�ffentlichen Suchmaschinen ihre Ranking-Kriterien nicht, weswegen es unm�glich ist, den ultimativen Tip zu geben. Wobei der beste Tip wohl lautet: Bauen Sie Ihre Webseite f�r Benutzer auf und nicht f�r Suchmaschinen.

Wer den folgenden Richtlinien folgt, kann zumindest mal nichts falsch machen.

Unterschiede Baidu – Google

  1. Datei- und Domainname scheinen bei Baidu einen gr��ere Rolle zu spielen als bei Google
  2. F�r die meisten westlichen Suchmaschinen spielen die Metatags (vom title-tag ausgenommen) kaum eine Rolle. Bei Baidu scheinen sie noch wichtiger zu sein.
  3. Interne Links und der Linktext in diesen Links scheinen bei Baidu eine gr��ere Rolle zu spielen als bei Google
  4. Bei Google und Baidu sind eingehende Links das wichtigste Rankingkriterium. Bei Google spielen die Qualit�t der Links eine gr��ere Rolle als bei Baidu, wo anscheinend die Quantit�t noch wichtiger ist.

Irgendwie scheint es so, dass man f�r Baidu noch etwas “old-fashioned” SEO betreiben muss.

Noch ein paar Tips f�r Unternehmen, die eine chinesische Webseite m�chten

  • Nicht beim �bersetzer sparen. Man sollte einen erfahrenen �bersetzer beauftragen und die �bersetzung im Zweifelsfall noch von einem Fach-Experten lesen lassen. Am besten ist sogar ein Probelesen durch einem Muttersprachler der Ursprungssprache, der chinesisch kann.
  • Mann sollte eine cn-Domain verwenden. Im Gegensatz zu de-Domains k�nnen diese auch von ausl�ndischen Unternehmen ohne einen chinesischen Admin-C registriert werden
  • Wer ausschlie�lich Kunden aus China anspricht sollte die Webseite auch in China hosten, dabei aber nicht zu sehr beim Webspace sparen. Viele Unternehmen geben tausende von Euro f�r die Webseite aus und beim Webhosting wird wegen 10 Euro im Monat der billigere Anbieter genommen. Dies kann dazu f�hren, dass die Webseite zu langsam abrufbar ist, vor allem au�erhalb Chinas oder wenn der Webhoster irgendwo in der Provinz hostet.
  • Wer in China hostet muss die Webseite bei den Beh�rden registrieren lassen.

Wer zus�tzlich eine englische Version der Webseite hat, sollte diese im Ausland hosten. Es kann sonst gut sein, dass die Ladezeiten f�r Besucher au�erhalb Chinas einfach zu lang sind.

Die Regeln f�r die Visavergabe werden anscheinend wirklich immer strenger ausgelegt, auch in Hongkong, wo bisher alles recht l�ssig gehandhabt wurde.
Bisher ging zum Beispiel ein F-Visum f�r mehrere Monate ohne Probleme mit einem Einladungsschreiben der Firma.
Jetzt ben�tigt man f�r ein F-Visum, das mehr als einen Monat g�ltig sein soll, zus�tzlich eine Einladung des “Ministerium f�r Arbeit und soziale Sicherheit”.
Das ist ziemlich nervig, vor allem bei kurzzeitigen Aufenthalten z.B. einem Praktikum.
Entweder haben zuviele Unternehmen die bestehenden Regeln zu sehr misbraucht und die Regierung will dem einen Riegel vorschieben oder die chinesischen Beh�rden legen die bestehenden Regeln im Vorfeld der Olympischen Spiele einfach strenger aus.

Es gab (nat�rlich) keine offizielle Best�tigung, weshalb youtube.com in China vor 2 Wochen in China geblockt wurde

Es gab Spekulationen, dies hinge mit dem 17. Parteitag der Kommunistischen Partei zusammen, der in China alle 5 Jahre abgehalten wird und ein wichtiges Event in China darstellt. Dieser Parteitag wurde vor kurzem beendet.

Oder war die Tatsache, dass youtube eine chinesische Version gestartet hat., der Grund f�r die Blockierung? Youtbube Taiwan ist ebenfalls wieder erreichbar.

W�hrend die chinesische Zensurbeh�rde anscheinend wieder Gefallen an youtube gefunden hat, wurde der Blogger-Service blogspot.com wieder zensiert.

Wikipedia ist seit l�ngerer Zeit gesperrt, meistens wird nur die IP-Adresse blockiert, die Inhalte �ber China allerdings zus�tzlich �ber einen Wortfilter, so dass sie auch nicht �ber Proxyserver erreichbar sind.

Die chinesische Regierung verhindert bereits seit langem den Zugang zu Seiten, deren Inhalte es als sch�dlich einstuft, seien es politisch sensible Inhalte wie die Unabh�ngigkeit Taiwans oder Tibet, Seiten von religi�sen Kulten oder pornographische Inhalte.

Bei manchen Kundenbesuchen f�llt es mir schon schwer, ruhig zu bleiben. Ich betreue einen Kunden ab und zu mal auch in Sachen Netzwerk und Internetsicherheit. Was Internetsicherheit angeht bei�e ich bei ihm aber wirklich auf Granit, jedes mal wenn ich deren Computer anschalte, ert�nt das bekannte piepsen der Antivirussoftware, weil auch die einfachsten Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden. Die Firewall wird ausgeschalten, weil die Meldung nervt, wenn ein Program ins Internet will.

Anstatt einzelne Rechner-IP-Adressen in der Firewall-Software freizugeben um Zugang auf “shared folders” zu erm�glichen wird kurzerhand ebenfalls die Firewall ausgeschalten. WLAN-Verschl�sselung? Nicht wichtig, da ein Computer Probleme hatte, mit dem WLAN zu verbinden.

In einem alten China Internet Sicherheit”>Blog-Beitrag kann man die wirklich einfachen Dinge was Internetsicherheit in China angeht, nochmal nachlesen.

Das neue Gesetz ist derzeit der gro�e Aufreger unter ausl�ndischen Firmen und es gibt eine Menge Vortr�ge und Veranstaltungen dazu.

Letzte Woche habe ich so eine besucht, der “Experte” war allerdings ein absoluter Reinfall, d.h. ich werde noch einige Wissensl�cken schlie�en m�ssen.

Hier auf jeden Fall mal einige Punkte zusammengefasst:

  • Ewig lange Probezeiten sind nicht m�glich. Bei Arbeitsvertr�gen unter einem Jahr betr�gt die maximale Probezeit 1 Monat, �ber einem Jahr sind es maximal 2 Monate. Mehrere Probezeiten hintereinander sind nicht zul�ssig. Au�erdem muss bereits zur Probezeit 80% des sp�teren Gehalts gezahlt werden.
  • Auch w�hrend der Probezeit darf ein Arbeitsverh�ltnis nicht unbegr�ndet beendet werden.
  • Falls der Arbeitnehmern w�hrend der Probezeit den Vertrag bricht, kann der Arbeitgeber Kosten f�r eventuelles Training zur�ckverlangen.
  • Sp�testens einen Monat nach Arbeitsbeginn muss ein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen werden.
  • Es gibt immer noch die M�glichkeit, einen Klausel im Arbeitsvertrag zu haben, dass der Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses die Betriebsgeheimnisse waren muss bzw. nicht in einem Konkurrenzunternehmen t�tig sein darf. Das ist auf 2 Jahre beschr�nkt und gilt nicht f�r alle Arbeitnehmer sondern nur z.B. f�r Senior-Manager, Techniker usw.
  • Der Arbeitgeber darf weder den Ausweis noch sonst irgendwelches Eigentum des Arbeitnehmers einbehalten. Das ist eine g�ngige Methode in China, um Landarbeiter auszubeuten.
  • Ein Angestellter darf sein Arbeitsverh�ltnis mit 30 Tagen Vorank�ndigung beenden, der Arbeitgeber darf dies unter bestimmten Umst�nden tun.

Wer in China t�tig ist, ben�tigt manchmal wirklich Geduld. Vor 3 Monaten hatte ich einer chinesischen Firma ein Angebot gemacht obwohl mir klar war, dass sich die Firma vor allem bei chinesischen Firmen andere Angebote einholen w�rden. Mit dem Preis bin ich trotzdem nicht runtergegangen sondern bin bei meinem (aus unserer Sicht sehr fairen) Angebot geblieben. Drei Monate kam gar keine Reaktion und ich habe nach einigen Antworten wir (“Wir �berlegen noch”) auch gar nicht mehr nachgefragt.

Jetzt kann es pl�tzlich nicht schnell genug gehen. Sie wollen n�chste Woche einen Vorvertrag und das Projekt soll so schnell wie m�glich fertig werden.

Woran lag es? Die Person, die f�r das Projekt verantworlich war und es auch unterst�tzt hat, war einen ganzen Monat lang im Urlaub und dann auf einem Business-Trip.

Heute gab es am Pekinger Flughafen einige Versp�tungen und Flugabsagen wegen Nebels. Von Chaos, wie ein Reisender schimpfte, konnte aber nicht die Rede sein (okay, ab und an war es ein wenig �berf�llt).

So schlimm fand ich es also nicht. Das Personal war durchgehend nett und hilfsbereit und eigentlich konnte man sich schon bei der Anfahrt zum Flughafen denken, dass es heute nicht ganz so reibungslos ablaufen wird, die Sicht war katastrophal schlecht.

Ich habe es trotzdem versucht und ziehe jetzt einfach mal das Positive aus 6 Stunden vergeblicher Warterei am Flughafen:

1) Lustiges Erlebnis:
Zwei nette, weibliche Angestellte habe sich totgelacht, als sie zuerst versucht haben, auf English etwas zu erkl�ren, bis sie dann nach ein paar Sekunden gemerkt haben, dass ich meine Frage auf Chinesisch gestellt hatte.

2) Die folgenden Vokabeln und Ausdr�cke habe ich heute gelernt:
?? = wuqi = Nebel
?? = dawu = dichter Nebel
????? ???? = Mei you dengjikou mei you shijian = Fluggate und Zeit stehen nicht fest (w�rtl: gibt es nicht)

3) Erfahrung
F�r das n�chste Mal wei� ich, an welchem Schalter man am besten sein Flugticket �ndert.

4) Eine neue Weisheit, die ich mir in Zukunft in �hnlichen F�llen zu Herzen nehmen werde:
“Wir machen es einfach so, wie es uns die Chinesen machen lassen.”

5) Gl�ckliche R�ckkehr
Als ich gegen 22.00 Uhr wieder in meiner Wohnung war, hat der Strom dort wieder funkioniert

Wir haben jetzt die Forensoftware phpBB von Beta 4 auf Release Candiate 7 upgedated. Es wird zwar kein offizieller support f�r das update von Beta 4 auf den Release Candiate 1 angeboten, das update ist trotzdem ohne viel Probleme m�glich.

Jetzt bin ich gespannt ob das update von phpBB2 auf phpBB3 genausogut klappt. Bericht mit Anleitung folgt.

Alles ist relativ. Anscheindend auch die Wahrnehmung von Zeit in unterschiedlichen Banken. Ich habe in chinesischen und auch bei einer gewissen Bank in Hong Kong die Erfahrung gemacht, dass E-Mail Anfragen entweder gar nicht oder vor allem nicht innerhalb der versprochenen 48 Stunden beantwortet werden.

Bei unserer chinesischen Hausbank ist es �berhaupt grunds�tzlich so, dass auch die Wahrnehmung von Kunden relativ ist. Ausl�ndische Kunden werden zum Beispiel oft nicht als Kunde sondern als �rgernis, welches den gem�tlichen Tagesablauf st�rt, wahrgenommen.

Das hat nichts mit Ausl�nderfeindlichkeit zu tun sondern einfach mit der Tatsache, dass Ausl�ndische Kunden manchmal Probleme stellen, die die Bankangestellten nicht unbedingt gew�hnt sind, z.B. wollen sie pl�tzlich Geld auf Privatkonten ins Ausland �berweisen (was nach den AGB unserer Bank nicht gehen soll) oder mit Kreditkarte am Schalter Geld abheben, obwohl keine Geheimnummer bekannt ist (eine Praktikantin musste dann extra zur Zentrale der Bank of China in Peking) usw.

Viele Inhaber von Internetseiten kennen das Problem, dass ihre Texte oder Bilder pl�tzlich auf anderen Webseiten auftauchen. Oft werden auch noch Bilder direkt verlinkt, d.h. jedes mal wenn die Webseite, die die Bilder “geklaut” hat, aufgerufen wird, wird der eigenen Server belastet. Dies kann ganz sch�n ins Geld gehen, da die Hosting-Kosten erh�ht werden.

Oft sind es private Webseiten, deren Inhaber sich nicht bewusst sind, dass sie mit dem Kopieren von Texten Urheberrechte verletzten. In diesen F�llen gen�gt oft eine nette Email mit einem Hinweis und die Sache ist aus der Welt. Ich pers�nlich halte relativ wenig davon, wenn auf den ersten Blick ersichtlich ist, dass eine Privatperson, Kinder bei ihren ersten Gehversuchen im Internet usw. dahinterstecken, gleich zum Anwalt zu rennen.

Manchmal sind es aber auch professionelle Spammer, die die Webseite kopieren. Sie verschleiern ihre Identit�t, indem sie anonyme Registrierungsservices verwenden oder sich hinter 1-Euro Limiteds verstecken. Nicht immer kann man die Identit�t solcher Webseiten herausfinden.

Folgende Tools sind bei der Recherche auf jeden Fall ganz hilfreich:

www.denic.de : Registrierungsstelle f�r .de-Domains. Dort kann man die Inhaber, administrative und technische Ansprechpartner und Zonenverwalter von de-Domains recherchieren.

http://whois.domaintools.com/: Diese Webseite gibt Informationen �ber die Inhaber, Registrare, technische Ansprechpartner usw. von allen m�glichen Domains mit Endungen wie z.b. com, info, net usw. Falls der Domaininhaber anonym ist, erh�lt man normalerweise auf jeden Fall die Daten des Admin-C oder des Registrars und man hat somit schonmal den n�chsten Anhaltspunkt

Au�erdem erh�lt man auch die IP-Adresse der Domain. Falls man jetzt immer noch nicht die gew�nschten Besitzerdaten hat, kann man mit dem folgenden Tool herausfinden, welche anderen Webseiten noch auf derselben IP-Adresse gehostet werden:

http://www.linkvendor.com/seo-tools/domains-from-ip.html

Viele Spammer haben hunderte von Webseiten registriert, die sich oft auf derselben IP-Adresse befinden.

Wenn sich z.B. auf der IP-Adresse der Domain www.beispiel-domain-xxxxxx.info noch hundert andere Domains befinden, die ein und derselben Person oder Firma geh�ren, ist man schon einmal einen Schritt weiter. Eventuell befindet sich ja auch eine de-Domain darunter oder eine andere Domain mit L�nderendung darunter.

Fast unm�glich ist es, die Domaininhaber festzustellen, wenn der Domaininhaber einen “Whois Privacy Protection Service” in Anspruch genommen hat. Dies sind Firmen, die den Domainbesitzern helfen, ihre Whois-Daten zu verbergen.

Wenn jetzt der Domaininhaber in China” target=”_blank”>China sitzt und man nicht den Aufwand betreiben will, jemanden in China zu verklagen?

Ganz hilflos ist man auch in solchen F�llen nicht, man kann. z.B. einen DMCA-Complaint an Google richten oder bei Markenverletzungen ein Schiedsgerichtsverfahren zur Herausgabe der Domains anstrengen.

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