An dem Satz ist wohl was dran. F�r meinen letzten Flug nach Korea habe ich �ber 800 Euro bezahlt. Seit neuestem hat auch FinAir eine Verbindung nach Seoul. F�r diese Verbindung (�ber Helsinki) zahle ich nur 510 Euro.� Gut, ich bin anstatt 11 Stunden �ber 15 Stunden unterwegs. Aber man schaut sich auch mal gerne einen neuen Flughafen an.

Ich hatte gestern in Seoul ein Meeting. Heute kommt ein positiv klingendes Feedback: �My partner was very impressed by your presentation�.

Ich habe das mal so aufgefasst, dass ich gestern nur einen der beiden �berzeugt habe und stelle mich mal auf eine Absage ein.

Hier tritt wieder ein wichtiges Ph�nomen zutage, dass ich mir schon in China, noch extremer aber in Korea immer wieder in Erinnerung rufen muss: indirekte Kommunikation bzw. die Notwendigkeit die tiefere Bedeutung hinter einem Satz zu entdecken.
Das war in China schon anstrengend, ist in Korea aber noch viel extremer und auch zeitaufw�ndiger.

Es f�llt mir z.B. immer wieder auf, dass ich f�r Emails auf chinesisch bzw. an chinesische Gesch�ftspartner und Freunde noch mehr Zeit ben�tige als normal. Der Grund ist nicht nur die Sprache sondern einfach die Tatsache, dass ich viel vorsichtiger mit Formulierungen bin und entsprechend l�nger nachdenke, vor allem wenn ich Kritik �be oder eine Anfrage negativ beantworte.

Auch f�r die Vorbereitung von Meetings habe ich in China bei chinesischen Kunden viel l�nger gebraucht als bei westlichen.

Koreaner sind oft noch viel konservativer als ich es von China gew�hnt bin dementsprechend ist die Kommunikation in Korea meiner Meinung nach noch schwieriger als in China.

Vor allem wenn man noch nicht so lange im Land ist muss man sich viel mehr Gedanken machen und auch einfache Verhaltensweisen in Erinnerung rufen. Das sind teilweise nur Kleinigkeiten (z.B. sich Verbeugen, beim Ansto�en das Glas niedriger halten als der �ltere oder rangh�here Gegen�ber oder sich selbst nicht einschenken sondern immer dem anderen, der dann mein Glas f�llt), die im t�glichen Umgang trotzdem wichtig sind.

Bei den bisherigen Treffen in Korea hat sich wieder einmal best�tigt dass das einzelne Wort hier viel mehr auf die Goldwaage gelegt wird und man sich mehr darauf konzentrieren muss, herauszufinden, was hinter einer Bemerkung steckt. Vor allem muss man sich �berlegen, was der Gespr�chspartner eventuell hinter einer eigenen scheinbar harmlosen Bemerkung vermuten k�nnte.

Ich bin also mal gespannt, ob meine Einsch�tzung der Anfangs genannten Formulierung zutrifft.

Inzwischen gibt es weitere nervige Details was die Einreise nach China angeht.

F�r Touristen sind neben den bisher �blichen Unterlagen f�r den Visumsantrag dazugekommen:

  • Flugticket
  • Buchungsbest�tigung des Hotels (muss tats�chlich vom chinesischen Hotel kommen) bzw. bei Gruppenreisen eine Best�tigung des Reiseveranstalters
  • entgegen bisherigen Bef�rchtungen sind private Besuche von Verwandten weiterhin m�glich. Allerdings ben�tigt man dann auch wieder einige zus�tzliche Papiere von der Person, die man besuchen m�chte (anscheinend eine Reisepasskopie und einen Nachweis �ber den rechtlichen Aufenthaltstatus in China – wohl eine Kopie des Visums bzw. der Aufenthaltsgenehmigung der Person, die man besuchen m�chte). Wie das in der Praxis abl�uft kann ich im Moment nicht sagen. Anscheinend ist eine Einladung von Freunden anscheinend nicht mehr m�glich.
  • Des weiteren muss man beachten, dass wegen des Mehraufwands die Geb�hren der Visaservices f�r China gestiegen sind

In letzter Zeit werde ich relativ oft wegen Visafragen angerufen. Dabei bieten wir keinen Visaservice an und ich gebe telefonisch besser auch keine Auskunft mehr �ber Visafragen, wer wei�, was sich noch kurzfristig �ndert.

Aber klar, nat�rlich dienen all die Ma�nahmen nur zu unserer Sicherheit. Und die neuesten Regelungen werden auch nur deshalb nicht rechtzeitig kommuniziert um m�gliche Terroristen zu verwirren.

Nach dem Desaster um die schlecht kommunizierten �nderungen der Visarelegungen f�r China (okay, wer erwartet von einem autorit�ren Regime schon Transparenz) und die daraus entstandenen Probleme f�r viele Unternehmer, Praktikanten und Touristen in China hat ein Bekannter ein neues pers�nliches Olympia-Motto.

Das Original-Motto hei�t “One World – One Dream” – ” ????? ?????. ”

Das neue Motto k�nnte lauten ” Two Worlds – One Nightmare “�� ????????”

Keine Ahnung, ob das Motto von ihm stammt, die �nderung ist aber wirklich eine �berlegung wert.

Die deutsche Mannschaft hat ein Olympiaoutfit, das in der deutschen Presse vorgestellt wurde.

Ich finde das Outfit ja ziemlich altbacken, aber na gut … wem es gef�llt.

In der Online-Ausgabe der S�ddeutschen Zeitung wird das Outfit ebenfalls vorgestellt.

Auf der R�ckseite eines Trainingsanzugs findet man die Schriftzeichen ” ?? ” f�r “Deutschland.

Bei der S�ddeutschen hatte man wohl gerade keinen �bersetzer zur Hand, deshalb hat man die Zeichen mal kurz mit

“Gl�ck und Erfolg” �bersetzt. Vielleicht dachte man auch, es versteht eh keiner.

Das Photo des Anzugs gibt es auf:

“http://www.sueddeutsche.de/sport/weitere/bildstrecke/743/172235/p0/?img=7.0”

Ich habe vorhin mit dem Betreiber eines Internetshops gechattet. Er klagt dar�ber, dass viele Kunden einfach nicht zahlen und es wohl beim Kauf des Produktes schon nicht vorhatten. Der Dialog ging ungef�hr so:

Shopbetreiber: Oh mann muss schon wieder Strafanzeigen schreiben.

Ich: Bringen die eigentlich was?

Shopbetreiber: Keine Ahnung.

Ich: Was wird darauf eigentlich gemacht?

Shopbetreiber: Ich krieg ein Aktenzeichen zugeschickt. Mehr wei� ich nicht.

Ziemlich peinlich hat eine Webseite aus China den Quelltext von Chinaorbit.com kopiert, inklusive CSS, Klassennamen usw (http://www.51acc.com/). Auch die chinesische Version der Webseite auf http://www.51kj.com.cn/ ist nicht sehr originell. Das Logo erinnert ein bischen an das von sohu.com.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich jetzt geehrt f�hlen soll. Hauptsache sie kopieren den Inhalt von woanders.

Heute ist es mir doch ziemlich kalt den R�cken runtergelaufen. Ich fahre den Computer runter, pl�tzlich ist der Strom weg.

Windows l�sst sich pl�tzlich nicht mehr starten, weder im sicheren Modus noch mit der letzten bekannten Konfiguration. Das ausgerechnet w�hrend meines Koreaaufenthalts, wo ich den Laptop eigentlich jeden Tag brauche.

Sch�tteln hat auch nicht geholfen. Eventuell ja einfach Windows nochmal installieren? Oder nochmal sch�tteln? Bei Autos und Staubsaugern hilft ja manchmal ein Fu�tritt.

Zum Gl�ck hatten wir unseren ersten Computer noch vor den Zeiten von Windows 3.1 – das gute alte DOS.

Ich habe es tats�chlich ohne Handbuch geschafft, die Windows-Partition im DOS-Modus zu reparieren.

Jetzt mach ich erstmal ein neues Backup.

In Peking kenne ich eine Menge junger Leute, die bisher freiberuflich in China gearbeitet haben. Den meisten droht jetzt das aus, da ihre F-Visa, mit denen sie jahrelang in China geduldet worden waren, jetzt nicht mehr verl�ngert werden. Einige haben auch Gl�ck, da sie jetzt endlich von Unternehmen zwangsl�ufig fest angestellt werden. Andere suchen jetzt nach Sommerjobs im Ausland und vermieten ihre Wohnung w�hrend Olympia in der Hoffnung, dass danach alles wieder normal wird.

Es w�re ja schon etwas verwunderlich gewesen, wenn nur Chinesen selbst von Olympia betroffen w�ren. Nach diversen Sch�tzungen wurden wegen den Olympischen Spielen �ber eine Millionen Menschen zwangsumgesiedelt. Jetzt trifft es halt auch ein paar Ausl�nder.

Heute bin ich von Frankfurt nach Seoul geflogen.� Es gibt schon im Flugzeug einige Unterschiede zu Fl�gen nach China. Vor dem Essen wird (ganz nach koreanischer Gewohnheit) ein hei�es Tuch gereicht. Zum Essen gab es Bibimbab (ein koreanisches Reisgericht) sowie Kimchi.� Irgendwie war auch das Unterhaltungsprogramm moderner.

Mich (und meinen Sitznachbarn aus Schweden) hat es fast vom Stuhl gehauen, als wir dann tats�chlich neben “The Rocky Horror Picture Show” auch noch Raumschiff Orion im Programm fanden.

Von dieser Trashsendung (aus den 60ern?) habe ich zwar schon viel geh�rt, gesehen habe ich es aber noch nie (ich gebe zu vor 20 Jahren habe ich mal eine Folge gelesen). Bei einem Requisit habe ich dann auch tats�chlich ein B�geleisen erkannt – und irgendwann waren glaube ich auch Plastikbecher an der Decke befestigt.

Und ich frage mich, mit welcher “Technik” die Raumschlacht zwischen der Orion und den Frogs erschaffen wurde.

Gewundert hat mich auch noch am Flughafen in Incheon, dass ich mich gegen zwei Taxifahrer wehren musste, die unbedingt wollten, dass ich ca. 80.000 Won f�rs Taxi ausgebe (statt 9100 Won f�r den Bus).

In der Hinsicht ist zumindest der Flughafen in Peking Incheon voraus, da ist das mit den Taxis recht gut organisiert.

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