IT


Wer nach neuen Ideen im IT-Bereich sucht, sollte sich am besten in Korea umschauen. Korea ist das High-Techland schlechthin, wahrscheinlich sind in keinem anderen Land der Welt (au�er vielleicht Japan) die Menschen bereit, soviel Geld f�r Luxus, Technik und Bildung auszugeben.

Viele “neuen” Ideen, die mir ab und zu ganz begeistert pr�sentiert werden, sind in Korea schon verwirklicht worden.

Einige Kunden (und auch wir selbst) haben Webseiten in Deutschland gehostet, die teilweise aber von China aus bearbeitet werden. Das war teilweise wegen der Geschwindigkeit ziemlich nervig.

Heute wurden auf mehreren Systemen auf typo3.4.1. upgedatet – das Ergebnis ist schon verbl�ffend und die Entwickler haben nicht zuviel versprochen. Das Backend ist schneller, der Seitenbaum l��t sich schneller �ffnen, da er mit Ajax programmiert ist.

Ein Problem, das man eventuell bekommen kann ist der Editor. Nach dem update kam es bei einigen Installationen vor, dass der Editor nicht funktionierte. Abhilfe ist ganz einfach. Man deinstalliert den Editor komplett, d.h. auch die Dateien des Editors mithilfe des Extension Managers l�schen.

Danach wird die neueste Version des Editors sichtbar, die dann einfach wieder installieren und schon funktioniertss

Wer Webseiten auf chinesisch erstellt, steht vor der Frage, welche Codierung er nehmen soll.
In China ist gb2312 noch weit verbreitet, unicode wird vor allem bei Internetauftritten internationaler Unternehmen, die mehrsprachige Webseiten haben, verwendet.
Unicode hat den Vorteil, dass man damit praktisch alle Sprachen darstellen kann, verwendet man z.B. ein CMS mit unicode, kann man mehrsprachige Webseiten im Administrationsmenu ohne weiteres handhaben.

Ich empfehle, neue Webseite mit unicode zu erstellen. Es erspaart eine Menge Probleme, die meisten Browser haben die Einstellung “Automatisch” f�r die Erkennung der Codierung einer Webseite eingstellt, es macht also keinen Unterschied f�r den Besucher. Entgegen einiger Einw�nde, die ich manchmal von Kunden erhalte, macht es auch keinen Unterschied f�r Suchmaschinen, ob eine Webseite in Unicode oder gb2312 erstellt wurde.

Ein Kunde wollte eine Website. Ich stellte ihm einige Fragen nach so ziemlich alle Informationen, die man ben�tigt, um den Kunden gl�cklich zu machen. Als wir auf das Firmenlogo zu sprechen kamen, sagte er mir, ein anderer Designer arbeite schon daran, ich k�nne aber schonmal das Design der Webseite machen. Ich m�sse nur soviel Platz freilassen, dass das Logo noch auf die Webseite passt.

Auch eine M�glichkeit, ein corporate design zu erstellen.

Wenn der andere Designer tats�chlich Logos entwickeln kann, die auf jede Webseite passen, dann werde ich ihm auf jeden Fall einen Job anbieten.

Ein Kunde �berlegt sich doch tats�chlich, ob er nicht einen Wikipedia-Eintrag �ber sein Unternehmen erstellen soll. Nachdem neulich das Beispiel von Microsoft schon nicht so gut angekommen ist, einen Experten zu bezahlen, um einen Eintrag �ber OpenXML zu “verbessern” habe ich ihm davon abgeraten. Wer in Wiki-Systemen, Blogs und Foren Werbung macht, muss zwangsl�ufig damit rechnen, dass dies bei der online community oft nicht gut ankommt. Allenfalls kann man Werbung in Foren machen, die extra daf�r vorgesehen sind, die Wikipedia f�r Eigenwerbung zu mi�brauchen macht einen unseri�sen Eindruck.

In den USA ist es bereits ein einigerma�en eintr�gliches Gesch�ft, dass Firmen Blogger oder “Experten” bezahlen, um Wikipedia Eintr�ge zu korrigieren.

P.S. Von China aus ist Wikipedia �brigens immer noch nicht erreichbar.

Google hat anscheinend nicht nur in Europa Probleme mit dem Domainnamen gmail – wer in China auf gmail.cn geht, findet eine ziemlich bunte Webseite vor, die nichts mit dem schlichten und �bersichtlichen Design von google zu tun hat. gmail.cn wird im Moment von dem Pekinger Unternehmen ISM Technologies betrieben. Google promotet seit neuestem kostenlose google-email-accounts in China und m�chte die Domain www.gmail.cn erwerben.

ISM Technologies ist ein gro�er chinesischer Domain Registrar und macht im Moment keine Anstalten, die Domain zu verkaufen bzw. abzugegeben.

Wenn man nach gmail im Internet sucht, kann man sehen, dass google in einigen L�ndern die Domain gmail+L�nderendung (noch) nicht besitzt.

Google ist in China nach Marktf�hrer baidu nur die Nummer 2 im Suchmaschinenmarkt und bestrebt, den Vorsprung von baidu zu verringern. Da ist es nat�rlich wichtig, die verschiedenen google-Markennamen in China zu st�rken.

Ein Bekannter erz�hlte mir folgende Story:

Er sa� mit einem Freund, der in einem deutschen mittelst�ndischen Unternehmen in China arbeitet, in einem Cafe, beide hatten ihren Laptop laufen. Pl�tzlich will der Bekannte mal kurz eine Datei� “r�berschieben”. Wie er das denn machen wolle? – Kein Problem, in der Firma h�tten sie auch ein Netzwerk, dar�ber k�nnte man dann ganz bequem Datein austauschen, er habe den betreffenden Ordner schon freigegeben, mein Freund k�nne darauf zugreifen.

Erst da ging ihm wohl auf, dass dies ebenfalls f�r alle anderen Teilnehmer des offenen Netzwerks in dem Cafe m�glich war.

Kleiner Tipp: Wer in der Firma Daten �ber Drahtlosnetzwerke austauscht, sollte darauf achten, dass er in �ffentlich zug�nglichen Netzwerken keine Ordner freigibt und seine Firewall so einstellen, dass der IP-Bereich des Netzwerkes nicht auf “Sichere Zone” gestellt ist – das ist wohl das mindeste.

Neulich haben wir eine neue Domain registriert f�r eine chinesischsprachige Webseite. Da es ein neues Projekt ist und wir damit in n�chster Zukunft wenig Besucher erwarten, haben wir sie auf einen shared server bei einem amerikanischen Webhoster gehostet. Irgendwann wunderten wir uns doch, warum die Domain aus China nicht erreichbar ist.

Einfache Erkl�rung nach kurzen Tests: Die IP des Servers des US-Hosters war in China gesperrt.

Mal wieder Geld am falschen Ende gespaart. Jetzt steht erstmal ein Serverwechsel an.

Zum Gl�ck wars keine Kundenwebseite.

Wer seinen Laptop nach China mitbringt bzw. auf chinesischen Internetseiten surft, f�ngt sich oftmals spyware bzw. Computerviren ein. Dies h�ngt unter anderem damit zusammen, dass in China immer noch andere Standards gelten als in westlichen L�ndern. Man l�dt ein Programm aus dem Internet auf seinen Computer, das mal kurz windows registry Eintr�ge �ndert. Man geht auf eine Webseite, die versucht, irgendwelche Programme auf seinem Computer zu installieren. Man reist nach China, kann der Versuchung nicht widerstehen und kauft fake-Software, die mit Viren verseucht ist oder tauscht Daten mit USB-Sticks und holt sich so Viren auf seinen Computer.

Aus aktuellem Anlass einfach mal ein paar Tips, was man bez�glich Sicherheit beachten sollte, wenn man seinen Laptop nach China mitbringt:

1) Windows auf dem aktuellen Stand halten. Bei Windows XP sollte das Service Pack 2 auf dem Computer installiert sein und Windows update sollte man vorher laufen lassen.

2) Die folgende Software sollte auf dem Computer installiert sein:
– Firewall (z.B.� Zonealarm, McAfee, Norton …)
– Antivirenprogramm (z.B. AntiVir von Avira)
– Anti-Spyware (z.B. Ad-aware von Lavasoft)
– ein Progamm, das unerw�nschte windows-registry Eintr�ge verhindert, z.B. Spybot SD-Resident)
– man sollte mit Firefox browsen, da in China der Internet Explorer weiter verbreitet ist

3) Ich weiss, es ist billig und die Versuchung ist gro� – trotzdem sollte man unbedingt darauf verzichten, fake-Windows Versionen zu kaufen bzw. allgemein fake-Software. Falsche Windows Versionen lassen sich nicht updaten und sind ein Sicherheitsrisiko! Fake-Software kann alles m�gliche enthalten. Sie stammt nicht vom urspr�nglichen Hersteller, d.h. sie kann auch Viren, Trojaner oder Spyware enthalten.

4) Wenn man l�ngere Zeit in China ist, sollteman unbedingt neben dem Laptop auch die Originalsoftware mitbringen (Windows, Office usw.). Oftmals ben�tigt man pl�tzlich den Sprachsupport f�r Ostasiatische Sprachen, f�r den man oft eine Windows-CD zur Installation ben�tigt oder der eigene Computer f�ngt sich doch einen Virus an, man entscheidet sich Windows neu zu installieren.

5) Wichtige Dateien unbedingt auf einem anderen Laufwerk speichern als die Windows Installation.

6) Sicherheitskopien machen!

Es gibt mit Skype eine gute M�glichkeit, auch in China telefonisch erreichbar zu sein.

Mich hat es genervt, wenn ich auf Gesch�ftsreisen im Ausland f�r deutsche Kunden telefonisch nicht erreichbar war. Jetzt habe ich mir eine Skype-in-Nummer zugelegt. Ein Anrufer zahlt also nur die ganz normalen Geb�hren f�r ein Ortsgespr�ch, wird an meinen Skype-Account weitergeleitet. Bin ich am Computer, kann ich das Gespr�ch per Skype entgegennehmen. Bin ich mal in China, lasse ich einfach alle Anrufen an mein Handy weiterleiten. Das kostet mich 4 cent pro Minute und den Anrufer nichts zus�tzliches.

Schon genial. Bald gehts wieder nach China, mal schauen,wie der Empfang ist.

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