Heute ist es mir doch ziemlich kalt den R�cken runtergelaufen. Ich fahre den Computer runter, pl�tzlich ist der Strom weg.

Windows l�sst sich pl�tzlich nicht mehr starten, weder im sicheren Modus noch mit der letzten bekannten Konfiguration. Das ausgerechnet w�hrend meines Koreaaufenthalts, wo ich den Laptop eigentlich jeden Tag brauche.

Sch�tteln hat auch nicht geholfen. Eventuell ja einfach Windows nochmal installieren? Oder nochmal sch�tteln? Bei Autos und Staubsaugern hilft ja manchmal ein Fu�tritt.

Zum Gl�ck hatten wir unseren ersten Computer noch vor den Zeiten von Windows 3.1 – das gute alte DOS.

Ich habe es tats�chlich ohne Handbuch geschafft, die Windows-Partition im DOS-Modus zu reparieren.

Jetzt mach ich erstmal ein neues Backup.

In Peking kenne ich eine Menge junger Leute, die bisher freiberuflich in China gearbeitet haben. Den meisten droht jetzt das aus, da ihre F-Visa, mit denen sie jahrelang in China geduldet worden waren, jetzt nicht mehr verl�ngert werden. Einige haben auch Gl�ck, da sie jetzt endlich von Unternehmen zwangsl�ufig fest angestellt werden. Andere suchen jetzt nach Sommerjobs im Ausland und vermieten ihre Wohnung w�hrend Olympia in der Hoffnung, dass danach alles wieder normal wird.

Es w�re ja schon etwas verwunderlich gewesen, wenn nur Chinesen selbst von Olympia betroffen w�ren. Nach diversen Sch�tzungen wurden wegen den Olympischen Spielen �ber eine Millionen Menschen zwangsumgesiedelt. Jetzt trifft es halt auch ein paar Ausl�nder.

Heute bin ich von Frankfurt nach Seoul geflogen.� Es gibt schon im Flugzeug einige Unterschiede zu Fl�gen nach China. Vor dem Essen wird (ganz nach koreanischer Gewohnheit) ein hei�es Tuch gereicht. Zum Essen gab es Bibimbab (ein koreanisches Reisgericht) sowie Kimchi.� Irgendwie war auch das Unterhaltungsprogramm moderner.

Mich (und meinen Sitznachbarn aus Schweden) hat es fast vom Stuhl gehauen, als wir dann tats�chlich neben “The Rocky Horror Picture Show” auch noch Raumschiff Orion im Programm fanden.

Von dieser Trashsendung (aus den 60ern?) habe ich zwar schon viel geh�rt, gesehen habe ich es aber noch nie (ich gebe zu vor 20 Jahren habe ich mal eine Folge gelesen). Bei einem Requisit habe ich dann auch tats�chlich ein B�geleisen erkannt – und irgendwann waren glaube ich auch Plastikbecher an der Decke befestigt.

Und ich frage mich, mit welcher “Technik” die Raumschlacht zwischen der Orion und den Frogs erschaffen wurde.

Gewundert hat mich auch noch am Flughafen in Incheon, dass ich mich gegen zwei Taxifahrer wehren musste, die unbedingt wollten, dass ich ca. 80.000 Won f�rs Taxi ausgebe (statt 9100 Won f�r den Bus).

In der Hinsicht ist zumindest der Flughafen in Peking Incheon voraus, da ist das mit den Taxis recht gut organisiert.

Der bekannte Menschenrechtsaktivist Hu Jia wurde zu 3 1/2 Jahren Haft verurteilt. Gerade rechtzeitig, damit genug Zeit f�r die �ffentlichkeit bleibt, dieses Beispiel der Verbesserung der Menschenrechtslage in China vor dem Beginn der Olympischen Spiele zu vergessen.

Sehr interessant ist der Blog von Hu Jias Frau, die auf http://zengjinyan.org/ von den Schikanen durch die chinesischen Sicherheitskr�fte berichtet (in chinesischer Sprache).

Hu Jias Blog auf myspace ist unter http://hujiachina.spaces.live.com/ erreichbar

Unter

http://www.rnnr.de/index.php/olympia-2008-pressefreiheit-und-blogs-in-china/

gibt es ein Interview von mir zum Thema Blogs in China und die Olympischen Spiele. Das Thema Tibet kommt nicht zur Sprache, da es bereits vor den Unruhen gemacht wurde.

China hat wohl wegen der Ereignisse in Tibet Youtube wieder blockiert. Die Blockade von ausl�ndischen Webseiten wird in China regelm��ig bei bestimmten Ereignissen versch�rft, z.B. der Tagung des Nationalen Volkskongresses oder bei Parteitagen der Kommunistischen Partei Chinas.

Es kann sein dass die Blockade nur kurzfristig ist und Youtube wieder erreichbar ist wenn die Unruhen in Tibet in den n�chsten Wochen wieder aus den Schlagzeilen verschwunden sind.

    In Tibet kam es in der letzten Woche zu Ausschreitungen gegen die chinesische Regierung. Von offizieller Seite h�rt man von ca. 10 Toten, meist unschuldigen Zivilisten. Die Polizei sei nur mit Tr�nengas gegen die Demonstranten vorgegangen. Touristen die sich derzeit in Tibet aufhalten berichten dagegen von Schie�ereien und einer Vielzahl von Toten:

    Kommentar zu den Aufst�nden in Tibet�

    Ab und zu denke ich mir wirklich man k�nnte Webseiten von Kunden auch einfach ausdrucken und in den Safe einschlie�en – damit w�ren Serverkosten gespart und an der Besucherzahl w�rde sich nichts �ndern. So sah die Webseite eines Kunden technisch aus:

    • Javascript-Navigation
    • Text als Bild gespeichert
    • alle Links auf der Webseite mit Javascript
    • Frames
    • zu allem �berfluss in den Metatags noch “no-follow” drin.

    Das Design der Seite sah allerdings sehr �bersichtlich aus und war wirklich benutzerfreundlich. Bei der Seite bin ich wirklich sehr gespannt wie sich die Benutzerzahlen entwickeln wenn sie technisch �berarbeitet ist.

    Unter

    http://www.thepencilfarm.com/blog/2008/02/snow_day_at_the_beijing_olympi.html

    schreibt der Grafikdesigner Cadin Batrack dass sich auf der Fun-Seite der Offiziellen Webseite der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking ein Plagiat seines Flash-Games Snow-Games befunden habe.

    Auf den ersten Eindruck von den Screenshots auf dem Blog von Cadin Batrack sieht es zumindest so aus als habe der Hersteller des Spiels f�r den Betreiber der Webseite der Sommerspiele 2008 geh�rig abgekupfert. Beim “Hersteller” handelt es sich nach Recherchen von Batrack um Sohu.com.

    Nach einem Bericht des Sidney Morning Herald sollen auch andere Flash-Games auf der offiziellen Webseite der Olympischen Spiele 2008 an andere bekannte Flash-Games erinnern.

    Eigentlich eine ziemliche Blamage f�r eine Organisation die doch selbst so sehr auf den Schutz ihrer Markenrechte pocht.

    Zitat aus Spiegel Online vom 9. M�rz 2008 (Vatikan setzt Galileo Galilei ein Denkmal):

    “Erst 1992 verk�ndete Papst Johannes Paul II., dass sich die Kirche geirrt hatte – nachdem seine Untergebenen den Fall 13 Jahre lang untersucht hatten.”

    13 Jahre f�r so eine Untersuchung? Irgendwie l�cherlich. Das kommt mal in die Kategorie “Recht und B�rokratie”.

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