FIEs (Foreign Invested Enterprises) in China d�rfen in China jetzt keine Zigaretten mehr verkaufen. Dies bedeutet z.B. dass Kaufhausketten wie Carrefour, Lotus und Wal-Mart keine Zigaretten in ihren Superm�rkten mehr anbieten d�rfen.

N�tzen wird diese Regelung wohl kaum was, da man ja einfach einen Stand im Supermarkt untervermieten kann.

In China wurde die K�rperschaftssteuer f�r ausl�ndische und westliche Unternehmen angeglichen – h�rt sich positiv an, ist es f�r ausl�ndische Investoren nicht unbedingt. Der Satz f�r ausl�ndische Unternehmen lag mit 15-24% n�mlich niedriger als f�r Chinesische Unternehmen. Der neue einheitliche Steuersatz liegt bei 25%.

Allerdings gibt es immer noch die M�glichkeit, Steuervorteile mit den zust�ndigen �rtlichen Steuerbeh�rden auszuhandeln, z.B. wenn man besonders umweltfreundliche Technologie einsetzt.

Im Prinzip ist es f�r China ein Schritt weg vom Steuerspar und Billigproduktionsland, da nur bestimmte Hochtechnologieindustrien immer noch Steuerverg�nstigungen beantragen k�nnen.
Man muss sich als ausl�ndischer Investor jetzt noch genauer hinsehen, ob die niedrigen Lohnkosten eine Produktionsverlagerung nach China rechtfertigen.

“An organization of the Chinese Communist Party shall, according to the
Charter of the Chinese Communist Party, be established in the company to carry
out activities of the Chinese Communist Party. And the company shall provide
necessary conditions for the activities of the Chinese Communist Party”.

Chapter I, Article 19. Company Law of the People’s Republic of China

Im Prinzip hat man als Ausl�nder wenig damit zu tun und dieser Artikel wird oft �bersehen.

Viele Ausl�nder wundern sich dann doch ab und zu, wen irgendwann mal ein Chinese in der Firma vorgefahren wird und offensichtlich wichtig ist. Im Nachhinein erf�hrt man dann, dass die KPCh “irgendwie in der Firma ist” und der Besucher ein wichtiger Parteibonze war.

Es gibt 7 Millioinen Tickets, davon sind 50% f�r Spoonsoren und Offizielle reserviert. Immerhin – die anderen 50% gehen ans Publikum. Es gibt 240 Preiskategorien, insgesamt sind die Preise sehr g�nstig und auch f�r das chinesische Publikum okay. Unterschiedliche Preise f�r Chinesen und Ausl�nder soll es nicht geben.

Eine Preisliste gibt es unter

�http://app1.chinadaily.com.cn/appdesk/vote/static/olympictickets.html.

Mehr Informationen �ber den Ticketverkauf und das Programm der Spiele 2008 gibt es auf der Webseite des Organisationskomitee unter http://www.tickets.beijing2008.cn/

B�rger der VR China, Hong Kongs, Macaus und Taiwans k�nnen Tickets online reservieren, wenn sie einen g�ltigen Ausweis haben bzw. �ber eine der offiziellen Verkaufsstellen des Organisationskomitees
Ausl�ndische Staatsb�rger, die in China wohnen, k�nnen ebenfalls online Tickets reservieren, wenn Sie ein Visum haben, das f�r mindestens 6 Monate g�ltig ist.

Wer seinen Wohnsitz nicht in China hat, kann die Tickets nicht �ber die Webseite des Organisationskomitees bestellen sondern muss sich an das jeweilige NOK wenden.

Jetzt wird es wohl wirklich Zeit, dass ich eine Kategorie “Olympia 2008″ im Blog aufmache. Nur noch ca. 500 Tage und die ersten Freiwilligen f�r die Vorbereitungen f�r Olympia 2008 werden schon rekutiert.Mehr Informationen dar�ber, wie man sich bewirbt und die Fristen gibt es auf:

http://www.bjvolunteer.org/Volunteer/jsp/web/index.htm (die englische Version auf

http://www.bjvolunteer.org/Volunteer/jsp/web/en/index.jsp

lies sich nicht aufrufen, als ich sie getestet habe).

In China bekommt man andauernd Visitenkarten. Man besucht ein Networking Event und kann die 20 verschiedenen Visitenkarten, die man bekommen hat, am n�chsten Tag schon nicht mehr richtig zuordnen. Bei chinesischen Visitenkarten weiss man nicht mehr, ob der Besitzer m�nnich oder weiblich war. Deshalb hier in ein paar einfache Tips:

  • Nie eine Visitenkarte wegwerfen – man weiss nie, ob der Kontakt in ein paar Monaten nicht doch n�tzlich ist.
  • nach dem Event gleich die wichtigsten Daten aufschreiben (Geschlecht, wichtige Details aus dem Gespr�ch, bei welchem Event hat man den Besitzer der Visitenkarte getroffen, Datum, Nationali�t usw.).
  • Auf keinen Fall w�hrend des Gespr�chs oder gleich danach f�r alle ersichtlich anfangen, sich Notizen zu machen (auch das habe ich schon erlebt).
  • es schadet nie, sich hinterher per Email f�r ein interessantes Gespr�ch zu bedanken und weitere Informationen �ber sein Unternehmen an die Gespr�chspartner des Vortages zu schicken -mit diesen Emails nicht zu lange warten.

Unter http://www.zeit.de/2007/11/Hutton-China

befindet sich ein lesenswerter Artikel mit einer interessanten Schlu�folgerung.

Es gibt nat�rlich auch in China verschiedene Services, die online Banking anbieten, gro�e Online Shops wie http://www.taobao.com bieten verschieden Zahlungsarten an:

  1. Kreditkarte, d.h. der Betrag wird einfach von der Kreditkarte des Kunden abgebucht. Diese Methode ist noch nicht sehr popul�r in China.
  2. Services �hnlich wie Paypal, d.h. der Kunde �berweist das Geld auf ein Konto dieses Services, sobald der Kunde dann da Produkt erhalten hat, �berweist dieser Online Service das Geld an den Verk�ufer. Der bekannteste Service ist https://www.alipay.com/,der im Oktober 2003 als Teil von Taobao.com gegr�ndet wurde und 2004 ein standalone business wurde. Im Dezember 2006 hatte Alipay bereit 33 Millionen Kunden und pro Tag wurden Zahlungen im Wert von 100 Millionen RMB �ber den Alipay-Service abgewickelt.
  3. Man zahlt das Geld auf eine Kundenkarte des Online Services ein, eine Art Prepaid-Karte. Von dieser Karte wird der Kaufbetrag dann abgebucht. Die Einzahlung geschieht in Bar. Der Service wird z.B. von der China Post angeboten.

Ansonsten sind in China immer noch Zahlung bei Lieferung und Vorkasse sehr beliebt.

Nach einer Statistik http://www.iresearch.com.cn/html/Online_Shopping/detail_views_id_10850.html auf iResearch zahlten im Jahr 2005 insgesamt 43,2% per Vorkasse, 41,8% per Online Banking, 34,7% bei Lieferung. Nur 1,7% w�hlten die Handy-payment als Methode.

Vor einiger Zeit wurde ich wieder mal gefragt, ob ich nicht an einem Buch �ber China mitwirken wolle. Kein Honorar, allerdings eine Umsatzbeteiligung. Als Grundlage k�nne man doch die Chinaseite nehmen und das Projekt schnell fertigstellen.

Ich habe das Angebot (wieder) abgelehnt.

Wenn B�cher �ber China so geschrieben werden (man kopiert mal eben und nimmt sich nicht die Zeit, alles zu pr�fen), ist es kein Wunder, dass sich oft schlecht recherchierte Informationen verbreiten. Wir recherchieren f�r die Berichte auf Chinaseite.de zwar gr�ndlich, aber in Buchform, wo man praktisch keine M�glichkeit zur Korrektur hat, will ich die Chinaseite erstmal nicht sehen.

Normalerweise stehen f�r die chinesische Internetzensurbeh�rde vor allem chinesischsprachige Webseiten im Vordergrund. Es gibt ja viele westliche “Experten”, die glauben, das Internet sei der Grabstein des kommunistischen Systems. Dabei wird aber �bersehen, dass viele Chinesen kein englisch sprechen und sowieso nur zum Spielen und Chatten ins Internet gehen. Nur eine Minderheit wird sich f�r ausl�ndische Webseiten interessieren. Aus Prinzip gesperrt sind nat�rlich Webseiten von Falungong, einigen Menschenrechtsorganisationen und Webseiten, der tibetischen Exilregierung. Die Wikipedia ist gesperrt, wobei der Artikel �ber China in der Wikipedia nicht einmal �ber Proxy-Dienste komplett lesbar ist.

Eher symbolisch ist wohl die Sperrung von ganz wenigen gro�en englischsprachigen Nachrichtenportalen, da die gleichen Nachrichten auch auf anderen Webseiten erreichbar ist.

Im Prinzip kann man sagen, dass die Sperrung von nicht-chinesischsprachigen Webseiten nicht effektiv ist und auch nicht im Vordergrund steht – wichtig ist die Kontrolle von chinesischsprachigen Webseiten oder von ausl�ndischen Organisationen, die regierungskritisch sind UND irgendwie mit China vernetzt sind.

Das Internet als Instrument der Regierung

Die chinesische Regierung ist nicht daran interessiert, die Entwicklung des Internets zu verhindern – das Internet wird gef�rdert, wo es nur geht.Es ist ein wichtiges Instrument, um Nachrichten der Regierung zu verbreiten – man kann wohl sagen, dass die chinesische Regierung es geschafft hat, auch online im chinesischsprachigen Internet ein Nachrichtenmonopol zu erhalten und Meinungsf�hrer zu sein.

Au�erdem sollen �ber das Internet Gesetze und Verordnungen ver�ffentlich werden, mit dem Ziel, Korruption zu verringern. Auch einfache Leute in der Provinz sollen die M�glichkeit haben, sich �ber das Internet �ber ihre Rechte kundig zu machen.

Eine Ausnahme bei der bisherigen Vernachl�ssigung ausl�ndischer Webseiten scheinen aber ausl�ndische Community-Webseiten zu sein. Chinesische Webseitenbetreiber m�ssen sich registrieren, auch chinesische Blogger sollen sich registrieren und nicht mehr anonym bloggen d�rfen, auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie das durchgesetzt werden soll. Ausl�ndische englischsprachige Blog-Communities werden deshalb immer �fter gesperrt, um zu verhindern, dass Chinesen einfach auf ausl�ndische Portale ausweichen. Mit einigen gro�en Anbietern von online communities hat die Chinesische Regierung wahrscheinlich Absprachen getroffen (blogger.com von google ist erreichbar, auch MSN-Spaces).

Gesperrt sind in China z.B. die bekannte Blogsuchmaschine technocrati.com. Seit neuestem aber auch http://www.livejournal.com, eine der popul�rsten Blog-communities.

Es w�re interessant zu erfahren, wieviele Chinesen livejournal verwendet haben. Insgesamt gibt es dort 1,8 Millionen blogs, unter den Top-Ten sind Chinesische Nutzer auf jeden Fall laut einer Hochrechnung auf Wikipedia nicht: http://en.wikipedia.org/wiki/LiveJournal.

Eventuell ist die Blockierung von livejournal auch nur eine vor�bergehende Aktion, da w�hrend wichtiger politischer Ereignisse in China oft die Zensur ausl�ndischer Webseiten versch�rft wird. Anlass f�r die Sperrung k�nnte die Sitzung des Nationalen Volkskongress sein.

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