Über die Wasserqualität in China hört man ja so einiges. Und die wenigen Flüsse oder Seen, die es in Beijing gibt, die sehen auch nicht immer zwingend gut aus. Selbst in den vielen Parks gibt es Probleme – so schwammen zum Beispiel neulich im Longtan Park die Zierfische mit dem Bauch nach oben. Und das ist ein künstlicher See, abgetrennt von natürlichem Zufluss – ich hätte erwartet, dass wenigstens hier das Wasser besser ist. Aber das stört die Pekinger nicht. Nebenan, neben der dicht befahrenen Guang Anmen Nanbinghe Lu verläuft ein ca. 15 Meter breiter Kanal, in dem die Pekinger baden. Und an anderen Stellen, z.B. im Liangmaqiao Fluss oder am noch größeren See des Honglingjin Parks halten sogar Angler ihre Rute ins Wasser. Ob das überhaupt legal ist, weiß ich nicht. Derzeit hat es eher etwas von Maden baden, denn ich habe bisher noch nicht gesehen, dass ein Fisch anbeißt – geschweige denn, dass einer in den vom Angler mitgebrachten Behälter liegt.

Sollten Sie dennoch mal einen fangen, so hoffe ich, dass er eines schnellen Todes stirbt – im Restaurant werden die Fische nämlich erstickt. Raus aus dem Wasser, rein in den trockenen Eimer, gewogen, an den Tisch gebracht, gezeigt, und dann ab in die Küche. Unsere Bitte, den Fisch eins überzuziehen, damit er nicht mehr zappelt, hat der Kellner übrigens nicht verstanden.

Liebe Grüße Leo

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