China zeigt der Welt mal wieder, wie “effektiv” ein autorit�rer Staat Probleme l�st. Die Schweinegrippe wird dort ziemlich rigoros bek�mpft, manch einer wirft China eine �berreaktion vor. Masken sind vor allem in China mal wieder ein Verkaufsschlager (wenn sie wegen des Smogs in den Gro�st�dten nicht sowieso getragen werden).

Die ersten Schlagzeilen machte China, als es� Mexikaner festhielt und vorsorglich in einem Krankenhaus unter Quarant�ne hielt, auch wenn die Mexikaner keine Symptome zeigten. Als kleine Revanche auf diese “Diskriminierung” hatte Mexiko dann wiederum 98 Chinesen in Mexiko festgehalten. Inzwischen durften sowohl die Mexikaner als auch die Chinesen in ihre Heimat zur�ckkehren. Schweinefleisch aus Mexiko wird inzwischen von mehreren Staaten boykottiert, darunter auch China.

Die neueste Nachricht sind jetzt striktere Visa-Regelungen f�r die USA. Die USA hat mit �ber 400 F�llen nach Mexiko die h�chste Zahl von Schweinegrippe-Infektionen. Als Reaktion hat China jetzt alle Express-Regelungen ausgesetzt, die Bearbeitung wird jetzt 6 Werktage beanspruchen, au�erdem m�ssen US-B�rger, die ein Visum beantragen, angeben, welche L�ndern und US-Bundesstaaten sie besucht haben.� Es kann gut sein, dass diese Regelungen bis zum 60. Jahrestag der Gr�ndung der VR China in Kraft bleiben, immerhin werden aus Angst vor Protesten die Visaregelungen wieder versch�rft.

Eigentlich wollte ich nur ins Kino und den neuen Star Trek Film anschauen (Seol, COEX-Center, Megabox). Ich hatte �ber das Internet ein E-Ticket bestellt und kam dar�ber nach dem Film mit 2 Koreanern� und einem amerikanischen Gesch�ftsmann� – nennen wir ihn mal Jim – ins Gespr�ch (Jim hatte sich gewundert, dass ich nur ein Blatt Papier �ber einen Scanner halten musste, um ins Kino zu kommen). Zuerst diskutierten wir nur �ber Online-Bestellsysteme und wie fortschrittlich Korea sei, auch �ber die Popularit�t von Star Trek in Korea. Dann kam heraus, dass die beiden Koreaner oft ausl�ndische Delegationen betreuten (sie war eine �bersetzerin,� er war aus dem unteren Management und konnte etwas Englisch) , sie interessierten sich eigentlich beide nicht so sehr f�r den Film. Aber heute waren sie mit Jim da, der sich fr�hmorgens eben noch Star Trek anschauen wollte, bevor das eigentliche Besuchsprogramm anfing. Jim war das erste mal in Asien, war ausgesprochen h�flich und versuchte, sich den koreanischen Sitten anzupassen. Er beschwerte sich scherzhaft �ber die R�ckenschmerzen, da er sich so oft verbeugen m�sse. Wie das ging, konnte ich ein paar Minuten sp�ter beobachten, als er sich das erste mal ziemlich tief� (und unn�tigerweise) vor einer Verk�uferin im Cafe verbeugte. Danach musste er sich vom Jungmanager verabschieden, es ging ab zum Gesch�ftspartner mit der �bersetzerin. Jim verbeugte sich wieder tieeeef und ignorierte die Hand, die ihm der Jungmanager entgegenstreckte, der sie daraufhin sichtlich irritiert zur�ckzog. Jim bemerkte die Hand doch noch und streckte ziemlich irritiert seine eigene Hand aus, die H�nde trafen sich dann doch noch.

Die �bersetzerin und Jim gingen, Mr. Jungmanager erz�hlte mir dann noch, dass dies gestern mehrmals� passiert war, als sich Jim mit seinen Chefs getroffen hatte. Es kann �brigens �fters zu Problemen kommen, wenn sich Westler mit jungen, westlich orientierten Asiaten treffen, vor allem wenn sich beide anpassen m�chten.

Wie geht es eigentlich richtig?

Bei der ersten Begegnung verbeugen sich auch Koreaner untereinander UND geben sich dabei die Hand. Bei sp�teren wird sich eigentlich nur noch verbeugt, wenn man sich trifft.

Webseite �ber Korea: http://de.koreaorbit.com

Jetzt mal off-topic:

Im M�rz 2008 hat Google den Google Admanager eingef�hrt, dabei aber wohl einiges verschlafen.

Ich �berlege gerade… seit wann gibt es den Euro?

1. Januar 2002 als Festgeld, 1999 als Buchgeld. Ich habe im Internet noch eine Menge Skrips gefunden f�r Drop-Down Menus f�r W�hrungen, die noch DM und andere europ�ische W�hrungen enthielten. Der Google Entwickler f�r die Seite hat sich wohl bei so einem alten Skript bedient

Screenshot:

Google Admanager

Google Admanager

Nachdem die Visaregelungen nach den Olympischen Spielen wieder gelockert worden waren, werden sie jetzt laut einem Bericht der South China Morning Post vom 29. April im Vorfeld der 60-Jahr-Feierlichkeiten zur Gr�ndung der VR China wohl wieder versch�rft. Es trifft wieder die Business-Visa: Alle F-Visa, die ab dem 15. April genehmigt wurden, werden am 15. September ablaufen. Wie immer hatte die Sprecherin des Au�enministeriums keine Ahnung von den neuen Regelungen.

Dies war auch die Sprachregelung vor der Olympiade. Es g�be keine neuen Regelungen, nur bestehende Regelungen w�rden strikter umgesetzt. Genervt haben die Regelungen schon damals. Bin gespannt, wie schnell die lokalen Visaagenturen wieder Umwegen finden, bzw. wieviele Expats China w�hrend der Feierlichkeiten wieder verlassen m�ssen.

Schon ganz interessant, was so �ber Korea in den Nachrichten steht (Google news)

  • koreanische Teilnehmer eins WoW-Turniers
  • koreanisches Arbeitsrecht
  • VDA-Chef Wissmann, der sich �ber Importschranken auf dem koreanischen Automarkt beschwert
  • Werke der koreanischen K�nstlerin Yee Sookyung
  • Atompl�ne von Nordkorea

In Korea selbst gibt es derzeit fast nur eine Nachricht: Die Bestechungsaff�re um den fr�heren koreanische Pr�sidenten Roh Moo-hyun. Er hatte bei seinem Amtsantritt 2003 versprochen, die Regierung sauber zu halten. Angeblich soll er Millionenbetr�ge von einem koreanischen Gesch�ftsmann genommen haben. Nach Deutschland ist von dieser Nachricht noch nichts vorgedrungen.

Wie unterschiedlich �ber lokale Ereignisse in Deutschland berichtet wird, ist mir schon �fters w�hrend meiner Aufenthalte in Korea und China aufgefallen, so krass, dass die No. 1 Nachricht des Landes derart ignoriert wird, war es selten.

Stattdessen sind die Nachrichten �ber Korea (der Reihe nach) mit irgendwelchen Pressemitteilungen gef�llt. Journalisten machen es sich heutzutage immer leichter. Immerhin die Sueddeutsche und der Tagesanzeiger berichten davon.

Anscheinend gibt es den Film �ber John Rabe bereits als Raubkopie in China, obwohl er erst gestern in vielen Kinos in China anlaufen sollte. Der Film soll ja nach James Bond “Ein Quantum Trost” der gr��te Kinostart in China gewesen sein. Die Premiere in China gabs bereits am 28. April in Peking. In Deutschland l�uft der Film bereits seit dem 2. April.

Ich habe mit einem Bekannten gechattet, der hat sich vor allem dar�ber gewundert, dass Rabe in dem Film nicht als Held dargestellt wird. Ich habe den Film leider noch nicht gesehen, in Korea gibts den Film leider (noch) nicht, zumindest habe ich ihn noch nicht im Kinoprogramm entdeckt. Aber ich kann mir vorstellen, dass so ein Film �ber Ereignisse im 2. Weltkrieg, in dem ein Deutscher, der NSDAP-Mitglied war, mal positiv wegkommt, von einem deutschen Regisseur wohl nur so von politischer Korrektheit triefen wird. Ok, das ist ein Vorurteil, das ich aber beibehalten werde, bis ich den Film selbst gesehen habe.

Ich bin gespannt, wie der Film in Japan ankommt. Das Nanjing Massaker ist dort ja heftig umstritten. Ich habe vor ca. 10 Jahren in China studiert und dort ein Jahr lang mit einem Japaner in einem Zimmer zusammengelebt. Seine Theorie war, dass die Japaner gar keine andere Wahl hatten, als auf chinesische Zivilisten zu schie�en, da sich die Widerstandsk�mpfer als Zivilisten verkleidet hatten. Nach ihm seien auch nicht so viele Chinesen umgekommen. Immerhin h�tten gar nicht so viele Chinesen in Nanjing gewohnt.

Ich habe nach einer Weile aufgeh�rt, mit ihm �ber solche Themen zu reden.

Unter http://forum.chinaseite.de betreibe ich auch ein Forum zu China. Wegen der �nderung der Nutzungsbedingungen hab ich jetzt eine Rundmail verschickt und bekam einige interessante Antworten.

Anscheinend wollte ein Benutzer das Forum verlassen. Anstatt einfach den Admin zu benachrichtigen, �nderte er das Passwort und schrieb eine beliebige Email-Adresse in sein Benutzerkonto.

Das ist keine besonders schlaue Methode, da es sein kann, dass diese Email-Adresse registriert ist und somit jemand anders die M�glichkeit erh�lt, Nachrichten, die �ber das Forum an den Benutzer gesendet werden, zu empfangen. Sich das Benutzerkonto nur mit Kenntnis und Empfangsm�glichkeit der Email-Adresse anzueignen ist allerdings nicht so einfach m�glich, da man auch den Benutzernamen kennen und bei einer Passworterneuerung beides angeben muss.Allerdings kam die Email nat�rlich bei einem anderen Empf�nger an, mit dem ich daraufhin einen ziemlich entspannten Austausch von ein paar Emails hatte.

Auch interessant zu beobachten war, wie viele Benutzer Auto-Antwort eingeschaltet haben bzw. eine Abwesenheitsnotiz sandten. Ein Spammer, der solche Autoantworten erh�lt, hat somit eine best�tigte Email-Adresse. Das Spamaufkommen wird sich bei Kontos mit Autoantwort wahrscheinlich sehr schnell erh�hen.

Viele Expats, die China verlassen, nehmen das kleine braune Buch gleich mit: Die Arbeitserlaubnis, die man ben�tigt, wenn man in China arbeiten m�chte und eine permanente Aufenthaltserlaubnis beantragen m�chte. Normalerweise ist man verpflichtet, diese Arbeitserlaubnis zur�ckzugeben.

Ca. 1 Jahr nach dem Verkauf meiner Firma in China muss der neue Chef seine Arbeitserlaubnis verl�ngern. Es hat sich herausgestellt, dass dies pl�tzlich nicht mehr m�glich ist, weil mein kleines braunes Buch (ich war ja Ex-Chef) noch nicht wieder zur�ckgegeben wurde. Zum Gl�ck war es schnell wieder auffindbar und wurde dann ordnungsgem�� zur�ckgegeben. Ich hatte schon� nicht mehr daran gedacht, an den steinigen Weg, es zu erhalten erinnere ich mich aber noch genau.

Ich werde immer wieder gefragt, wie man eigentlich seine Arbeitserlaubnis erh�lt. Viele Bekannte von mir fliegen mit einem Touristenvisum nach China, suchen sich dort einen Job und wundern sich, dass es Probleme gibt, selbst nach Ausstellung der Arbeitserlaubnis die Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

Fr�her gab es hier mehr “kreative” M�glichkeiten als heute, was vor allem mit den Olympischen Spielen zu tun hat, die dazu gef�hrt haben, dass viele Regeln strenger durchgesetzt wurden (und immer noch werden).

Grunds�tzlich muss man unterscheiden zwischen Arbeitserlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung. Selbst wenn man eine Arbeitserlaubnis erh�lt bedeutet dies nicht automatisch, dass man seinen Aufenthaltsstatus �ndern kann. Fr�her war das relativ unproblematisch. Man konnte z.B. sein Touristenvisum in ein Business-Visum �ndern (innerhalb Chinas). Dann mit dem Business-Visum alle Formalit�ten erledigen und sein Arbeitsvisum erhalten. Sp�ter wurden dann schrittweise strengere Regeln durchgef�hrt. Eine �nderung von Touristen- auf Business-Visum war nicht mehr m�glich. Es gab allerdings immer noch Workarounds, in der Praxis haben die Visumsagenturen einfach in kleineren St�dten die Visa umgewandelt und wohl die Beamten geschmiert. Die n�chste �nderung, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten: Das Business Visum musste pl�tzlich au�erhalb Chinas ausgestellt sein, um ein Arbeitsvisum zu erhalten, ich bin mir nicht sicher, ob dann auch ein Z-Visum Voraussetzung f�r ein Arbeitsvisum war.

Der normale Weg w�re sowieso der folgende:

  1. Antrag auf Ausstellung der Arbeitserlaubnis w�hren man in Deutschland ist
  2. Beantragung eines Z-Visums f�r 30 Tage g�ltig
  3. Einreise nach China
  4. Antrag auf Austellung der Aufenthaltserlaubnis in China innerhalb von 30 Tagen

Man ben�tigt insgesamt folgende Unterlagen f�r die Austellung der Aufenthaltserlaubnis

  • Reisepass (l�nger g�ltig als 6 Monate)
  • Gesundheitszeugnis
  • Visumantragsformular mit Photo
  • Arbeitserlaubnis (Original) vom Ministerium f�r Arbeit und soziale Sicherung der VR China. Diese wird normalerweise der Arbeitgeber bei den zust�ndigen Beh�rden beantragen und Ihnen f�r die Beantragung des Visums nach Deutschland senden

In einem Restaurant in Seoul wollten wir gem�tlich zu Abend essen und ein Fl�schchen Wein dazu bestellen. Wir verlangten einen f�r 30000 Won – Sold out. 39000 Won – Sold out. 35.000 Won� – Sold out. So ging es weiter, bis wir schlie�lich zum Wein f� 65000� Won (ca. 38 Euro) kamen. Ich frage mich, ob der g�nstige Wein auch ausverkauft gewesen w�re, wenn der Kellner gewusst h�tte, dass wir 2 Bier-Gutscheine dabei hatten – und Bier bestellten wir dann auch.

Aus dem Hotelzimmer eines Bekannten in Korea:

Putzfrau in Korea

Putzfrau in Korea

Das “Good Boy” (der Bekannte ist �ber 30) kommt daher, weil er so ordentlich ist und die Putzfrau ihn deswegen vorher schon gelobt hatte. Wer die Nummer des Hotels m�chte, um den netten Service selbst kennenzulernen, bitte eine Nachricht an mich.

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