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Heute habe ich eine Bewerbung aus S�dafrika erhalten. Bevor �berhaupt die Qualifikationen aufgez�hlt wurden, folgende Zeilen im Lebenslauf:

HEALTH : Excellent

CRIMINAL RECORD : None

Andere L�nder, andere Sitten (bzw. Schwerpunkte).

Vorgestern habe ich die Webseite des Konkurrenten eines potentiellen Kunden in Peking gesehen. Der Konkurrent hat seine Rechnung an den Webmaster nicht bezahlt. Das Ergebnis war eine h��liche Webseite (for sale) und dazu tats�chlich ein deutlicher Hinweis mit Link auf die Webseite meines potentiellen Kunden.

In Deutschland w�re daf�r wohl gleich eine Abmahnung f�llig, in China kommt man mit solchen brachialen Zahlungserinnerungen wohl durch.

Ich werde nie wieder behaupten, in Deutschland gebe es zuviel B�rokratie – Ehrenwort.

Lies eine Bank in China doch tats�chlich eine Bank�berweisung zur�ckgehen, weil ich das “Co.Ltd.” im Firmennamen des Empf�ngers bei der �berweisung nicht angegeben hatte. Ich h�tte es ja gerne angegeben, allerdings war nicht genug Platz im entsprechenden Feld f�r den Firmennamen im Online Banking Formular, da habe ich es eben weggelassen.

Klar, mein Fehler und eigentlich kein Grund jetzt �ber die Bank herzuziehen.

Vor kurzem hatte ich ein Gespr�ch mit einem potentiellen Kunden in Peking.
Deren Webseite hatte ein super Design, allerdings war sie nicht wirklich geeignet, erfolgreich Neukunden �ber das Internet zu gewinnen.
Das Treffen lief nicht wirklich wie ich es sonst gewohnt bin. Der Marketing Director war mehr damit besch�ftigt, etwas zu Essen zu besorgen bzw. ein Date mit einer Kollegin zu bekommen (verst�ndlich), die mich w�hrend des Treffens begleitete als �ber das Projekt zu reden.

Aus dem Auftrag wurde nichts und es tat mir auch nicht wirklich leid darum. Ein paar Wochen sp�ter hatte ein anderes (chinesisches) Webdesign-Unternehmen zumindest einige Vorschl�ge, die ich w�hrend des Treffens angeregt hatte umgesetzt und sogar mit dem CMS, das ich vorgeschlagen hatte – das kommt davon wenn man zu viele Informationen rausgibt.

Sie scheinen mit dem Resultat ihrer Ma�nahme noch nicht zufrieden zu sein. Ich traf eine Managerin des Unternehmens auf einem Event einer Handelskammer in Peking. Sie kannte mich nicht und rief mich jetzt tats�chlich an, um nach Kooperationsm�glichkeiten im Bereich online marketing zu fragen. Sie lud mich zu einem Treffen in ihrem B�ro ein. Ich hatte nicht den Eindruck, dass der Marketing Director, den ich das erste mal getroffen hatte, von ihrer Initiative wei�. Vielleicht sollte ich ja hingehen. K�nnte am�sant werden.

Ich habe in einem fr�heren Beitrag schon einmal den Tipp gegeben, die Visitenkarte lieber stecken zu lassen, wenn man jemanden trifft, der f�r einen Business Club in China unterwegs ist bzw. um unerw�nschte Werbung per SMS zu vermeiden, eine Visitenkarte ohne Handy Nummer zu drucken.

Wie zur Best�tigung meines Vorschlags habe ich heute eine Email erhalten mit einem Veranstaltungshinweis eines Business-Clubs in Beijing. Die Email wurde an ca. 200 Personen geschickt, alle Email-Adressen waren in “CC” eingef�gt, d.h. f�r jeden Empf�nger zu sehen.

Innerhalb von 10 Minuten erhielt ich 5 weitere Werbeemails mit riesigen Anh�ngen.

Die Werbeemails stammten von Unternehmen, die ebenfalls im Email-Verteiler des Business-Clubs waren und sich wohl �ber die zus�tzlichen Email-Adressen f�r ihren Werbeverteiler sehr gefreut haben d�rften.

Es ist ja schon �fters vorgekommen, dass ein Kunde eine Webseite wollte und wir bei der Suche nach Namen feststellen mussten, dass der Firmenname bereits mit der Domainendung “de” registriert war, bei gr��eren Firmen auch alle anderen g�ngigen Domainendungen.

Oft handelt es sich dabei um sogenannte “Cybersquatter” die Domainnamen von ber�hmten Pers�nlichkeiten oder Unternehmen registrieren, um sie dann zu verkaufen.

Inzwischen hat man in Deutschland als Betroffener recht gute Chancen, Domaingrabber und Cybersquatter zur Herausgabe der Domain zu zwingen, wenn man nachweisen kann, dass man berechtigtes Interesse hat, diese Domain zu verwenden.

Die IHK Heilbronn weist jetzt in ihrem Newsletter darauf hin, dass “betr�gerische” chinesische Unternehmen immer �fter die cn-Domain von ausl�ndischen Firmen registrieren und diese dann anschreiben. Gleichzeitig empfiehlt sie aber auch, diese Betr�ger quasi zu unterst�tzen, in dem man �ber die “German Industry and Commerce” an die Cybersquatter herantritt und die entsprechende Domain abkauft. Gut, das ist wohl auf jeden Fall besser, als auf solche Emails direkt zu antworten (wenn man vom Domaingrabber direkt angeschrieben wird) oder mit dem Domaingrabber direkt zu verhandeln.

Ich h�tte aber einen grunds�tzlich besseren Vorschlag: Gro�e Unternehmen haben sowieso genug Geld, die k�nnen in China entweder klagen oder bei der CIETAC die Herausgabe der Domain beantragen. Das ist schon aus Prinzip besser, als Cybersquatter zu unterst�tzen und in ihrem Gesch�ft zu best�rken

F�r kleine und mittelst�ndische Unternehmen habe ich einen noch besseren Tip: Einfach ignorieren. Entweder auf einen anderen Namen (z.B. in Kombination mit dem Landesnamen) ausweichen oder eine andere Domainendung w�hlen. Es gibt eigentlich f�r ein kleines oder mittelst�ndisches Unternehmen kaum einen vern�nftigen Grund, sich auf einen Domainnamen festzulegen oder auf eine L�ndesendung.

China Mercedes”>China Mercedes

Mit der Pr�sentation der R-Klasse (Rikscha-Klasse), das erste Fahrzeug der Welt AG, das ausschlie�lich f�r den chinesischen Markt produziert werden soll, wollte der Weltkonzern den chinesischen Automarkt aufmischen.
Die R-Klasse vereint westliches Know-how mit traditionellem chinesischem Fahrzeugbau.
Die R-Klasse l�ste im Management der ehemaligen Welt -AG ein China-Euphorie aus:

�Mit der neuen R-Klasse werden wir den chinesischen Markt im Sturm erobern. Unsere Designer haben einen wirklichen chinesischen Volks-Mercedes geschaffen, der einen v�llig neuen Kundenkreis im Reich der Mitte erschlie�t�.
Unbekannter Manager der Daimler AG

Trotz zahlreicher Warnungen wird die R-Klasse gemeinsam mit einem chinesischem Partner in einem Jointventure produziert:

�Auf unseren Partner lasse ich nichts kommen. Er bringt die Produktionsanlagen und Arbeiter, wir das Know-how und das Geld, wie es von uns westlichen Unternehmen erwartet wird.�
Unbekannter Manager der Daimler AG

Erste Kopie der R-Klasse in Peking entdeckt

Allerdings gibt es auch R�ckschl�ge bei dem neuen Projekt. Bevor �berhaupt das erste Fahrzeug der R-Klasse vom Band fuhr gab es Ger�chte �ber ein chinesisches Unternehmen gleich um die Ecke, das angeblich eine eigene R-Klasse produzieren wollte. Eine erste Kopie der R-Klasse wurde jetzt in Peking entdeckt. Es handelt sich angeblich um einen Prototypen des Produktf�lschers um die Ecke, der das neue Fahrzeug erst im Einsatz testen wollte.

Der Chef des Produktf�lschers um die Ecke, ein gewisser Mr. Wang war nur f�r eine schriftliche Stellungnahme erreichbar:
�Alle unsere Produkte sind made in China. Sowohl Preis als auch Qualit�t sind chinesisch.�

Erste Ermittlungsergebnisse

Detektive, die vom Welt-Konzern angestellt wurden, fanden inzwischen heraus, dass �ber die H�lfte der Belegschaft die Tagschicht im Jointventure, die Nachtschicht beim Produktf�lscher um die Ecke verbringt.
Da sowohl Abendessen als auch das Fr�hst�ck vom ausl�ndischen Jointventure bezahlt w�rden, k�nne der Produktf�lscher um die Ecke erhebliche Produktionskosten einspaaren und sich so einen zus�tzlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Der chinesische Chef des Jointventures, ebenfallsein gewisser Mister Wang, denkt, es habe keinen Zweck, gerichtliche Schritte gegen den Produktf�lscher um die Ecke einzuleiten:
�Das ist China. Chinesen lernen eben schnell. Am besten ist, wenn wir die R-Klasse schnell technisch weiterentwickeln und die Kunden durch Qualit�t �berzeugen. Wir arbeiten bereits an der R2-Klasse.�

Unternehmer, die in China t�tig sind, stehen oft vor der Entscheidung, wem sie ihr Vertrauen schenken sollen. Sie ben�tigen die Unterst�tzung von Partnern (Rechtsanw�lte, Webdesgner, Marketing, Buchhaltung & Steuerberater ….) und oft ist es auch Zufall, ob man an den richtigen ger�t, vor allem wenn dieser Partner in einem Bereich t�tig ist, von dem man selbst wenig Ahnung hat.

Ein paar Tips, um das Prinzip Zufall so gering wie m�glich zu halten:

  • �berpr�fen Sie, ob das Unternehmen Referenzen hat. Eventuell lohnt es sich, mit einem anderen Kunden des Partners Kontakt aufzunehmen. Nat�rlich gilt oft auch: Je renommierter das Unternehmen, desto teurer. Aber in China lohnt es sich oft, f�r Vertrauen zus�tzlich zu zahlen.
  • �berpr�fen Sie, wie lange der Partner selbst in China t�tig ist und vor allem, wie lange .
  • Recherchieren Sie im Internet. Vor allem, wenn Kunden unzufrieden sind, tendieren sie dazu, ihren Frust in Online Foren abzuladen (allerdings ist auf negative Foreneintr�ge nicht immer Verlass, zu positive Foreneintr�ge kommen manchmal von den Unternehmen selbst).
  • H�ren Sie auf Empfehlungen. Fragen Sie ihre Business Partner, mit welchen Unternehmen sie schon positive Erfahrungen gemacht haben.

Neulich habe ich im Internet eine Seite entdeckt, die einige wenige Dienstleister in China �berpr�ft und weiterempfiehlt:

http://www.chinasolved.com.

Die Seite setzt mehr auf Klasse statt auf Masse. Zwei der empfohlenen Manager kenne ich pers�nlich und w�rde die Empfehlung 100% teilen.

Es scheint jetzt etwas schwieriger geworden zu sein, F-Visa in China zu verl�ngern. Bisher war es ohne Probleme m�glich um 6 Monate zu verl�ngern, einige Bekannte hatten jetzt aber schon Probleme, eine Verl�ngerung f�r 3 Monate zu bekommen. Kann sein, dass die chinesische Regierung wegen der Olympischen Spiele im n�chsten Jahr die Visa-Regeln versch�rft anwendet oder einfach mehr Kontrolle �ber Ausl�nder bekommen will, die mit einem F-Visum ohne Arbeitserlaubnis in China arbeiten, aber keine Steuern zahlen.

Wenn ich eine Webseite f�r einen Kunden aufbaue, soll sie auch erfolgreich sein.

Das Ziel einer Webseite;
a) Besucher
b) Umwandlung der Besucher in richtige Kunden

Vor ein paar Tagen hatte ich ein Treffen mit einem potentiellen Kunden wegen seiner Webseite. Sie haben wohl erst k�rzlich einiges an Geld und Zeit f�r ihre jetzige Webseite investiert. Sie sah modern aus, tolles Design in Flash.
Dummerweise gab es ein paar Probleme.

  1. Die Webseite war 100% in Flash, d.h. nicht besonders suchmaschinenfreundlich. Webseiten k�nnen zwar Flash-Elemente enthalten, zumindest die Navigation und der Inhalt sollte aber in HTML sein.
  2. Die Zielgruppe waren ausl�ndische Kunden (d.h. nicht-chinesische), die Webseite war in HK gehostet. Aus Deutschland ben�tigte man ca. 1 Minute Ladezeit pro Seite. D.h. selbst wenn sie jetzt anfangen, Bannerwerbung auf anderen Webseiten zu oder google-adwords schalten, wird wohl kaum ein Besucher solange warten, bis die Seite l�dt – ich war so ehrlich und habe ihm auch von Werbung auf meiner eigenen Seite abgeraten – bevor er seine Webseite nicht ge�ndert hat.
  3. �Das lustigste war, dass der Grafikdesigner java-script verwendet hat, um die Flash-Animation zu laden. Suchmaschinen k�nnen diesem Javascript-Link nicht folgen. Der Kunde war ziemlich geschockt, als ich zur Demonstration java-script ausgeschalten habe, um zu demonstrieren, wie google seine Seite sieht (leerer Bildschirm). Selbst in den google-Suchergebnissen war kein Text zu sehen.

Naja, der Grafikdesigner hat eigentlich einen hervorragenden Job gemacht, die Webseite sieht sehr gut aus, kann realistisch gesehen aber nur als Erg�nzung zur offline-Werbung verwendet werden (z.B. auf Visitenkarten oder Flyern oder Pressemitteilungen). �ber Suchmaschinen wird er jedoch keinen einzigen Neukunden gewinnen.

Der Marketing-Direktor war nicht wirklich erfreut, als ich ihm mitgeteilt habe, dass er f�r effektives Online Marketing erstmal seine komplette Webseite umgestalten muss.

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