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Heute hatte ich eine l�ngere Skype-Diskussion mit einem chinesischen Manager, der f�r ein US-Unternehmen in China arbeitet. Es ging darum, wie ausl�ndische Unternehmen das lokale Management kontrollieren.

Er meinte hier einen grunds�tzlichen Unterschied in der Philosophie von US- und europ�ischen Unternehmen, die in China investieren, festgestellt zu haben. W�hrend es f�r US-Unternehmen meistens selbstverst�ndlich sei, ihre eigenen Controlling-Ma�nahmen auf China zu �bertragen, kenne er einige europ�ische Unternehmen, bei denen sich sogar der lokale Manager �ber den Vertrauensvorschuss gewundert habe, insbesondere wird von vielen westlichen Investoren die Bedeutung des Firmenstempels untersch�tzt. Ein weiterer Fehler ist, Kontrollma�nahmen nach einiger Zeit schleifen zu lassen.

Hier mal einige grundlegende Ma�nahmen, die auch kleine Unternehmen einhalten sollten (selbst wenn es auch finanziell einen Zusatzaufwand bedeutet)

  • genauer Background-Check des lokalen CEO bei der Einstellung.
  • Legal Represantative der WFOE kann zu Beginn immer noch jemand in der Muttergesellschaft sein (normalerweise ist der “Chairman of the Board”), der dann regelm��ig nach China fliegt, w�hrend der General Manager vor Ort eben f�r das Tagesgesch�ft zust�ndig ist
  • unangek�ndigte Kontrollen vor Ort
  • Klare Richtlinien f�r die Barkasse. Lieferanten per �berweisung bezahlen, soweit wie m�glich. Die Barkasse so gering wie m�glich halten
  • Genau festlegen, wer welche Betr�ge genehmigen und ausgeben darf
  • Berichtswesen einf�hren (z.B.Buchhaltung/Steuererkl�rungen zweisprachig, englisch, chinesisch)
  • regelm��ige Reports an das Board

Stempelmanagement in China

H�rt sich komisch an, ist aber in China extrem wichtig.� Die Bedeutung des Firmenstempels kann gar nicht untersch�tzt werden. Man macht sie nicht einfach selbst, sondern beantragt die Herstellung beim Public Security Bureau????). Es gibt verschiedene Stempel:

  • Company Chop: Ein runder Stempel, mit dem Firmennamen eingraviert. Jedes Unternehmen erh�lt nur einen Firmenstempel. Alle wichtigen Dokumente und Vorg�nge ben�tigen den Firmenstempel (�nderung von Firmendokumenten wie Business Scope, Firmenname …, Er�ffnung eines Bankkontos,
  • Name Chop: Mit dem Namen des Legal Represantative, wird bei der Administration of Industry and Commerce registriert und gilt auch als Unterschrift des Legal Represantative des Unternehmens, oft in Verbindung mit dem Company Chop
  • Finanzstempel: Wird normalerweise verwendet, wenn man Zahlungen veranlasst (Scheck, Fa Piao).
  • Human Resource Stamp: Wird verwendet beim Unterzeichnen von Arbeitsvertr�gen oder beim abstempeln von Dokumente, die notwendig sind, um ein Arbeitsverh�ltnis zu registrieren
  • Contract Stamp: Wird verwendet um Vertr�ge im Gesch�ftsverkehr mit anderen Unternehmen abzustempeln
  • Import und Export Stempel

Es gibt verschiedene M�glichkeiten, den Gebrauch verschiedener Stempel zu kontrollieren. Die Stempel sollten im Safe aufbewahrt werden. Auch sollte dem Management klar sein, welche Bedeutung die einzelnen Stempel haben, welche Dokumente und Vertr�ge mit welchem Stempel versehen werden. Der Gebrauch der Stempel sollte im Idealfall auch dokumentiert sein.

Der Business Stamp kann vom CEO aufbewahrt werden, der Financial Stamp von der Steuerberatung, der Name Chop

China hat, spontan wie immer und f�r Registrare sehr �berraschend, die Regeln f�r die Registrierung von .cn-Domains versch�rft. Seit dem 12. Dezember werden die Regeln umgesetzt. Demnach d�rfen nur noch registrierte Unternehmen oder zugelassene Organisationen .cn-Domains registrieren.

Was als Kampf gegen Spam und Pornographie und andere ungesunde Inhalte verkauft wird, schlie�t im Endeffekt erstmal alle Privatpersonen von der Registrierung von .cn-Domains aus. Wie sich die neue Praxis auf Domains auswirkt, die vor dem 12. Dezember registriert wurden, bleibt noch abzuwarten.
Hoffnungen, dass Zensurma�nahmen mit bestimmten Daten und Jubil�en zu tun haben ( Massaker am Platz des himmlischen Frieden 1989, 60 Jahre Gr�ndung der VR China, Olympia, ExPo in Shanghai) und danach wieder aufgehoben werden, haben sich in letzter Zeit immer wieder zerschlagen.

Es kann durchaus sein, dass die Regelung f�r .cn Domains nur ein weiterer Schritt der Regierung ist, Kontrolle �ber alle unliebsamen Inhalte (was politische Inhalte mit einschlie�t) zu erhalten bzw. diese f�r chinesische Internetuser unzug�nglich zu machen.
Allerdings ist es im Moment f�r Chinesische Unternehmen und Privatpersonen m�glich, auf internationale Domainendungen auszuweichen und sich somit der Kontrolle des f�r die Registrierung der chinesischen Domains zust�ndigen China Internet Network Information Center (CNNIC) zu entziehen.

Registrare wie godaddy planen z.B., f�r chinesische Nutzer alipay als Zahlungsmethode anzubieten und k�nnten somit von der neuen Regelung profitieren.

Es ist nat�rlich m�glich, dass die chinesischen Beh�rden auch dieses Schlupfloch in absehbarer Zeit schlie�en m�chten.
Derzeit gibt es ca. 13 Millionen registrierte .cn-Domains, was 80% der registrierte Webseiten in China ausmacht.

Allerdings sto�en die Ma�nahmen nicht �berall im Westen auf Ablehnung.

http://www.spamhaus.org/news.lasso?article=652 gratuliert der CNNIC ausdr�cklich zu dieser tollen Ma�nahme zur Spam- und Betrugsbek�mpfung:

“So as we extend our congratulations to CNNIC for this good first step in trying to reclaim the “.cn” ccTLD for the honest Chinese internet users, we stress that further steps do still need to be taken”

Die Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) unternimmt jetzt endlich konkrete Schritte f�r die Einf�hrung von nicht-lateinischen Top-Level Domains.

Bewerber k�nnen sich ab dem 16. November um eine landessprachliche Version ihrer Zone bewerben. Also auch Domains mit der Endung “??”. Wann diese dann genau eingef�hrt werden, ist aber noch unklar, eventuell aber schon ab Mitte 2010. L�nder wie Russland, China, Griechenland, Japan, Korea geh�ren zu den potentiellen Bewerbern um Top-Level Domains in ihrer Landessprache.

Heute habe ich mal ein paar Stellenb�rsen f�r China angeschaut, die popul�rste d�rfte ja zhaopin.com sein, die gibt es auf chinesisch und (teilweise) auf englisch.

Wer sich dort bewerben m�chte, wird unter anderem aufgefordert, seine Parteizugeh�rigkeit anzugeben. Da ich den ein oder anderen jungen, ehrgeizigen Chinesen kenne, der unbedingt in die Kommunistische Partei eintreten m�chte (bei zumindest einer Bekannten wurde der Antrag abgelehnt), gehe ich mal davon aus, dass dies in China stark karrieref�rdernd ist.

Das erinnert mich z.B.

  • an den Bewerber vor einigen Jahren aus S�dafrika, der ganz oben in der Bewerbung seine gute Gesundheit und sein tadellosen polizeiliches F�hrungszeugnis betont hat
  • an die chinesische� Bewerberin, die w�hrend des Vorstellungsgespr�chs einen Anruf von ihrem Chef erhalten und ihm gesagt hat, sie sei krank
  • an eine Bewerberin aus den USA, die geh�rt hatte, in Deutschland w�rden ehrenamtliche T�tigkeiten von Chefs nicht gerne gesehen und deshalb ihre ganzen ehrenamtlichen T�tigkeiten, die dort f�r manche Stipendien quasi obligatorisch sind, bei der Bewerbung weggelassen hat
  • an den Lebenslauf, in dem ich per google-Suche sogar noch erkennen konnte, woher der Bewerber die Textbausteine hatte
  • an die chinesische Bewerberin, die sagte, sie m�ge zwar nicht alle Ausl�nder, aber Deutsche f�nde sie ok
  • ach so.. die Partei.. da war mal was im “Company Law of the People�s Republic of China” (fr�here Beitrag)

Ich soll den chinesischen Markt erobern, es ist Mittwoch Abend, morgen ist Feiertag. Wenn ich mich beeile, werde ich hoffentlich bis zum Wochenende fertig. Auf jeden Fall muss ich morgen flei�ig sein.

Aber ich wollte eigentlich etwas anderes schreiben:

Aus der Buchhaltung eines kleinen Unternehmens:

Ein Kunde bestellt ein Produkt und bezahlt per Scheck, der per Post versandt wird. Ein paar Wochen sp�ter geht die Mahnung an die Kundin raus, die aber� auf den versandten Scheck hinweist.

Bezahlung per Scheck ist ja in Deutschland nicht unbedingt �blich. Das B�ro wird also durchw�hlt, der Scheck ist nicht auffindbar. Des R�tsels L�sung: Die Suchfunktion des Dokumentenmanagementsystems im Computer. Nach dem keyword “Scheck” gesucht, schon erscheint der gesuchte Eintrag. Die Azubi hat den Scheck tats�chlich gescannt, das Texterkennungsprogramm dr�ber laufen lassen, die Datei unter dem Dateinamen “scheck-kundenname.jpg” gespeichert.

Der Scheck selbst hat sie dann fein s�uberlich gelocht und unter “ordnungsgem��” abgeheftet.
Wie sich eben �ltere Leute nicht mit Paypal und Co. auskennen, haben j�ngere ihre Problem mit “�lteren” Zahlungsmethoden und in ihrem Leben noch keinen Scheck gesehen.

Der Scheck ist jetzt aber erstmal unbrauchbar und die Kundin ist hoffentlich so nett und schreibt ihn noch einmal.

Die neue Suchmaschine von Microsoft soll “bing” hei�en:

http://www.bing.com/ComingSoon

Ich frage mich nur, warum das erste Wort, dass mir dazu einf�llt, “Krankheit” ist.� Ach ja. Das chinesische Schriftzeichen ? , welches soviel wie Krankheit bedeutet und wie die neue Suchmaschine ausgesprochen wird. Klar, es gibt noch mehr Schriftzeichen mit der gleichen Aussprache, aber das f�r Krankheit f�llt mir dazu als erstes ein.

Ich frage mich, welches Schriftzeichen einem chinesischen Muttersprachler dazu einf�llt. Egal, in China wird ? bestimmt ein gro�er Renner.

Man kann gespannt sein, wie dieser neue Name in der chinesischen Blogosp�hre aufgenommen wird. Ich werde das in den n�chsten Tagen verfolgen.

Es gibt viele offene Fragen und Missverst�ndnisse, was die ICP-Lizenz angeht, die man ben�tigt, um eine Webseite innerhalb Chinas zu betreiben. Deshalb hier einige Infos dazu.
Wer eine Internetseite in China betreiben m�chte, muss �ber eine ICP-Lizenz verf�gen (ICP = Internet Content Provider).
Diese Lizenz betrifft jedoch nur Seiten, die innerhalb Chinas gehostet werden.

Vorab zum rein formalen Vorgang:

Im Prinzip erh�lt man die ICP-Lizenz durch das Ministry of Industry and Information Technology (MIIT)
Vor dem Antrag muss man sich unter http://www.miibeian.gov.cn/ registrieren. Die Seite ist auf chinesisch, es gibt keine englische Version.

Die folgenden Infos werden beim Online-Antrag ben�tigt:

  • Name, Vorname des Webseitenbesitzer
  • Privatperson oder Unternehmen
  • Reisepass Nummer
  • Name des Investors (falls vorhanden)
  • Adresse
  • Operation Type (d.h. Gesch�ftlich oder privat)
  • Name und Daten der Kontaktperson (inkl. Nummer des Reisepasses)
  • Telefonnummern (gesch�ftlich, privat, Handy)
  • Email
  • Name der Webseite
  • Art der Webseite (z.B: Blog, Forum, Shop)
  • Art des Contents (Musik, Reisen �.)

Die Bearbeitung des Antrags kann ein paar Tage oder Wochen dauern, da der Antrag mit dem Web-Hosting-Provider abgeglichen wird.

Falls der Antrag abgewiesen wird, werden die Gr�nde genannt, d.h. man kann nach geforderten �nderungen noch einmal die Lizenz beantragen.
Es gibt oft Missverst�ndnisse, was diese ICP-Lizenz angeht, deshalb die wichtigsten, die mir immer begegnen.

  • Grunds�tzlich muss man nur eine Lizenz beantragen, wenn man innerhalb Chinas hostet. D.h. Ich kann eine chinesischsprachige Webseite auch im Ausland oder in Hong Kong hosten und ben�tige dann keine Lizenz. Es ist sogar so, dass ich ohne einen Webhoster innerhalb Chinas gar keine solche Lizenz beantragen kann, da man den Hoster beim Antrag angeben muss.
  • Selbst wenn ich eine solche Lizenz habe, kann meine Seite blockiert werden.
  • Falls ich innerhalb Chinas eine Webseite ohne Lizenz betreibe, kann sie jederzeit vom Netz genommen werden. Im Februar diesen Jahres hat China angefangen, die Regeln besser durchzusetzen und von den Webhostern in China verlangt, Seiten ohne ICP-Lizenz zu schlie�en. Davon waren besonders viele Blogger betroffen.
  • Als ausl�ndisches Unternehmen ohne Sitz in China kann ich zwar eine ICP-Lizenz beantragen, formal sogar ohne Kontaktperson in China. In der Praxis werden Antr�ge ohne lokalen Kontakt immer abgelehnt.
  • Des weiteren ist es v�llig egal, welche Domainendung meine Seite hat. Ich kann sogar eine cn-Domain au�erhalb Chinas registrieren und betreiben, ohne dass ich eine ICP-Lizenz ben�tige. Wichtig ist nur, wo die Seite gehostet wird.
  • Die Registrierung ist kostenlos, es kann aber sein, dass es Services gibt, die einen beim Antrag unterst�tzen und daf�r eine Geb�hr verlangen.

Die obigen Angaben gelten f�r nicht kommerzielle Webseiten. Die Frage ist, ob man als ausl�ndisches Unternehmen so eine Lizenz beantragen kann?

Welche Institutionen sind f�r den Internet Content in China verantwortlich?

  • General Administration of Press and Publication (GAPP)
  • Ministry of Public Security (MPS)
  • State Administration for Industry and Commerce (SAIC)

Grunds�tzlich kann man� als ausl�ndisches Unternehmen eine ICP-Lizenz f�r nicht kommerzielle Webseiten sehr einfach beantragen, es gen�gt die einfache Online-Registrierung und der Akt ist nur eine Formali�t.

Was als kommerziell und als nicht kommerziell gilt ist auch heute noch nicht einheitlich geregelt, es gibt zwar eine Definition, die ist aber ziemlich unklar formuliert. Im Laufe der Zeit wurde die Auslegung weniger streng. So gilt z.B. eine einfache Firmenwebseite als nicht kommerziell, die Erteilung einer ICP-Lizenz d�rfte in diesem Fall ohne viel Probleme m�glich sein.
Interessant ist, dass auch viele E-Commerce Aktivit�ten inzwischen als nicht kommerziell gelten, da immer mehr offline t�tige Unternehmen ihre Produkte online anbieten. Dies wird h�ufig durch die lokalen B�ros des Minstry of Industry and Information Technology (MII) unterschiedlich gehandhabt.

Ausl�ndische Investoren die in China Internet-Services anbieten m�chten, m�ssen sich aber immer noch durch einen Dschungel von Genehmigungen und Beschr�nkungen k�mpfen, der sehr schwer durschaubar ist. Es gibt aber viele M�glichkeiten, Online Services f�r den chinesischen Markt anzubieten und von HK oder Singapur aus zu hosten. Die Geschwindigkeit der Internetverbindung ist heutzutage auf jeden Fall kein Kriterium mehr, n�her an die chinesischen Nutzer zu ziehen, von China aus sind Webseiten in HK, Singapur oder auch den USA schnell erreichbar. Ich habe auch einige Start-ups erlebt, die zuerst im Ausland ihren Serverstandort hatten und erst sp�ter nach China umgezogen sind und alle Lizenzen beantragt haben. Auch wenn es verboten ist, leihen chinesische Unternehmen ihre ICP-Lizenz immer noch an ausl�ndischen Unternehmen aus.

Die komischste Geschichte, was Job-Hopping in China angeht:

Es ist immer wieder lustig, wenn man in ausl�ndischen Firmen in China sowohl mit dem ausl�ndischen Chef als auch mit den chinesischen Mitarbeitern Kontakt hat.

Ein Mitarbeiter verl��t das Unternehmen. Der Chef jammert �ber die chinesische “Job-hopping”-Mentali�t, Gehalt sei alles, blablabla. Der Mitarbeiter habe die Firma von einem Tag auf den anderen verlassen, den Arbeitsvertrag gebrochen (d.h. K�ndigungsfrist nicht eingehalten) und nicht einmal die Bonuszahlung verlangt, die 2 Wochen sp�ter noch f�llig war.

Das machte mich doch etwas stutzig. Die Erkl�rung des Mitarbeiters: Der Chef habe seine ausl�ndischen Kollegen besser behandelt als die chinesischen und sei ein Rassist. Ich habe etwas nachgehakt. Konkreter Vorwurf, der das Fass zum �berlaufen gebracht habe:� Pl�tzlich habe es unterschiedliche Toiletten f�r Chinesen und Ausl�nder gegeben, die chinesischen Mitarbeiter h�tten keinen Zutritt zur “guten” Toilette mehr (es gab zwei auf dem Stockwerk).

Ich habe den Chef gefragt, dessen Erkl�rung: Keiner habe mehr Zugang zur “guten” Toilette, wie sie von allen scherzhaft schon beim Einzug in das B�rogeb�ude genannt worden war, sie sei jetzt eben zugeschlossen, keine Ahnung warum, er habe nicht dar�ber nachgedacht, er und zumindest die anderen ausl�ndischen Mitarbeiter gingen jetzt eben ein Stockwerk h�her.

Der Hauptunterschied zwischen den Toiletten: Die “gute” war westlicher Stil zum Hinsetzen, die weniger sch�ne, die von allem gemieden wurde, war eine Hocktoilette.

Naja, h�tten sie doch nur mal miteinander geredet. Aber es gibt eben einige Themen, die gemieden werden, der Mitarbeiter ist eben ohne ein Wort zum Chef verschwunden.

Also zumindest letztes Jahr hat man das hier gebraucht, um ein F-Visum (Business Visum) f�r China zu erhalten:

  • Flugticket (Hin- und R�ckflug)
  • Hotelreservierung in China f�r den kompletten Aufenthalt
  • Einladungsschreiben
  • Antragsformular mit Photos (wieviel wei� ich nicht mehr)

Das Einladungsschreiben wird von der Firma organisiert, mit der man Gesch�fte macht. Die schreibt das Einladungsschreiben nicht selbst sondern beantragt es z.B. f�r Peking hier:

Beijing Municipal Bureau of Commerce
Service Hall on the first floor, Counter 11,
190 Chaoyangmennei Daijie, Dongcheng District, Beijng 100010
Telefon: 010-6522 1696, 010-6523 6688 Extension. 2165

http://eservice.beijing.gov.cn/

Bzw. die englische Version: http://www.ebeijing.gov.cn/default.htm

Hier gibts die genauen Infos auf englisch: http://www.ebeijing.gov.cn/visa/Fvisa/t982146.htm

Wenn man mich fragt, wie kompliziert es ist, in China eine Firma zu registrierten, sage ich scherzhaft immer: In Deutschland hat es 30 Minuten gedauert, in China 3 Monate. Der Vergleich hinkt nat�rlich, weil ich in Deutschland mit der GbR eine sehr unkomplizierte Rechtsform gew�hlt habe. Die Registrierung einer GmBH ist in Deutschland auch aufw�ndiger. Egal.

Ich habe mir heute noch einmal den aktuellen Stand angesehen, was man ben�tigt, wenn man eine Wholly Foreign Owned Enterprise in Peking registriert. Dann habe ich mir die Liste angeschaut. Was bekommt man eigentlich an Dokumenten von den B�rokraten zur�ck?

Wenn man das vergleicht, was die Anzahl der Dokumente bzw. Stempel angeht, nicht mal unbedingt ein Verlustgesch�ft.

Also, die folgenden Dokumente muss man vorbereiten:

  1. Name Reservation Form
  2. Application Letter
  3. Articles of Assoctiation
  4. List of Directors /Shareholders
  5. Office Lease Agreement (ok, da braucht man auch einige Dokumente, die der Vermieter vorbereiten muss, ich z�hls mal als eines)
  6. Notarized Certificate of Incorporation bzw. Handelsregisterauszug
  7. Passport of WFOE Direcor(s)
  8. Bank Reference Letter
  9. Application Form
  10. Power of Attorney (d.h. Vollmacht f�r den Rechtsanwalt)
  11. Resume of Legal Representative / Chairman of the Board
  12. Letter of Appointment for legal help f�r den Anwalt
  13. Inventarliste (manchmal)
  14. Kontaktdaten des Supervisors der WFOE (Name, Vorname, ID, Adresse)

Das habe ich zur�ckbekommen bzw. diese Dokumente und Stempel musste ich dann in meinem Safe aufbewaren oder an die Wand h�ngen.

  1. 1 Orginal:� ????????������ Corporate Business License der PRCh
  2. 2 Kopien:� ????????������ Corporate Business License der PRCh
  3. 1 Original: ????����������������������� Certificate of approval
  4. 2 Kopien: ????������������������������ Certificate of approval
  5. 1 Original: ????????������ Organization Code Certificate
  6. 1 Kopie:????????����������� Organization Code Certificate
  7. 1 Original: ????? � � � � � � � � � Tax Registration Certificate
  8. 1� Kopie ?????����������������������� Tax Registration Certificate
  9. 1 Original ?????������������������� Approval documents for foreign exchange
  10. 1 Original: ?????������������������ Statistics Registration Certificate
  11. 1 Original: ?????������������������ Statistics Registration Certificate
  12. 1 Original: ?????????� Zertificate of registration of the foreign-invested enterprise
  13. ??� � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � �� 1 Stempel
  14. ???������������������������������������������������ noch ein Stempel
  15. ??? � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � � noch ein Stempel
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knappes Ergebnis: 16 : 14 f�r die B�rokraten. Der Aufwand lohnt sich also.

Auf www.chinaseite.de gibt es in den n�chsten Tagen nach mehreren Anfragen auch mal einen praxisnahen Bericht aus eigener Erfahrung. Was muss man beachten, was bedeuten die vielen Stempel und Zertifikate eigentlich, was kann schiefgehen?

Wenn mich also jemand noch einmal bittet, einen Business Plan f�r China zu zu pr�fen oder zu schreiben, werde ich dieses Ergebnis auch mit einflie�en lassen.

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