Erlebnisse in China


Neulich haben wir eine neue Domain registriert f�r eine chinesischsprachige Webseite. Da es ein neues Projekt ist und wir damit in n�chster Zukunft wenig Besucher erwarten, haben wir sie auf einen shared server bei einem amerikanischen Webhoster gehostet. Irgendwann wunderten wir uns doch, warum die Domain aus China nicht erreichbar ist.

Einfache Erkl�rung nach kurzen Tests: Die IP des Servers des US-Hosters war in China gesperrt.

Mal wieder Geld am falschen Ende gespaart. Jetzt steht erstmal ein Serverwechsel an.

Zum Gl�ck wars keine Kundenwebseite.

Neulich erhielt ich einen Anruf einer chinesischen Firma, die Druckertinte verkaufen wollte. Ich habe einen Laserdrucker, teilte der Verk�uferin dies mit.

– Sie k�nne mir auch einen Tintenstrahldrucker verkaufen, damit ich ihre Tinte weit unter dem �blichen Marktpreis erhalten k�nne.

– – Der Laserdrucker ist aber neu, ich brauch weder Drucker noch Patrone

– Tintenstrahldrucker h�tten viele Vorteile

— ich brauche wirklich nichts

– sie w�rde gerne mit dem verantwortlichen Chef der IT-Abteilung reden

— das w�rde nichts n�tzen, wenn es einen solchen Chef gebe, w�rde ich ihn anweisen, keinen Drucker zu kaufen

– (unverst�ndliches gebrabbel)

– – K�nnen Sie den Satz nochmal wiederholen, ich bin Ausl�nder und das war eben zu schnell

– Das glaubt sie mir nicht, ich m�sse aus einer Provinz stammen.

– – keine Provinz, ich stamme aus Deutschland ?? (Deguo)

– Deutschland sei keine Provinz, wo liegt das denn?

– – Westeuropa

– Kann nicht sein, ich m�sse aus Guangzhou stammen

– – wie sie denn darauf k�me

– in Guangzhou spr�chen sie auch so komisch

Normalerweise freue ich mich ja, wenn ich am Telefon mit einem Chinesen verwechselt werde, dieses mal hielt sich die Freude in Grenzen.

In Korea (und auch in anderen asiatischen L�ndern) sollte man unbedingt darauf achten, keien l�chrigen Socken zu tragen. In vielen Restaurants und in Wohnungen und Tempeln sowieso geh�rt es sich, dass man die Schuhe auszieht.

Zum Gl�ck wusste ich das vorher:

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/942/99843/

Ein Kunde will seine deutschen Produkte in China verkaufen und dazu einfach einen chinesischsprachigen online shop aufbauen. Nach einigen Erkl�rungen seiner Idee und seiner Produkte…

-Wie er sich das mit Bezahlung und Lieferung vorstelle?

– – �h …ganz normal halt…

Bildlich kann ich mir vorstellen, wie sein Unternehmen Bestellungen aufnimmt, die Lieferung erfolgt mit dem Fahrrad, die Bezahlung in Bar.

In China funktionieren eigentlich die meisten Online Shops auf diese Weise (auch wenn Lieferung mit dem Auto auch schon �blich ist…). Der Kunde bestellt den Artikel online. Gr��ere internationale Unternehmen wie Dell k�nnen ohne weiteres Vorauskasse anbieten, da auch bei chinesischen Kunden bei gro�en Unternehmen ein gewisses Vertrauen herrscht. Kein Unternehmen, dass noch alle Sinne beisammen hat (wer eine Ausnahme kennt, bitte mitteilen), bietet Kauf auf Rechnung an. Normalerweise erfolgt die Bezahlung in Bar bei Lieferung.

So geschehen beispielsweise bei der Bestellung eines Flugtickets bei einem gro�en Reiseanbieter in China. Ich bestellte online, es erfolgt ein telefonischer R�ckruf, Lieferung wurde ausgemacht (wie �blich war das Ticket, das ich bestellt hatte, nicht mehr zum angegebenen Preis erh�ltlich), am n�chsten Tag rief mich ein Kurier an, wir machten einen Treffpunkt aus.

Die Lieferung erfolgte mit einem klapprigen Fahrrad, die Bezahlung in Bar.

beijing-hutong-5.jpg

Oh verdammt. Erster Tag in Korea – erste Verabredung – erste Versp�tung. Ich habe doch glatt vergessen, dass es zwischen China und Korea
eine Stunde Zeitunterschied gibt.

Es gibt mit Skype eine gute M�glichkeit, auch in China telefonisch erreichbar zu sein.

Mich hat es genervt, wenn ich auf Gesch�ftsreisen im Ausland f�r deutsche Kunden telefonisch nicht erreichbar war. Jetzt habe ich mir eine Skype-in-Nummer zugelegt. Ein Anrufer zahlt also nur die ganz normalen Geb�hren f�r ein Ortsgespr�ch, wird an meinen Skype-Account weitergeleitet. Bin ich am Computer, kann ich das Gespr�ch per Skype entgegennehmen. Bin ich mal in China, lasse ich einfach alle Anrufen an mein Handy weiterleiten. Das kostet mich 4 cent pro Minute und den Anrufer nichts zus�tzliches.

Schon genial. Bald gehts wieder nach China, mal schauen,wie der Empfang ist.

Man sollte wohl darauf achten, dass man die Heizkosten in chinesischen B�ros bzw. Wohnungen den Vermieter bezahlen l��t – was eigenlich auch Standard in den Mietvertr�gen ist. Wenn im Winter geheizt wird, k�nnen bei der Abrechnung nach der Heizperiode happige Zusatzkosten auf einen zukommen.

Wer in China w�hrend der Nationalfeiertage Traveller Schecks wechseln m�chte, k�nnte Schwierigkeiten bekommen, da dies in vielen Banken w�hrend der offiziellen Feiertage nicht m�glich ist.

Man sollte also darauf achten, w�hrend der Feiertage immer genug Bares dabei zu haben.

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