So, es war mal wieder soweit, die Software einiger Webseiten musste upgedatet werden.

Dabei ist einem Programmierer ein lustiger (naja) fauxpas passiert. Er versuchte die Datenbank der Webseite A mit der Software der Webseite B upzudaten. Dummerweise waren nicht alle Module von Webseite B auch auf Webseite A installiert, d.h. die Tabellen, die Webseite B als �berfl�ssig erkannte wurden auf Webseite A einfach gel�scht. Der Schlamassel war nat�rlich nicht mehr zu beheben.

Zum Gl�ck machen wir fleissig Backups, allerdings nehmen die Backups eine Menge Webspace in Anspruch. Ich frage mich, wie das andere Webhaster halten:

a) keine eigenen Backups und auf den Webhoster vertrauen
b) t�gliche Backups
c) W�chentliche Backups
d) Kombination aus b) und c) (so mache ich es)
e) was anderes

Ich habe gerade einen Blick auf die Spam Protection von wordpress riskiert:

“Akismet has protected your site from 6,114 spam comments.”

Ist das eigentlich viel?

Hier ein kleines Video, das Eric (siehe englischer Blog http://blog.chinaorbit.com) auf youtube gestellt hat:

In Peking ist zur Zeit ein typischer Winter ohne viel Schnee, allerdings sonniges Wetter. Genau richtig, um durch die Gegend zu laufen und Impressionen von Peking aufzunehmen.

Wie ich eben erfahren habe, ist es den Verantwortlichen in meiner ehemaligen Wohneinheit inzwischen zu dumm geworden, ihren manuellen Olympia-Countdown jeden morgen auf den neuesten Stand zu bringen. Eventuell liegt es nur an der morgendlichen K�lte, es kann aber auch sein, dass die (verordnete) Begeisterung f�r Olympia etwas nachgelassen hat. Ich hoffe nat�rlich, dass sich das nicht auf die p�nktliche Er�ffnung der Olympischen Spiele 2008 in Peking auswirkt, die ja am 8.8.2008 um 8.08 Uhr beginnen sollen.

In der Zwischenzeit sind mir nat�rlich noch einige Dinge aufgefallen, die sich in diesem (bzw. letzten) Jahr in Deutschland ge�ndert haben bzw. die ich erst jetzt mitbekomme:

  • Die Laden�ffnungszeiten haben sich chinesischen Verh�ltnissen angeglichen, irgendwie kann man viel l�nger einkaufen als letztes Jahr
  • es scheint eine Art Pokermania ausgebrochen zu sein w�hrend ich weg war
  • mit dem deutschen Humor geht es weiter abw�rts, es gab tats�chlich eine Fortsetzung der 7 Zwerge (schon 2006) und
  • ein gewisser Mario Barth versucht, lustig zu sein und verdient damit anscheinend Geld
  • es gibt noch mehr Kreisverkehre in Deutschland, die Kreuzungen sterben bald aus
  • eine Busfahrt kostet hier vor Ort jetzt umgerechnet 30 yuan (fast 3 Euro)
  • in Aral-Tankstellen gibt es jetzt merkw�rdige Benzinsorten
  • schneit es noch weniger als vor einem Jahr?
  • Es gibt in Deutschland eine neue Hotelkette namens “Tokio Hotel”

Ansonsten bin ich auch in China anscheinend dank Internet und Kommunikationsm�glichkeiten wie skype ganz gut auf dem Laufenden geblieben.

Ich bin mal wieder in Deutschland. Ein Kulturschock ist das zwar nicht, allerdings muss man sich schon an einiges gew�hnen:

  • die Leute reagieren auf ein ??? (duibuqi, chines. f�r Entschuldigung) ziemlich unverst�ndlich (das Problem gibt es nur w�hrend der ersten paar Stunden in Deutschland, dann ist das Gehirn wieder ganz auf deutsche Sprache eingestellt)
  • die Verpackung der Milka-Schokolade hat sich ge�ndert (soll so angeblich besser schmecken)
  • die Postfiliale ist jetzt im D�nerladen und wird von einer Frau bedient, der man ihre Unsicherheit bei der Bedienung der Kasse deutlich anmerkt
  • das y ist jetzt ein z und umgekehrt (auf der Tastatur)
  • die Bedienung bei der �rtlichen B�ckerei ist ungewohnt h�flich
  • die Kellner(innen) br�llen nicht durch das ganze Restaurant
  • das Internet ist pl�tzlich so schnell
  • rote Ampeln werden von den meisten Leuten beachtet
  • Taxis gibt es fast nur an Bahnh�fen, sonst muss man die tats�chlich vorher anrufen

In den n�chsten Tagen gibt es hier bestimmt noch eine Menge Erg�nzungen.

Ich bin mit einem Touristenvisum nach China eingereist. Dies war notwendig da der Visadienst den ich beauftragt hatte, meine Unterlagen f�r ein Z-Visum verschlampt hatte und mir einfach ein Touristenvisum schickte – das Antragsformular hatten sie wohl selbst ge�ndert. Es war nicht mehr genug Zeit um das zu �ndern.

In China habe ich das Touristenvisum dann erstmal in ein F-Visum umgewandelt.

Jetzt wollte ich eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Alle Unterlagen waren da – das Problem war nur, dass ich eben mit einem Touristenvisum eingereist bin. Auch als rechtlicher Vertreter der Firma muss man mindestens mit einem F-Visum nach China eingereist sein um eine Aufenthaltgenehmigung zu erhalten. Einfach nur ein F-Visum zu besitzen z�hlt nicht.

Das ist zwar nur ein kleines Beispiel.

In China ist es aber oft so, dass man einige Dinge vorl�ufig erledigt oder sich auf das goodwill eines Sachbearbeiters verl��t und etwas nicht 100%ig korrekt handhabt – China gilt ja als das Land, in dem man immer irgendwelche L�sungen findet. Dies ist aber immer weniger der Fall.

Irgendwann �ndern sich entweder irgendwelche Vorschriften oder ein anderer Sachbearbeiter setzt die Vorschriften strenger um und stellt dann unbequeme Fragen. Ich habe das auch oft bei Firmenregistrierungen erlebt, dass Anw�lte, die zwar die Vorschriften kennen aber nicht genau wissen, wie sie inzwischen umgesetzt werden, Tips geben, wie man Formalit�t X oder Y einfacher erledigen kann. Irgenwann fallen aber solche Abk�rzungen meiner Erfahrung nach immer auf einen zur�ck. Vor allem in China sollte man deshalb immer alles 100%ig nach Vorschrift erledigen um sp�tere Probleme zu vermeiden.

Eine lustige Erfahrung im Visa Center am Schalter f�r die Beantragung der dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung. Vor mir steht ein anderer Westler, seit 15 Jahren in China. Er versucht dem Beamten klarzumachen dass ihm irgendjemand gesagt habe, er brauche f�r die Kopie des Formulars XY keinen Stempel des Arbeitgebers.

Erstmal ben�tigt man in China f�r alles einen Stempel, am besten einen roten (mehrere sind meistens besser). Nach 15 Jahren in China sollte man das wissen.

Der Mann vor mir war in den 15 Jahren anscheinend nicht f�hig sich auch nur ansatzweise an die chinesische Kultur anzupassen, auf jeden Fall fing er irgendwann an den Beamten anzubr�llen. Sein chinesisch war sehr schlecht er versuchte dem Beamten klarzumachen, dass er nach 15 Jahren in China wisse, was f�r Formulare bzw. Stempel er ben�tige.

Die Antwort des Beamten war entsprechen k�hl: 15 ? … ?????????? (Warum haben Sie in 15 Jahren nicht richtig chinesisch gelernt?).

Ich habe mich gerade noch beherrschen k�nnen.

Hier eine interessante Diskussion, was wohl aus Chinas wirtschaftlicher Entwicklung wird.

Und hier ist Teil 2:

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