Nach dem “Economic Freedom of the World Report” des Cato-Instituts bleibt Hongkong vor Singapur, Neu Seeland und der Schweiz die freieste Marktwirtschaft der Welt. Dabei wurden Kriterien wie die Gr��e der Regierung, die Sicherung von geistigem Eigentum, Handelsbarrieren und Regulierung der Wirtschaft herangezogen.

Hongkong wird immer noch von vielen Unternehmen als Sprungbrett nach China benutzt. Man registriert z.B. eine Firma in Hongkong und geht dann erst im zweiten Schritt in den chinesischen Markt. Nach der �bergabe Hongkongs an China hatten viele Kritiker bef�rchtet, es w�re vorbei mit der wirtschaftlichen und politischen Freiheit. Wirtschaftlich haben sich diese Bef�rchtungen zumindest nicht best�tigt.

China versucht derzeit alles, um zu beweisen, dass chinesische Produkte sicher sind. Firmen wie Wal-mart, Carrefour und Metro werden dazu als Zeuge herangezogen. 99% aller ihrer Produkte seien sicher. Bei Wal-mart sollen laut der Nachrichtenagentur xinhua sogar 100% aller Produkte sicher sein, die f�r den Export vorgesehen sind.

Ich frage mich, ob f�r die Produkte, die in China verkauft werden, die gleichen Qualit�tsanforderungen gestellt werden – falls mir das jemand von Carrefour versichern kann, schau ich demn�chst nochmal vorbei.

Meine letzten Produkte, die ich bei Carrefour gekauft habe, waren n�mlich leider nicht sicher – vor mir. Es handelte sich bei den “unsicheren” Produkten vor allem um westliche Kekse, Cornflakes und Kaffee. Carrefour hat freundlicherweise eine Ecke mit importierten Produkten. Ich erwarte n�chste Woche Besuch von einem Bekannten, der irgendwo in einer chinesischen Kleinstadt als Lehrer arbeitet, leider sind die “unsicheren” Produkte, die ich am Wochenende f�r in gekauft habe, mir zum Opfer gefallen. Jetzt muss ich nochmal einkaufen gehen.

Am 4. Oktober wird es auch auf meinem Blog nur einen Eintrag geben: Den mit dem Banner der Aktion “Free Burma“. Damit soll auf die Situation der Demokratiebewegung und deren gewaltsame Unterdr�ckung hingewiesen werden. Hier gibt es n�here Infos:

http://www.basicthinking.de/blog/tag/burma-action/.

Im Spiegel habe ich einen Bericht �ber das Urteil gegen den Schneider-Konzern wegen einer Patentverletzung in China gelesen. Schneider wurde darin wegen Verletzung eines Patentes eines chinesischen Unternehmens zu einer Strafe von 335 Millionen Yuan verurteilt. Schneider hatte das Patent nach eigenen Angaben schon jahrelang verwendet (das wurde vom Gericht ignoriert), dummerweise hatte das chinesische Unternehmen das Patent in China angemeldet.

Larry Sussman, Partner der Pekinger Kanzlei O’Melveny & Mayers ist wohl tats�chlich der Meinung, dieses Urteil sei ein Hinweis auf ver�nderte Rechtssprechung in China.

Diese Ansicht ist etwas merkw�rdig und ich kann mir nicht vorstellen, dass Sussmann dies wirklich wie im Spiegel geschrieben gesagt hat, aus folgenden Gr�nden:

  1. Gerichtsstand war der Heimatort des klagenden Unternehmens.
  2. Das klagende Unternehmen war ein chinesisches Unternehmen – es gibt dutzende F�lle, in denen ausl�ndische Unternehmen geklagt und entweder verloren haben (man bedenke z.B. das Urteil gegen Baidu wegen Verlinkungen auf mp3) oder das chinesische Unternehmen l�cherlich niedrige Strafen zahlen musste (z.B. das Urteil gegen die Betreiber des Pekinger Seidenmarktes, wo immer noch gef�lschte Produkte verkauft werden).
  3. Oft trauen sich auch ausl�ndische Unternehmen nicht, chinesische Unternehmen zu verklagen. Oft hat es sowieso keinen Sinn und vor allem gro�e Unternehmen f�rchten nat�rlich einen Imageschaden wenn sich die chinesische �ffentlichkeit auf Seiten des chinesischen Beklagten Unternehmens stellt (das dann durch solche Rechtsstreitigkeiten noch bekannter wird).

Das Urteil ist im Prinzip nur ein weiterer Hinweis darauf, dass es mit Rechtssicherheit f�r ausl�ndische Unternehmen in China immer noch nicht weit her ist.

Ich muss wohl nicht erw�hnen, dass in der chinesischen Presse mit einem etwas anderen Unterton �ber den Fall berichtet wird (Sieg f�r chinesische Unternehmen, die von ausl�ndischen Patentinhabern verklagt werden usw.)

Ich habe heut Peking danach durchsucht, wurde nicht f�ndig. Muss ich eben auf meinen n�chsten Deutschlandtrip warten – oder es in meine Liste f�r mein Care-Packet aus Deutschlanf aufnehmen, die immer l�nger wird:

1) Schokolade
2) Schokolade
3) Schokolade
4) Computerspiele
5) Lebkuchen
6) noch mehr Schokolade

Ich wurde gefragt, ob ich Kontakte zu einem Chinaexperten herstellen kann, der Vortr�ge auf einer Kreuzfahrt halten kann. Irgendwie reizvoll, so ein Job. Schade, dass ich ihn nicht selbst �bernehmen kann.

Nein, jetzt folgt nichts besinnliches. In China ist morgen der Nationalfeiertag, 1. Oktober, der Gr�ndungstag der VR China. Ich erinnere mich bisher nur mit Grauen an jeden 1. Oktober zur�ck, den ich in China verbracht habe.

Das erste mal, als ich beruflich in China war, verbrachte ich einen Gro�teil meiner Zeit damit, M�glichkeiten zu finden, Reiseschecks und Bargeld in Banken in RMB zu tauschen. Damals war das noch schwierig, da viele Banken w�hrend der Woche nach dem 1. Oktober keine Reiseschecks annahmen und entweder kein Geld tauschen wollten oder nur kleine Summen. Hotels tauschten wirklich nur f�r G�ste, w�hrend sie sonst f�r jeden tauschten. Ich wusste das nat�rlich vorher nicht. Das war meine erste wichtige China-Lektion: Auch die einfachsten Dinge, die in Deutschland selbstverst�ndlich sind, darf an in anderen L�ndern nicht als Selbstverst�ndlich voraussetzen.

Die zweite ungute Erinnerung (und die dritte) sind nat�rlich Reisen w�hrend der Woche nach dem 1. Oktober. Viele Chinese benutzen die freien Tage, um zu reisen oder Verwandte zu besuchen. D.h. es ist schwer, irgendwelche Tickets zu bekommen. Wenn man irgendwo ist und nicht im Voraus bestellt hat, kann es sein, dass man ein paar Tage festsitzt.

Dieses mal bleibe ich in Peking und werde wohl die Zeit mit Sightseeing und Software-Updates verbringen. Eventuell werde ich auch mein Fu�ball-Vokabular mit der chinesischen Version von FIFA 2007 ausbauen (Originalversion: 69 RMB).

Schade. Eigentlich dachte ich, wenn der erste gegen den zweiten in der Bundesliga spielt m�sste es sogar in China live �bertragen werden. Bisher kam Tischtennis, die Ziehung der Lottozahlen, ein Bericht �ber die Frauen-Fussball-WM und eine Menge Werbung. Das f�hrt einem mal wieder vor Augen, was f�r einen niedrigen Stellenwert die Bundesliga in China noch hat. Bayern sollte unbedingt mal einen chinesischen Nationalspieler verpflichten.

Nachtrag:
Tats�chlich doch noch. Mit 45 Minuten Versp�tung kommt das Spiel doch noch. �rgerlich, dass ich mir nicht verkneifen konnte, den Zwischenstand in Spiegel Online anzuschauen.

So, die Verl�ngerung der polizeilichen Registrierung habe ich gemacht. Anscheinend hat sich doch nicht so viel ge�ndert. Ausl�nder ben�tigen die Best�tigung, dass man wirklich in der Wohnung wohnt, nur einmal (???). Das bedeutet, die n�chste Verl�ngerung kann ich wieder selbst machen (wenn die Regelung bis dahin nicht wieder ge�ndert wird).

Jetzt steht erstmal die Zusammenstellung eines Care-Packets aus Deutschland an:

1) Schokolade
2) Schokolade
3) Schokolade
4) Lebkuchen (gibts den jetzt schon?)
5) Noch mehr Schokolade

Ich habe ja vor kurzem �ber den Betrugsfall mit einer China billige Digitalkamera”>billigen Digitalkamera berichtet.

Im folgenden Beitrag auf Alibaba.com gibt es einige n�tzliche Hinweise, wie man Betrug durch “Lieferanten” in China erkennt:

http://resources.alibaba.com/article/157657/Tips_for_buyers_to_avoid_being_defrauded.htm

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