Ich habe in einem fr�heren Beitrag schon einmal den Tipp gegeben, die Visitenkarte lieber stecken zu lassen, wenn man jemanden trifft, der f�r einen Business Club in China unterwegs ist bzw. um unerw�nschte Werbung per SMS zu vermeiden, eine Visitenkarte ohne Handy Nummer zu drucken.

Wie zur Best�tigung meines Vorschlags habe ich heute eine Email erhalten mit einem Veranstaltungshinweis eines Business-Clubs in Beijing. Die Email wurde an ca. 200 Personen geschickt, alle Email-Adressen waren in “CC” eingef�gt, d.h. f�r jeden Empf�nger zu sehen.

Innerhalb von 10 Minuten erhielt ich 5 weitere Werbeemails mit riesigen Anh�ngen.

Die Werbeemails stammten von Unternehmen, die ebenfalls im Email-Verteiler des Business-Clubs waren und sich wohl �ber die zus�tzlichen Email-Adressen f�r ihren Werbeverteiler sehr gefreut haben d�rften.

Das Interview, das ich am Wochenende im Deutschlandfunk gegeben habe, gibt es jetzt unter dem folgenden Link:

http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&playtime=1186334865&fileid=5aef252f

Thema: China putzt sich f�r Olympia:
Deutschlandfunk Sendung: Sport am Sonntag
Interview mit Kim Schiefer, dem Betreiber von Chinaseite.de

Es ist ja schon �fters vorgekommen, dass ein Kunde eine Webseite wollte und wir bei der Suche nach Namen feststellen mussten, dass der Firmenname bereits mit der Domainendung “de” registriert war, bei gr��eren Firmen auch alle anderen g�ngigen Domainendungen.

Oft handelt es sich dabei um sogenannte “Cybersquatter” die Domainnamen von ber�hmten Pers�nlichkeiten oder Unternehmen registrieren, um sie dann zu verkaufen.

Inzwischen hat man in Deutschland als Betroffener recht gute Chancen, Domaingrabber und Cybersquatter zur Herausgabe der Domain zu zwingen, wenn man nachweisen kann, dass man berechtigtes Interesse hat, diese Domain zu verwenden.

Die IHK Heilbronn weist jetzt in ihrem Newsletter darauf hin, dass “betr�gerische” chinesische Unternehmen immer �fter die cn-Domain von ausl�ndischen Firmen registrieren und diese dann anschreiben. Gleichzeitig empfiehlt sie aber auch, diese Betr�ger quasi zu unterst�tzen, in dem man �ber die “German Industry and Commerce” an die Cybersquatter herantritt und die entsprechende Domain abkauft. Gut, das ist wohl auf jeden Fall besser, als auf solche Emails direkt zu antworten (wenn man vom Domaingrabber direkt angeschrieben wird) oder mit dem Domaingrabber direkt zu verhandeln.

Ich h�tte aber einen grunds�tzlich besseren Vorschlag: Gro�e Unternehmen haben sowieso genug Geld, die k�nnen in China entweder klagen oder bei der CIETAC die Herausgabe der Domain beantragen. Das ist schon aus Prinzip besser, als Cybersquatter zu unterst�tzen und in ihrem Gesch�ft zu best�rken

F�r kleine und mittelst�ndische Unternehmen habe ich einen noch besseren Tip: Einfach ignorieren. Entweder auf einen anderen Namen (z.B. in Kombination mit dem Landesnamen) ausweichen oder eine andere Domainendung w�hlen. Es gibt eigentlich f�r ein kleines oder mittelst�ndisches Unternehmen kaum einen vern�nftigen Grund, sich auf einen Domainnamen festzulegen oder auf eine L�ndesendung.

Habe eben CCTV 8 – eingeschaltet – die bringen tats�chlich einen 30 (oder 40?) Jahren alten Heintje-Film auf chinesisch – ein echter Br�ller. Die Lieder sind aber auf deutsch, mit chinesischem Untertitel.

Ich hatte eigentlich auf CCTV 5 auf eine �bertragung des Liga-Pokal Finales gehofft (da l�uft im Moment leider Beach-Volleyball).

China Mercedes”>China Mercedes

Mit der Pr�sentation der R-Klasse (Rikscha-Klasse), das erste Fahrzeug der Welt AG, das ausschlie�lich f�r den chinesischen Markt produziert werden soll, wollte der Weltkonzern den chinesischen Automarkt aufmischen.
Die R-Klasse vereint westliches Know-how mit traditionellem chinesischem Fahrzeugbau.
Die R-Klasse l�ste im Management der ehemaligen Welt -AG ein China-Euphorie aus:

�Mit der neuen R-Klasse werden wir den chinesischen Markt im Sturm erobern. Unsere Designer haben einen wirklichen chinesischen Volks-Mercedes geschaffen, der einen v�llig neuen Kundenkreis im Reich der Mitte erschlie�t�.
Unbekannter Manager der Daimler AG

Trotz zahlreicher Warnungen wird die R-Klasse gemeinsam mit einem chinesischem Partner in einem Jointventure produziert:

�Auf unseren Partner lasse ich nichts kommen. Er bringt die Produktionsanlagen und Arbeiter, wir das Know-how und das Geld, wie es von uns westlichen Unternehmen erwartet wird.�
Unbekannter Manager der Daimler AG

Erste Kopie der R-Klasse in Peking entdeckt

Allerdings gibt es auch R�ckschl�ge bei dem neuen Projekt. Bevor �berhaupt das erste Fahrzeug der R-Klasse vom Band fuhr gab es Ger�chte �ber ein chinesisches Unternehmen gleich um die Ecke, das angeblich eine eigene R-Klasse produzieren wollte. Eine erste Kopie der R-Klasse wurde jetzt in Peking entdeckt. Es handelt sich angeblich um einen Prototypen des Produktf�lschers um die Ecke, der das neue Fahrzeug erst im Einsatz testen wollte.

Der Chef des Produktf�lschers um die Ecke, ein gewisser Mr. Wang war nur f�r eine schriftliche Stellungnahme erreichbar:
�Alle unsere Produkte sind made in China. Sowohl Preis als auch Qualit�t sind chinesisch.�

Erste Ermittlungsergebnisse

Detektive, die vom Welt-Konzern angestellt wurden, fanden inzwischen heraus, dass �ber die H�lfte der Belegschaft die Tagschicht im Jointventure, die Nachtschicht beim Produktf�lscher um die Ecke verbringt.
Da sowohl Abendessen als auch das Fr�hst�ck vom ausl�ndischen Jointventure bezahlt w�rden, k�nne der Produktf�lscher um die Ecke erhebliche Produktionskosten einspaaren und sich so einen zus�tzlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Der chinesische Chef des Jointventures, ebenfallsein gewisser Mister Wang, denkt, es habe keinen Zweck, gerichtliche Schritte gegen den Produktf�lscher um die Ecke einzuleiten:
�Das ist China. Chinesen lernen eben schnell. Am besten ist, wenn wir die R-Klasse schnell technisch weiterentwickeln und die Kunden durch Qualit�t �berzeugen. Wir arbeiten bereits an der R2-Klasse.�

Manchmal zweifle ich ja, ob ich Eintr�ge in den Events, die eigentlich nichts mit China zu tun haben, auf chinaseite.de zulassen soll. Da derzeit in S�dchina eine �berschwemmung herrscht, habe ich mich entschlossen, den Eintrag �ber Schimmunterricht in K�ln bei den Events nicht zu l�schen.

Heute habe ich Besuch aus Deutschland bekommen. Am ersten Tag haben wir den Platz des Himmlischen Friedens besucht. Das Resultat:

  1. zwei neue beste Freundinnen, die englisch lernen und uns die Stadt zeigen wollten (dankend abgelehnt)
  2. zwei Chinesinnen, denen ich ein paar S�tze auf englisch vorlesen musste, um ihr H�rverst�ndnis zu trainieren. Sie konnten auf keinen dieser S�tze antworten, mein Kommentar “????” (nicht bestanden)
  3. ein Chinese, der unbedingt mit unserem Fotoapparat ein Bild von uns machen wollte
  4. ein Chinesischer Reisef�hrer, der uns einen Trip zur gro�en Mauer verkaufen wollte
  5. eine Rikscha-Fahrer wollte seine Rikscha verkaufen (do you want to buy my rickshaw?)
  6. mehrere Verk�ufer von Souvenirs, Wasserflaschen, Eis ….
  7. Am Ende war ich schon etwas entt�uscht, aber dann kam sie doch noch, die Kunststudentin, die uns unbedingt eine Ausstellung zeigen wollte, weil es der letzte Tag der Ausstellung sei.

artikel-blog-bild.gif in China gesperrt:

Die Webseite des Anbieters …. ist von China aus nicht erreichbar. Auch der Empfang von Emails bereitet Probleme.

Das Unternehmen war k�rzlich nach einem Bericht der Wirtschaftswoche in die Schlagzeilen geraten. Die Wirtschaftswoche hatte berichtet, wonach wegen Vorw�rfen gegen den Vorstandsvorsitzenden wegen Betrugs, Untreue, Insiderhandel und Geldw�sche ermittelt werden soll.

Vom Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens wurde diese Meldung dementiert.

Nervig ist diese Sperre allemal, z.B. kann ich das Wort artikel-blog-bild.gif nicht in einem Link oder Artikel oder im Dateinamen erw�hnen, da sonst pl�tzlich der Blogeintrag f�r einige Minuten nicht erreichbar ist – dehalb das Wort artikel-blog-bild.gif als Bild in dem Artikel.

F�r manche Unternehmen in China hat diese Sperre, die bereits seit l�ngerem besteht, durchaus Konsequenzen. Wer nach China reist, kann seinen Email-Account mit der artikel-blog-bild.gif – Endung nicht abrufen.

So schafft man Abhilfe:

Wenn man eine Email von artikel-blog-bild.gif empf�ngt

Empf�ngt man z.B. eine Email mit der Endung, kann diese, wenn der eigene Mail-Anbieter au�erhalb Chinas ist, manchmal nicht mit einem Email Programm wie Outlook oder Mozilla herunter geladen werden. Der Download der Nachrichten stoppt und alle darauf folgenden Nachrichten werden so ebenfalls blockiert.
Eine Abhilfe schafft in dem Fall der Webmail-Zugang des eigenen Anbieter.

Man kann seine Emails online abrufen und die Mail, die den Download blockiert, einfach l�schen.

Wer einen Account des Unternehmens hat, kann einfach w�hrend seines China-Aufenthalts eine Weiterleitung zu einem anderen Anbieter aktivieren oder einfach einen Proxy-Service verwenden.

Lustig ist: Ich kam darauf, als ich einen Beitrag von www.mein-parteibuch.com las – allerdings kann ich den betreffenden Beitrag zwar auf der Hauptseite lesen, die Unterseite mit dem kompletten Bericht l��t sich allerdings von China aus nicht �ffnen.

Grund f�r die Sperre ist wohl einfach der Name der Webseite – der ist anscheinend durch die Wortzensur der Zensurtechnik in China gefallen.

Da tu ich einem Kunden in Peking einen gefallen und lasse ein Script, das eine Newsletter-Anmeldung versendet, auf meinem Server laufen. Das Script hat dann ab und zu die An- und Abmeldungen an den Server des Kunden versandt – bis ich auf der Spamliste des Kunden gelandet bin. Mit keinem der ca. 100 Mitarbeiter konnte ich mehr kommunizieren und habe mich tagelang gewundert, weshalb ich auf meine Anfragen keine Antwort bekomme. Jetzt haben wir uns dochmal die M�he gemacht, den Mailserver des Kunden richtig einzurichten, das Script l�uft jetzt bei ihm und ich habe wieder eine Menge chinesische IT-Fachausdr�cke gelernt – ein paar Kraftausdr�cke waren auch dabei.

Heute habe ich zwei �berraschungen in der U-Bahn erlebt:
Die erste: Zuerst kam ein junger Mann in die U-Bahn. Er hat eine Gitarre und seine Mundharmonika rausgeholt und richtig gut angefangen zu spielen. War mal eine Abwechslung zu dem Gesangs-Programm, was sonst in der U-Bahn geboten wird. Die Chinesen in der U-Bahn waren auch �berrascht.

Die zweite �berraschung war noch gr��er: Er hat gar kein Geld verlangt. Am n�chsten Stop ist er einfach ausgestiegen.

Das Business-Model hat von den Zuh�rern keiner verstanden.

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