Thu 25 Sep 2008
Jeden Morgen die gleichen bekannten Gesichter
Posted by Holly under China Allgemein , Erlebnisse in ChinaComments Off on Jeden Morgen die gleichen bekannten Gesichter
Oft regt man sich ja auf, dass das eigene Leben zu wenig Abwechslung bietet. Routine hat die �berhand genommen, oder noch besser, jeder Tag ist der gleiche. Wie im Film “und t�glich gr��tt das Murmeltier”. Aber so geht es mir auch oft, wenigstens auf meinem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad.
So passiere ich t�glich die erste Bushaltestelle. An der Bushaltestelle arbeitet Fr. Ma. Ich kenne ihren Namen nicht, aber nun nenne ich sie so. Fr. Ma ist, zusammen mit 2 anderen Frauen, Bushaltestellenw�rterin. D.h., sie fragen jeden Passagier, wohin er mit welchem Bus fahren will. Wenn dann ein Bus ankommt, so wird dieser entweder mit roten Fahnen herangewunken, oder ihm wird angedeutet, gleich weiter zu fahren. Weiterhin ist Fr. Ma noch f�r die Sauberkeit der Bushaltestelle zust�ndig, so dass sie regelm��ig die Wartegitter mit einem Lappen abwischt. Fr. Ma kennt mich in der Zwischenzeit und gr��t freundlich. Heute hat sie mich sogar durch Regenjacke und Hose hin erkannt. Interessant ist, dass es bei der n�chsten Bushaltestelle, ca. 500 Meter weiter, keine Bushaltestellenw�rter gibt.
Ca. 1 Kilometer weiter biegt eine Nebenstrasse in den 4ten Ring ein. Wenn ich p�nktlich zum Chinesischunterricht um 7 Uhr erscheine, passiere ich diese Stelle gegen 6.39 Uhr. Dort biegt dann meistens Hr. Dan ein, ein Dreiradfahrer mit Transport von Unmengen an Eiern, welche er in Plastikboxen transportiert. Ich wundere mich immer wieder, wo er die alle herholt, aber wahrscheinlich halten in Beijing mehr Leute H�hner als man glaubt. Sollte ich mal nicht zum Unterricht kommen und ca. 1 Stunde sp�ter diese Stelle passieren, treffe ich oft Hr. Baou. Dieser transportier Brot in eine B�ckerei, und sein Dreirad ist bereits motorisiert. P�nktlich ist er aber auch immer. Kurz darauf passiere ich die n�chste Bushaltestelle, wo jeden Tag die gleichen Bushaltestellenw�rter stehen. Nach einem Linksabbieger in die Liangmaqiolu trifft man meist auf Hr. Xi, dieser ist Toilettenw�rter auf der �ffentlichen Toilette. Meistens sitzt er dort zusammen mit einem Polizisten und guckt auf die Strasse. Seit Olympia haben seine Besucherzahlen sicher abgenommen, vor allem morgens gegen 7 Uhr. Nach kurzer Weiterfahrt erscheint mein Lieblingsstra�enshop, welcher leider vor Olympia geschlossen wurde. Nirgendwo gab es so gutes Fladenbrot mit Spiegeleif�llung. Den chin. Namen habe ich nie gelernt. Kurz darauf bin ich dann an meiner Sprachschule angekommen, und sp�testens hier h�rt die Routine auf – neue Schriftzeichen und W�rter dr�hnen hier immer auf mich ein.
Leo.

