Gestern waren wir mit unserem deutschen Besuch Hotpot essen. Mmmhhh� lecker.

Hotpot (huoguo) in Peking muss man sich wie eine Art Fondue vorstellen. Es werden Fleisch-, Fisch- und Gem�sesorten ausgew�hlt, welche dann in einem Sud gekocht werden. Dabei kann es sich sogar um zwei Sudarten handeln, sofern man es m�chte. Eine ist dann sehr scharf (mala), die andere eher mild (qingtang). �

Es macht schon einen riesigen Spa�, besonders wenn es darum geht die einzelnen Zutaten mit St�bchen dann wieder aus dem Sud herauszufischen. Eine gro�e Schweinerei, kann ich nur sagen. Deshalb wird im Restaurant auch vorsichtshalber an jeden Gast eine sch�ne Kittelsch�rze verteilt. Aber man muss das ganze Geschehnis auch mit gro�er Aufmerksamkeit verfolgen und sich genau merken welche Zutaten gerade gekocht werden, andernfalls sind diese sonst verschwunden, z.B. Kartoffeln oder Nudeln. Apropos Nudel��

In diesem speziellen Hotpot Restaurant gibt noch eine ganz eigene Attraktion. Die tanzende Nudel!!! (�brigens sehr lecker.) Hierzu kommt ein eigens daf�r abgestellter Angestellter, der den selbst gemachten Nudelteig in die L�nge zieht und mit tanzenden Bewegungen diese immer l�nger werden l�sst. Dabei ist er sogar so geschickt, dass er diese jemanden am Tisch ins Gesicht schleudern kann, ohne dass derjenige getroffen wird. Danach kommt die spezielle Nudel dann in den Hotpot. Echt klasse!

Hotpot mit zwei Sudarten,� Langziehen des Nudelteigs,� Die tanzende Nudel

Wer als Ausl�nder in Beijing etwas auf sich h�lt, der geht in die Hutongs. Wenigstens zum Bummeln in die Nanluoguxiang, oder man weicht in die Nebenstrassen am Houhai aus, wenn dort zu viele Menschen rumlaufen. Wer will, der kauft sich in einem der L�den ein T-Shirt mit den chinesischen Schriftzeichen “Hutong bewahren”. Doch wer will eigentlich die Hutongs bewahren – und warum �berhaupt?�

�Die Hutongs haben unter Ausl�ndern einen guten Ruf. Sie stellen das alte Beijing dar – vermitteln ein besonderes Flair. Ich frage mich manchmal, wie sich die Anwohner dort f�hlen. Denn n�chtern betrachtet ist das Leben in den Hutongs weder romantisch noch abenteuerlich, sondern einfach beschwerlich. Im Sommer hei�, im Winter kalt sowie keine richtigen Abwasserleitungen, so dass man sich die Toilette mit Nachbarn oder Touristen teilt. Besonders unangenehm finde ich, dass es keine Trennung zwischen den Bodenl�chern gibt – wer also seinen Bed�rfnissen nachgeht, hat dabei noch oft Gesellschaft. Einen noch recht sauberen Eindruck macht dabei das Bild im Anhang.

Nat�rlich gibt es auch die renovierten Hutongs. Da gibt es Heizungen, Klimaanlage, Duschen, Warmwasser, Toiletten, Internet…alles, was der Mensch von heute so braucht. Da wohnen dann nicht mehr mehrere Familien, sondern nur noch eine. Meist auch eine, welche das 20 fache Monatsgehalt eines Wanderarbeiters hat. Diese Wohnung kann sich dann kein normaler Chinese mehr leisten. Selbst wenn diese Hutongs bestehen bleiben – das von vielen erfahrene Flair wird es dort nicht mehr geben.

Und so bin ich zwiegespalten, was ich von den Hutongs halten soll. Ohne sie w�re Beijing nicht das, wie wir es kennen. Aber sie so lassen? Oder, wie ich neulich mal geh�rt habe, “todsanieren”? Vielleicht gibt es ja auch noch einen Mittelweg – Sanierung der Hutongs, Vermietung einiger zu hohen Preisen, dadurch Mitfinanzierung der anderen, um das Flair zu erhalten. Aber das k�nnte nur durch die Stadt geschehen – und die ist meines Erachtens eher nach dem neuen Buch von Dieter Bohlen unterwegs “planieren statt sanieren”.

Leo.

�ffentliche Toilette

Heute Nachmittag hatten wir mal wieder viel Freude an der chinesischen Mentalit�t. �

Mit unserem Besuch (ja wir haben mal wieder G�ste aus Deutschland bei uns) gerade am Houhai See angekommen staunten wir nicht schlecht. Auf einer kleinen Br�cke hatte sich ein kleiner Massenauflauf gebildet, der wie gebannt auf das Wasser starrte. Was war da los?�

Nachdem wir uns, nat�rlich nach alt chinesischer Tradition, vorgek�mpft hatten, sahen wir das ganze Ausma�. Unter der kleinen Rundbogenbr�cke hatte sich ein kleiner Stau gebildet, indem einige Boote so miteinander verkeilt waren, dass es einfach kein vor und zur�ck mehr gab. Mit anderen Worten es gab kein Durchkommen mehr. Weder von der einen Seite noch von der anderen. Es war unglaublich.�

Wenn man jetzt denken w�rde, dass die hinteren Boote vielleicht mal zur�ckfahren w�rden, um den vorderen Booten etwas Platz zu verschaffen, dann hatte man sich aber geschnitten. Ganz im Gegenteil die Chinesen versuchten unterdessen eher nach vorne, statt nach hinten zu fahren. Getreu nach dem Motto: Ich bin jetzt hier und will da durch, komme was wolle. Keine Ahnung wie, aber irgendwie haben sie es dann alle hinbekommen, sich wieder zu entwirren.

Das war nicht der erste und auch nicht der letzte Stau an dieser Stelle, wie wir dann selber feststellen mussten, da wir ca. 40 min. sp�ter selber den Versuch unternommen haben mit anderen Chinesen zusammen unter der kleinen Br�cke durchzufahren. Ich will mal so sagen, wir steckten dann ebenfalls ziemlich mitten drin. Nichts desto trotz, es war super sch�n.�

P.S. F�r alle die es nicht wissen. Der Houhai See liegt ganz in der N�he vom Drum and Bell Tower und wird von vielen kleinen s��en Hutongs umgeben. Hier gibt es viele Bars, Cafes und kleine Gesch�fte. Ist wirklich ganz h�bsch anzusehen.���

Bootsfahrt (1),�� Bootsfahrt (2)

�hei�t es bei mir immer Sonntags. Da geht es zum Fu�ballspiel mit meinen chinesischen Freunden. Meist verstehe ich nicht viel, aber als Passgeber bin ich dort immer ein gefragter Mann. Im Vergleich zu Deutschland musste ich mich aber extrem umstellen. Der kleine Platz, auf dem man in Deutschland eher 5 gegen 5 spielen w�rde, wird hier 8 gegen 8 bev�lkert. Au�erdem ist Zielstrebigkeit hier nicht das Ma� aller Dinge. Sch�sse aus guten Positionen, schnelles Passspiel, umschalten von Abwehr auf Angriff…nee, hier wird lieber langsam gepasst, gedribbelt, zur�ckgespielt, noch mal gedribbelt, bis so viele Beine da sind, dass keiner mehr durchkommt. Aber das ist nicht so schlimm, Tore sind wohl nur zweitrangig. Aber sch�ne Passkombinationen sowie spektakul�re Missgeschicke wie Ball ins Gesicht schie�en, stolpern, Ball �ber den Zaun hauen und Handspiel f�hren fast zu mehr Heiterkeit. Hand wird �brigens schon gepfiffen, wenn die Hand einfach nur den Ball ber�hrt. D.h., wenn man Hand sch�tzend vor das Gesicht oder den Schritt legt, und der Ball knallt da rein�dann ist das Handspiel.

Obwohl oft Torchancen im Sekundentakt vorhanden sind, versemmeln die Jungs einen nach dem anderen. Es ist teilweise unglaublich, manchmal glaube ich schon, die schie�en aus Vorsatz vorbei. So blind kann man manchmal nicht sein.

Gekleidet ist man �brigens in europ�ischen Trikots. AC Mailand, Chelsea London sowie italienische, englische und deutsche Nationaltrikots geben den Ton an.
Ansonsten verausgaben sich die Jungs total. Auch wenn es sehr locker zugeht, es wird auch mal �bel gegr�tscht oder mit gestrecktem Bein in den Mann gegangen. Foul gepfiffen wird eigentlich nie.

In den Halbzeitpausen kommt es oft vor, dass die Jungs sich erst mal ne Fluppe anz�nden � auch wenn sie schon aus dem letzten Loch pfeifen, und die Sonne mit 35 Grad brennt. Oft l�mmelt der Torh�ter auch noch mit Zigarette im Mund rum, obwohl das Spiel schon angepfiffen ist.

Anders als in Deutschland ist Bier aber tabu � weder in der Halbzeitpause, noch am Ende. Dann lieber noch eine rauchen.

Leo.

In Deutschland ist ja bereits das chinesische Bier Tsingtao bekannt. Der Legende nach wird es ja nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es kommt aus Qingdao, der ehemaligen deutschen Kolonie. K�nnte also wahr sein. Ich selber trinke hier aber lieber das �Yanjing� Bier. Das ist meist g�nstiger, schmeckt frischer und zeugt meines Erachtens von extremer Fachkenntnis (;-)), denn alle anderen Ausl�nder bestellen immer nur Tsingtao. Da es recht billig ist, nenne ich es nur das Oettinger Chinas. �brigens, zwar hat Oettinger ja wegen seiner Billigpreise und der Kopfschmerzen am n�chsten Tag in Deutschland keinen guten Ruf � in Guilin wurde es aber im Supermarkt als deutsche Premiummarke verkauft.

Das Bier, welches ich in Guilin zu mir genommen hatte, war nicht so lecker. Angeblich soll es auch aus lokaler Produktion stammen, erinnerte mich aber eher an ein Leichtbier von Budweiser�uguh.

Auch in Sanya gab es ein lokales Bier. Es nannte sich Tiger, und meines Erachtens ist Tiger ja ein Bier aus Indien. Allerdings betonte der Kellner, dass es lokal sei. War �brigens auch gut, allerdings wurde es aus dem Fass eingeschenkt, so dass ich der Herkunft nicht weiter nachforschen konnte.

Leo.

Nach einem fast 4-st�ndigen Flug von Hainan nach Peking, kamen wir sp�t abends dann wieder an. Und dann das �!

Ich meine, ich habe ja schon einige dreiste Chinesen erlebt, die einen als Ausl�nder einfach �bers Ohr hauen m�chten, aber das war wirklich die Kr�nung. Ich k�nnte mich jetzt noch aufregen, wenn ich nur daran denke. Echt frech!!!�

Leo und ich wollten einfach nur ein Taxi und nach Hause. Gut, die Schlange, die vor uns auch auf ein Taxi wartete, war lang, aber es ging trotzdem z�gig vorw�rts. Was passierte? Nat�rlich, dass was einem Ausl�nder so h�ufig in China geschieht, man wird von �Schwarztaxifahrern� angesprochen, die einen fahren m�chten. Nachdem wir den Preis von 200 Kuai geh�rt hatten, f�r eine Strecke, die mit dem normalen Taxi normalerweise um die 60 bis 70 Kuai kostet, lehnten wir selbstverst�ndlich ab und gaben dem Typen noch auf Chinesisch zu verstehen, dass er wohl nicht ganz richtig im Kopf ist. O.K. Soweit so gut. Was soll ich sagen, 2 Minuten sp�ter war wieder einer da, der uns ebenfalls f�r 200 Kuai fahren wollte. Irgendwie hab ich die Taktik, die die Jungs dort verfolgt haben nicht ganz verstanden. Entweder wir sahen wie die geboren Touristen aus (gut, wir hatten Rucks�cke auf), denen nur oft genug der total �berh�hte Preis von verschieden Leuten gesagt werden muss, damit wir einwilligen, oder man hielt uns wirklich f�r komplett bescheuert. Ich wei� es nicht. Jedenfalls h�rte dieser Typ echt nicht mehr auf, auf uns einzureden. Selbst als wir ihm zu verstehen gaben, dass wir momentan in Peking wohnen und durchaus die regul�ren Taxipreise hier kennen, lachte dieser nur und fing dann auch noch an sich mit einen anderen Freund �ber uns lustig zu machen, so als ob unsere Preisvorstellung so was von absurd w�re. So ein Spinner!!!�

Ich wei� nicht, vielleicht h�tte ich mich als �normaler� Tourist durch die Masche dieses bl�den Typen wirklich verunsichern lassen. Keine Ahnung. Fakt ist, dass wir als einziges Ausl�nderp�rchen in dieser Schlange standen, und auch nur wir gefragt wurden.

Freitag ging es dann weiter auf Hainan, genau genommen nach Sanya. Hier hatten wir mit dem Wetter leider nicht so viel Gl�ck wie zuvor. Klar es war warm, aber bei unserer Ankunft hat es erstmal in Str�men geregnet. Die n�chsten Tage waren dann eher bew�lkt, nur am letzten Tag kam die Sonne sch�n raus. Sp�testens jetzt konnten wir erkennen, dass es sich bei Hainan, doch um eine sch�ne kleine Insel handelt. Mit dem Urwald im R�cken und dem glitzernden Meer vor uns haben wir den letzten Tag am Strand noch mal so richtig sch�n genossen. Einfach herrlich!!!

Da Leo und ich auf Hainan eher relaxt haben, kann ich bis auf zwei Sachen, die mir besonders aufgefallen sind, nichts Spektakul�res berichten.
Zum einen die Taxifahrer, die sich oft gestr�ubt haben ihre Taxometer anzumachen und lieber �ber den Fahrpreis verhandeln wollten, und dabei manchmal echt dreiste Preise verlangten. Zum anderen die Motorr�der am Sanya Bay, die einen f�r 1 Kuai am Strand entlang fahren wollten. Das war vielleicht nervig! Wir wollten einfach nur gem�tlich einen Strandspaziergang machen und wurden wirklich alle paar Minuten mit lauten Knatterger�uschen gefragt, ob wir nicht lieber fahren m�chten. Selbst als wir uns auf einer kleinen D�ne niedergelassen hatten, konnten uns die Motorradfahrer nicht in Ruhe lassen. Sie konnten und wollten einfach nicht verstehen, dass wir gerne am Strand entlang laufen und einfach nur unsere Ruhe haben wollen.

�Unsere nervigen Motorradfreunde!

Am darauf folgenden Dienstag (30.09.08) ging es dann fr�h von Guilin per Boot nach Yangshuo. W�hrend der 4-st�ndigen Fahrt hatten wir und nat�rlich auch viele andere Chinesen die Gelegenheit die sch�ne Landschaft zu genie�en. Obwohl, am Anfang kam ich gar nicht richtig zum Genie�en. Ich war meist nur damit besch�ftigt mich mit unterschiedlichen Familien und deren Angeh�rige oder Freunde (und das k�nnen wirklich sehr viele sein) fotografieren zu lassen und zu unterhalten. Klar das ist zuweilen auch ganz nett (die Chinesen sind wirklich sehr interessiert was Ausl�nder angeht), aber die unterschiedlichen chinesischen Dialekte machen ein Verst�ndnis echt schwer. Leo und ich mu�ten letztendlich feststellen, dass die Kinder sich am meisten M�he gegeben haben mit uns zu reden. Sie haben nicht nur Hochchinesisch, sondern auch langsam und deutlich gesprochen. Manchmal haben sie auch versucht mit uns Englisch zu sprechen, was sie momentan in der Schule lernen. Danach waren sie und auch ihre Eltern immer ganz stolz, wenn wir sie verstanden und ihnen geantwortet haben.

Der Elephanten H�gel in Guilin

Li-Flu�fahrt mitten durch die wundersch�ne Karstlandschaft.

Wie wurde unser Essen �berhaupt zubereitet? Hier die Anwort.

Auch wenn laut offizieller Statistik in China es keine Armen gibt – hier in Guilin sieht man sie verstaerkt. Waehrend in letzter Zeit in Beijing ja fast alle Bettler oder kleine Kinder, die etwas verkauft haben, verschwunden sind, so ist dies in Guilin nicht geschehen.

Holly und ich sind uns immer unsicher, wie wir uns verhalten sollen. Helfe ich nun mit einer Spende, oder sorge ich nur dafuer, dass sich der Bettler mit dieser Situation zufrieden gibt? Und was wuerden die Kinder machen, wenn sie nicht versuchen wuerden, an Touristen Blumen oder anderes Zeug zu verkaufen – wuerden sie stattdessen zur Schule gehen, oder nur Rumsitzen? Es gibt doch das Beispiel aus einer Stadt in Indien oder Pakistan – dort werden 80% aller Fussbaelle weltweit hergestellt. Als die renommierten Hersteller eine Initiative ergriffen, dass nur noch ueber 14 jaehrige bei ihnen arbeiten duerfen, und diese eine Schulausbildung machen muessen, hatte dies auf die Gesundheit der anderen Kinder keinen Einfluss. Diese arbeiteten von nun an in Bergwerken….

Sicher, als erstes muss der Staat bei solchen Sachen eingreifen – oder bei noch grausameren Dingen. Es ist zwar nur eine Geschichte, ich weiss nicht, ob es wahr ist, aber vorstellbar ist es. Man sieht in den Strassen oefters entstellte Bettler, deren Beine in vers. Richtungen gewachsen sind, deren Koerper verdreht sind. Sind das Missbildungen, Unfaelle? Eine Kollegin erzaehlte mir, dass es in China eine Mafia gibt, welche Kinder entfuehrt, die keiner vermissen wird. Diese werden, noch als kleine Kinder, entstellt, die Beine gebrochen, oder sonstiges grausames angetan – mit dem Ziel, dass diese zu bemitleidenen Menschen mehr Geld beim Betteln einsammeln als andere. Was natuerlich nur zu einem Bruchteil an sie selbst geht. Doch wenn es wahr waere – wen unterstuetzt man dann mit einer Spende? Aber wenn man nichts gibt, sich also das “Geschaeftsmodell” nicht mehr lohnt – was wird dann wohl mit diesen Menschen gemacht werden? Seit im ZDF mal ein Bericht kam, in dem es um Zwangsentfuehrung von Frauen geht, welche
dann in entlegenen Provinzen fuer 500 Euro an Bauern verkauft werden, welche selber keine Frauen finden – seit dem glaube ich leider, dass sehr viel negatives hier auch geschieht. Und ob der Wille zur Bekaempfung da ist – ich weiss es nicht. Die Abteilung zur Bekaempfung der Zwangsverheiratung bestand aus einem Oberkommissar – wie gross wird dann wohl die Abteilung sein, sich um misshandelte Kinder zu kuemmern, die eh nicht gesucht werden?

Leo.

Am Sonntag �ging es gleich los. Vom Hotel aus mit dem Bus nach Longsheng, die bekannten Reisterrasen in der Naehe von Guilin. Nach ca. 2 Stunden Fahrt ist man angekommen, und faehrt mit Kleinbussen die steilen Berge hoch. Von dort aus sind es noch ca. 30 Minuten Fussmarsch bis zum Gipfel. Oben angekommen, hat man einen wahnsinnigen Ausblick auf die umliegenden Berge. Ueberall Reisfelder, auch wenn sich die Bewohner des Dorfes wohl in der Zwischenzeit mehr vom Tourismus ernaehren. Das wandern dort macht grossen Spass. Vor allem die Holzhaueser sehen sehr schoen aus. Dazwischen sitzen oft alte Frauen, basteln traditioenelle Schuhe oder verkaufen kleine, gestickte Tuecher. Das Dorf ist nur zu Fuss zu erreichen, d.h. alles muss von Hand hoch geschleppt werden. Am gebeugten Gang der Bewohner ist der entbehrungsreiche Alltag zu erkennen. Einige Touristen lassen sich von alten Maennern in Saenften hochtragen, oder alte Frauen tragen die Rucksaecke der Backpacker. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das gut finden sollte – aber haetten sie denn eine andere alternative Einnahmequelle? Ich fuer mich selbst lasse mich aber weder hochtragen, noch mein Gepaeck abnehmen.

Im Dorf angekommen, gibt es dann leckeren Reis, der in Bambusroehren gekocht wird. Dazu angeblich lokalen Fisch (aber wo in den Bergen gibt es eigentlich Fische) sowie Bambussprossen und Huhn aus dem Dorf. Total lecker.

Wir haben uns einer chinesischen Reisegruppe angeschlossen und verstehen kaum ein Wort. Allerdings schnappen wir auf, dass als erstes ein franz�sischer Entdecker die Begegnung mit diesem Dorf dokumentierte. Vorher lebten sie mehr oder weniger in totaler Isolation. Die Bewohner scheinen� sich auch sonst von den anderen Chinesen zu unterscheiden. Sie sind noch kleiner, die Sonne hat ihre Haut gegerbt, und die Frauen tragen grosse Ohrringe, welche die Ohrlaeppchen erschweren, und das gesamte Ohr lang ziehen. Das Dorf ist aufgrund der Touristenstroeme jetzt nicht mehr von der Aussenwelt abgeschlossen, es gibt nun Elektrizitaet, warmes Wasser und Internet. Auch kann�ueberall Red Bull�gekauft werden – allerdings hat es keine Fluegel verliehen, wir mussten auch zurueck laufen.

Leo.

Die Longji Reisterassen, Reis und H�hnchen im Bambusrohr

 

 

« Previous PageNext Page »