Nachdem eine Woche vor den 1. Oktober- Feiertagen Flugtickets von Peking nach Frankfurt ca. 1500 Euro gekostet haben bin ich f�r Weihnachten auf Nummer Sicher gegangen: 320 Euro, Hin- und R�ckflug, nat�rlich + Steuern, ich tippe mal ca. 400 Euro am Ende.

Meine Buchhalterin war auch sehr erstaunt und hat sicherheitshalber 2 mal nachgefragt, ob der R�ckflug auch dabei ist.

F�r Anf�nger eignet sich die folgende Webseite zum Koreanisch lernen:

http://www.koreaxin.com/HTML/Click_Korean.html

Der Kurs wurde von der Korean Seoul National University entwickelt.

Ich finde, es sollte sich in der Zwischenzeit schon herumgesprochen haben, dass man beim Schreiben von Emails die Betreffzeile nicht weglassen sollte.

Sowieso f�llt mir als Empf�nger die Zuordnung der Mail leichter. Au�erdem ist eine Email ohn Betreff wieder ein Fall f�r den Spam-Filter von Email-Programmen.

In vielen Business-Knigges �ber China steht, man m�sse trinkfest sein und d�rfe aus H�flichkeit nicht ablehnen, wenn man von chinesischen Gesch�ftspartnern ein ums andere mal w�hrend des Essens Alkohol nachgeschenkt bekommt.

Ich habe bisher dar�ber nur m�de gel�chelt. Bisher bin ich noch nie betrunken aus einem Meeting gegangen – nicht weil ich so viel vertrage (ich trinke wirklich nie) sondern weil ich bisher immer Wege gefunden habe, Alkohol abzulehnen.

Bis vor kurzem. Es war einfach unm�glich. Ich war mit einer Gruppe chinesischer Gesch�ftsleute essen und es war f�r sie klar: Deutsche trinken Bier…. viel Bier. Ich habe relativ schnell herausgefunden, wer eigentlich in der Gruppe das Sagen hat und nach mehreren Hinweisen ( z.B. “Der Chef mag nur Leute, die mit ihm trinken”) und permanentem, wirklich extrem zudringlichem Anbieten von Bier ging es einfach nicht mehr. Ich musste das ein oder andere Glas trinken (immerhin habe ich daf�r gesorgt, dass die anderen genausoviel getrunken haben wie ich).

Das Ergebnis waren Kopfschmerzen, eine neue Einladung zu einem Meeting und ein unverbindliches “Wir m�ssen dar�ber nachdenken”.

Ich bin mir nicht sicher, ob sich das Ganze gelohnt hat.

Ich muss dringend Portugisisch lernen. Ich habe eine Anfrage aus Brasilien erhalten. In englischer Sprache aber eindeutig mit einem �bersetzungsprogramm �bersetzt. Der Sinn der Email ist entsprechend mehrdeutig. Es wird einige Zeit dauern, bis ich verstanden hab, um was es geht. In der Email waren auf jeden Fall viele Ausrufezeichen. Der Inhalt muss also sehr wichtig sein.

Die U-Bahn-Linie 5 wurde endlich ge�ffnet. D.h. die Entscheidung, U-Bahn oder Taxi f�llt jetzt vor allem innerhalb der 2. Ringstra�e um einiges leichter. Bisher konnte man im Prinzip nur mit der Linie 2 um die Innenstadt herumfahren bzw. mit der Linie 1 im S�den Pekings von West nach Ost fahren. Die Linie 13 hatte bisher die Vororte im Norden mit der Pekinger Innenstadt verbunden. Innerhalb des 2. Rings war es nichts mit U-Bahn fahren.

Die Linie 5 ist die erste U-Bahn-Linie, die jetzt im Vorfeld der Olympischen Spiele in Betrieb genommen wurde. Es sind noch mehrere Linien geplant, unter anderem eine U-Bahn zum Flughafen. Der Stau auf der Autobahn zum Flughafen ist bisher immer schwer kalkulierbar gewesen, manchmal dauert es von der Innenstadt zum Flughafen 20-30 Minuten, manchmel 1 Stunde oder mehr (mein pers�nlicher Rekord sind �ber 3 Stunden an einem Samstag). Die neuen U-Bahn-Linien f�hren hoffentlich zu einer merklichen Entlastung des Verkehrs auf den Stra�en.

Die U-Bahn soll auch billiger geworden sein. Da ich eine Karte habe, habe ich noch nicht darauf geachtet, ob mir jetzt 3 yuan oder nur noch 2 yuan abgezogen werden. Ich werde auf der Heimfahrt darauf achten.

Das interessante an China ist ja nicht nur, dass man die chinesische Business-Kultur kennen lernt sondern auch die von anderen westlichen L�ndern. Viele Klischees stimmen einfach. Einen Franz�sischen Bekannten muss ich immer erst nach seinem Befinden fragen, ein bisschen small-talk machen, danach kann man �ber das Gesch�ftliche reden. Ein Belgier, den ich hier kenne ist dagegen ganz anders gepolt, ich sage kurz “Hallo”, dann geht�s gleich ans Eingemachte, meistens hat er sogar eine Liste angefertigt mit Dingen, die zu erledigen sind, die wir dann nacheinander abhaken.

Gut kann man die Unterschiede auch an Empfehlungsschreiben ausmachen.

Amerikanische Empfehlungsschreiben klingen immer �berschw�nglich und viel pers�nlicher, britische Empfehlungsschreiben klingen schon etwas distanzierter. F�r andere europ�ische L�nder bin ich mir dann oft nicht sicher, woran ich mich orientieren soll, wenn ich selbst Empfehlungsschreiben verfasse.
Wenn jemand ein Empfehlungsschreiben in 2 Sprachen (deutsch und englisch – wenn ich gut gelaunt bin, mach ich das) m�chte, darf man auf keinen Fall einfach das deutsche Schreiben w�rtlich ins Englische �bersetzen, das klingt dann so h�lzern, dass man es kaum verwenden kann.

Allerdings darf man sich nicht t�uschen. Auch in englischsprachigen Empfehlungsschreiben gibt es wie im Deutschen bestimmte Formeln, die man vermeiden sollte bzw. positive Inhalte die nicht fehlen d�rfen. Das Empfehlungsschreiben folgt auch einem bestimmten Aufbau und es gibt Dinge, die einfach erw�hnt werden m�ssen, wenn der Brief komplett klingen soll (woher kennt man die Person, wie lange, warum ist man selbst qualifiziert, ein Empfehlungsschreiben zu verfassen, welche besondere F�higkeit hat die Person im Vergleich zu anderen, die die gleiche Qualifikation haben, wie hat die Person konkret zum Wohl des Unternehmens beigetragen – hier kann man ruhig auch konkrete Zahlen nennen – die Abschlu�formel klingt normalerweise sehr �berschwenglich).

Wer sich schon mit deutschen Empfehlungsschreiben schwer tut, sollte englischsprachige lieber einem Muttersprachler �berlassen, der Erfahrung damit hat.

Mein B�ro ist im Zentrum Pekings, gleich an der U-Bahn Station und gut zu erreichen, sowohl mit der Linie 2 als auch mit der Linie 13. Das B�rogeb�ude ist sehr modern und optisch ein echter Hingucker. Allerdings au�erhalb des Business Distrikts Chaoyang. Allm�hlich machen sich deshalb doch gewisse Standortnachteile bemerkbar.

In unserem Geb�ude hat vor kurzem ein Shopping Center er�ffnet. F�r einige Tage gab es dort auch ein Cafe. Das hat jetzt wieder geschlossen. Die h�ufigen Besuche dort und die Kaffeesucht, die in den letzten Tagen bei mir wieder ausgebrochen ist, r�chen sich jetzt. Letzte Woche habe ich schon verzweifelt nach einem Starbucks in der N�he gesucht. Die sind doch sonst eigentlich �berall.

F�r ausl�ndische Unternehmen ist das fehlende Cafe in der N�he ein echter Standortnachteil – zumindest in meinen Augen. Ich werde alle Kunden, die ich ab jetzt habe, darauf aufmerksam machen, falls dieses Kriterium in ihren Business Pl�nen feht.

In Peking gibt es eine Menge Olympia-Countdowns. Einige davon sind Sekundengenau. Einige zeigen nur die Tage bis Olympia an. In der Wohneinheit in der ich wohne gibt es einen manuellen Countdown, direkt neben der Verwaltung. Jeden Morgen werden die Nummern von Hand ausgewechselt. Seit ein paar Tagen geht dieser manuelle Countdown allerdings falsch, um genau einen Tag. Anscheinend wurde das Austauschen der Nummern einmal vergessen.

Anscheinend ist ja das Formel 1 Rennen in Shanghai gef�hrdet, irgendein Sturm mit viel Regen. Regenwahrscheinlichkeit 80%. Ich finde, die Organisatoren sollten das Formel 1 Rennen nach Peking verlegen. Sch�nstes Wetter, beste Bedingungen und Werbung w�re nicht n�tig – die Pekinger Autofahrer sind sowieso seit jeher in bester Formel 1-Stimmung. Die R�nge w�hren bestimmt voll. Welcher Kurs? Beliebig. Irgendeine Ringstra�e, oder von mir aus 100 mal um die verbotene Stadt. Man k�nnte auch ein Jedermann-Rennen daraus machen, wobei ich mich wundere, ob so ein Rennen nicht sowieso jeden Tag heimlich auf Pekings Stra�en stattfindet. Nur mit zuviel Teilnehmnern, so dass das ganze doch eher einem Stau gleicht.

Teilnehmen sollte auf jeden Fall auch mein Taxifahrer von gestern Abend. Schumi & Co. h�tten gegen den nicht die geringste Chance, es sei denn er nimmt wieder dieselbe “Abk�rzung”.

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