Seit neustem gibt es ein Rauchverbot in Pekinger Taxis. Ich bin mal gespannt, ob sich Taxifahrer daran halten. Bisher ist mir ja vor allem aufgefallen, dass es zwar Schilder gibt wie “Rauchen verboten”, manchmal sogar “Rauchen f�r Fahrg�ste verboten”(ob sich der Taxifahrer eine Hintert�r aufhalten wollte?), oft raucht der Taxifahrer auf jeden Fall wie ein Schlot.

Ich kann mir bei dem Verkehrschaos, das in Peking herrscht, irgendwie nicht vorstellen, dass die Dauerraucher unter den Taxifahrern auf die Zigarette, die wohl die Nerven beruhigen soll, verzichten k�nnen. Eventuell l�sen sie das Problem durch mehr Pausen.

Es soll irgendwo ja eine Internetseite geben, auf der die Namen von Rauchern ver�ffentlicht werden, mal schauen, ob ich die finde.

Das ganze ist auf jeden Fall eine gute Aktion, wohl auch im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008, um das Image von Peking zu verbessern.

Es ist schon bewundernswert, wie fit �ltere Menschen in China normalerweise noch sind. Ein ehemaliger Mitarbeiter, mit Sicherheit schon �ber 60, geht jeden Morgen in einem See schwimmen -sogar im Winter. D.h. vor allem im Winter muss er davor ein langes Aufw�rmprogramm absolvieren bevor er sich mit anderen ins kalte Wasser st�rzt. Er ist mit Sicherheit fitter als ich.

Viele Wohnbl�cke in China haben eigene Fitness-Anlagen im freien. Jeden morgen vor der Arbeit spielen sie Tischtennis, laufen machen Situps, Liegest�tze oder halten sich sonst irgendwie mit einem der Ger�te fit, die – das ist das Dumme an der Sache – auch direkt vor meiner Wohnung aufgestellt sind.

Normalerweise l�uft alles ganz ruhig ab, heute morgen um 6 Uhr, mitten im Regen pl�rrte pl�tzlich ein Lautsprecher direkt vor meiner Wohnung los. Eine Gruppe von Senioren �bte irgendeine Auff�hrung – mitten im Regen. An Schlaf war f�r ca. 2 Stunden nicht mehr zu denken.

Ich habe mich vorhin kurz bei einem Nachbarn, der dabei war, erkundigt. Es war zum Gl�ck eine einmalige Aktion.

Ich finde das Ph�nomen Fr�hsport irgendwie genial. In China trifft man sich einfach an irgendeinem Platz und legt los. In Deutschland geht man dazu in einen Verein und zahlt erstmal Mitgliedsbeitr�ge.

Heute hatte ich die Gelegenheit, den “Einsatz” der Pekinger Feuerwehr indirekt live zu erleben. Im Nachbargeb�ude hat anscheinend die Klimaanlage eine Menge Rauch produziert, was zum Einsatz der Feuerwehr gef�hrt hat. 3 L�schfahrzeuge sind anger�ckt, allerdings etwas sp�t und anscheinend wurden sie auch nicht ben�tigt, zumindest beschr�nkte sich der Einsatz auf pr�ventives rumsitzen und abwarten. Indirekt habe ich es erlebt, weil ich nur die Arbeiter im gegen�berliegenden Geb�ude beim zuschauen beobachten konnte.

War also (gl�cklicherweise) nichts mit Aufregung und Abwechslung. Ich werde jetzt mal schauen, ob wir auch gegen Feuersch�den irgendwie versichert sind.


Free Burma!

Heute bin ich mal wieder Bus gefahren. Der Motor ging pl�tzlich aus und anscheinend war die einzige M�glichkeit, den Bus wieder zu starten, dass die Fahrg�ste den Bus anschieben. Die gaben sich anfangs recht unwillig, der Fahrer versicherte aber, dies k�me �fters vor und habe bisher immer geklappt. Alle haben sich erstmal unsicher angesehen, bis ich als einziger Ausl�nder eben mal mit dem Schieben angefangen habe. Das war dann doch zuviel. Die chinesischen Fahrg�ste halfen dann doch flei�ig einer nach dem anderen und die Fahrt konnte weitergehen.

Busfahrten in China sind schon manchmal etwas anders. Gut, den Bus musste ich bisher erst 3 mal anschieben helfen. Zwei mal in Peking, das war recht harmlos, das dritte mal in Tibet, ungef�hr einen halben Meter tief im Schlamm steckend. Das war weniger angenehm.

Auf viel befahrenen Strecken ist Bus fahren sehr stressig. Die Busse sind voll, man hat keinen Sitzplatz, der Busfahrer gibt immer zuviel Gas und bremst zu scharf, man wird oft hin und her gesch�ttelt (mal die Strecke von Wudaokou zum Sommerpalast probieren). Das Gejaule des Lautsprechers, der die Haltestellen ank�ndigt ist nervig. Die Schaffnerin, die die Fahrkarten im Bus verkauft und kontrolliert ist wirklich nicht um ihren Job zu beneiden.

Ich dachte eigentich, ich h�tte bei der Miete der Wohnung auf alles geachtet. Dummerweise lese ich jetzt auf der Webseite der Deutschen Botschaft in Peking, ich h�tte mich auch �ber die Erdbebensicherheit der Wohnung erkundigen sollen. Nobody is perfect. Ich werde jetzt erstmal das W�rterbuch zu Rate ziehen. Erdbebensicherheit? Wie war das nochmal auf Chinesisch?

Mit dem folgenden Tool kann man testen, welche Webseiten gemeinsam auf einer IP-Adresse gehostet werden.

www.linkvendor.com/seo-tools/domains-from-ip.html

F�r mich ganz n�tzlich. Ich hatte vor einiger Zeit eine Domain registriert, die von China aus nicht erreichbar war. Der Grund war, dass die IP-Adresse in China gesperrt war (ich habe die Domain bei einem gro�en amerikanischen Webhoster laufen). Jetzt habe ich f�r die Domain einen Server mit unique IP bestellt, mal schauen, ob ich meine Webseite nicht doch bald auch von Peking aus sehen kann. Manchmal nervt der “Great Firewall”wirklich.

Nach dem “Economic Freedom of the World Report” des Cato-Instituts bleibt Hongkong vor Singapur, Neu Seeland und der Schweiz die freieste Marktwirtschaft der Welt. Dabei wurden Kriterien wie die Gr��e der Regierung, die Sicherung von geistigem Eigentum, Handelsbarrieren und Regulierung der Wirtschaft herangezogen.

Hongkong wird immer noch von vielen Unternehmen als Sprungbrett nach China benutzt. Man registriert z.B. eine Firma in Hongkong und geht dann erst im zweiten Schritt in den chinesischen Markt. Nach der �bergabe Hongkongs an China hatten viele Kritiker bef�rchtet, es w�re vorbei mit der wirtschaftlichen und politischen Freiheit. Wirtschaftlich haben sich diese Bef�rchtungen zumindest nicht best�tigt.

China versucht derzeit alles, um zu beweisen, dass chinesische Produkte sicher sind. Firmen wie Wal-mart, Carrefour und Metro werden dazu als Zeuge herangezogen. 99% aller ihrer Produkte seien sicher. Bei Wal-mart sollen laut der Nachrichtenagentur xinhua sogar 100% aller Produkte sicher sein, die f�r den Export vorgesehen sind.

Ich frage mich, ob f�r die Produkte, die in China verkauft werden, die gleichen Qualit�tsanforderungen gestellt werden – falls mir das jemand von Carrefour versichern kann, schau ich demn�chst nochmal vorbei.

Meine letzten Produkte, die ich bei Carrefour gekauft habe, waren n�mlich leider nicht sicher – vor mir. Es handelte sich bei den “unsicheren” Produkten vor allem um westliche Kekse, Cornflakes und Kaffee. Carrefour hat freundlicherweise eine Ecke mit importierten Produkten. Ich erwarte n�chste Woche Besuch von einem Bekannten, der irgendwo in einer chinesischen Kleinstadt als Lehrer arbeitet, leider sind die “unsicheren” Produkte, die ich am Wochenende f�r in gekauft habe, mir zum Opfer gefallen. Jetzt muss ich nochmal einkaufen gehen.

Am 4. Oktober wird es auch auf meinem Blog nur einen Eintrag geben: Den mit dem Banner der Aktion “Free Burma“. Damit soll auf die Situation der Demokratiebewegung und deren gewaltsame Unterdr�ckung hingewiesen werden. Hier gibt es n�here Infos:

http://www.basicthinking.de/blog/tag/burma-action/.

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