Habe eben CCTV 8 – eingeschaltet – die bringen tats�chlich einen 30 (oder 40?) Jahren alten Heintje-Film auf chinesisch – ein echter Br�ller. Die Lieder sind aber auf deutsch, mit chinesischem Untertitel.

Ich hatte eigentlich auf CCTV 5 auf eine �bertragung des Liga-Pokal Finales gehofft (da l�uft im Moment leider Beach-Volleyball).

China Mercedes”>China Mercedes

Mit der Pr�sentation der R-Klasse (Rikscha-Klasse), das erste Fahrzeug der Welt AG, das ausschlie�lich f�r den chinesischen Markt produziert werden soll, wollte der Weltkonzern den chinesischen Automarkt aufmischen.
Die R-Klasse vereint westliches Know-how mit traditionellem chinesischem Fahrzeugbau.
Die R-Klasse l�ste im Management der ehemaligen Welt -AG ein China-Euphorie aus:

�Mit der neuen R-Klasse werden wir den chinesischen Markt im Sturm erobern. Unsere Designer haben einen wirklichen chinesischen Volks-Mercedes geschaffen, der einen v�llig neuen Kundenkreis im Reich der Mitte erschlie�t�.
Unbekannter Manager der Daimler AG

Trotz zahlreicher Warnungen wird die R-Klasse gemeinsam mit einem chinesischem Partner in einem Jointventure produziert:

�Auf unseren Partner lasse ich nichts kommen. Er bringt die Produktionsanlagen und Arbeiter, wir das Know-how und das Geld, wie es von uns westlichen Unternehmen erwartet wird.�
Unbekannter Manager der Daimler AG

Erste Kopie der R-Klasse in Peking entdeckt

Allerdings gibt es auch R�ckschl�ge bei dem neuen Projekt. Bevor �berhaupt das erste Fahrzeug der R-Klasse vom Band fuhr gab es Ger�chte �ber ein chinesisches Unternehmen gleich um die Ecke, das angeblich eine eigene R-Klasse produzieren wollte. Eine erste Kopie der R-Klasse wurde jetzt in Peking entdeckt. Es handelt sich angeblich um einen Prototypen des Produktf�lschers um die Ecke, der das neue Fahrzeug erst im Einsatz testen wollte.

Der Chef des Produktf�lschers um die Ecke, ein gewisser Mr. Wang war nur f�r eine schriftliche Stellungnahme erreichbar:
�Alle unsere Produkte sind made in China. Sowohl Preis als auch Qualit�t sind chinesisch.�

Erste Ermittlungsergebnisse

Detektive, die vom Welt-Konzern angestellt wurden, fanden inzwischen heraus, dass �ber die H�lfte der Belegschaft die Tagschicht im Jointventure, die Nachtschicht beim Produktf�lscher um die Ecke verbringt.
Da sowohl Abendessen als auch das Fr�hst�ck vom ausl�ndischen Jointventure bezahlt w�rden, k�nne der Produktf�lscher um die Ecke erhebliche Produktionskosten einspaaren und sich so einen zus�tzlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Der chinesische Chef des Jointventures, ebenfallsein gewisser Mister Wang, denkt, es habe keinen Zweck, gerichtliche Schritte gegen den Produktf�lscher um die Ecke einzuleiten:
�Das ist China. Chinesen lernen eben schnell. Am besten ist, wenn wir die R-Klasse schnell technisch weiterentwickeln und die Kunden durch Qualit�t �berzeugen. Wir arbeiten bereits an der R2-Klasse.�

Manchmal zweifle ich ja, ob ich Eintr�ge in den Events, die eigentlich nichts mit China zu tun haben, auf chinaseite.de zulassen soll. Da derzeit in S�dchina eine �berschwemmung herrscht, habe ich mich entschlossen, den Eintrag �ber Schimmunterricht in K�ln bei den Events nicht zu l�schen.

Heute habe ich Besuch aus Deutschland bekommen. Am ersten Tag haben wir den Platz des Himmlischen Friedens besucht. Das Resultat:

  1. zwei neue beste Freundinnen, die englisch lernen und uns die Stadt zeigen wollten (dankend abgelehnt)
  2. zwei Chinesinnen, denen ich ein paar S�tze auf englisch vorlesen musste, um ihr H�rverst�ndnis zu trainieren. Sie konnten auf keinen dieser S�tze antworten, mein Kommentar “????” (nicht bestanden)
  3. ein Chinese, der unbedingt mit unserem Fotoapparat ein Bild von uns machen wollte
  4. ein Chinesischer Reisef�hrer, der uns einen Trip zur gro�en Mauer verkaufen wollte
  5. eine Rikscha-Fahrer wollte seine Rikscha verkaufen (do you want to buy my rickshaw?)
  6. mehrere Verk�ufer von Souvenirs, Wasserflaschen, Eis ….
  7. Am Ende war ich schon etwas entt�uscht, aber dann kam sie doch noch, die Kunststudentin, die uns unbedingt eine Ausstellung zeigen wollte, weil es der letzte Tag der Ausstellung sei.

artikel-blog-bild.gif in China gesperrt:

Die Webseite des Anbieters …. ist von China aus nicht erreichbar. Auch der Empfang von Emails bereitet Probleme.

Das Unternehmen war k�rzlich nach einem Bericht der Wirtschaftswoche in die Schlagzeilen geraten. Die Wirtschaftswoche hatte berichtet, wonach wegen Vorw�rfen gegen den Vorstandsvorsitzenden wegen Betrugs, Untreue, Insiderhandel und Geldw�sche ermittelt werden soll.

Vom Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens wurde diese Meldung dementiert.

Nervig ist diese Sperre allemal, z.B. kann ich das Wort artikel-blog-bild.gif nicht in einem Link oder Artikel oder im Dateinamen erw�hnen, da sonst pl�tzlich der Blogeintrag f�r einige Minuten nicht erreichbar ist – dehalb das Wort artikel-blog-bild.gif als Bild in dem Artikel.

F�r manche Unternehmen in China hat diese Sperre, die bereits seit l�ngerem besteht, durchaus Konsequenzen. Wer nach China reist, kann seinen Email-Account mit der artikel-blog-bild.gif – Endung nicht abrufen.

So schafft man Abhilfe:

Wenn man eine Email von artikel-blog-bild.gif empf�ngt

Empf�ngt man z.B. eine Email mit der Endung, kann diese, wenn der eigene Mail-Anbieter au�erhalb Chinas ist, manchmal nicht mit einem Email Programm wie Outlook oder Mozilla herunter geladen werden. Der Download der Nachrichten stoppt und alle darauf folgenden Nachrichten werden so ebenfalls blockiert.
Eine Abhilfe schafft in dem Fall der Webmail-Zugang des eigenen Anbieter.

Man kann seine Emails online abrufen und die Mail, die den Download blockiert, einfach l�schen.

Wer einen Account des Unternehmens hat, kann einfach w�hrend seines China-Aufenthalts eine Weiterleitung zu einem anderen Anbieter aktivieren oder einfach einen Proxy-Service verwenden.

Lustig ist: Ich kam darauf, als ich einen Beitrag von www.mein-parteibuch.com las – allerdings kann ich den betreffenden Beitrag zwar auf der Hauptseite lesen, die Unterseite mit dem kompletten Bericht l��t sich allerdings von China aus nicht �ffnen.

Grund f�r die Sperre ist wohl einfach der Name der Webseite – der ist anscheinend durch die Wortzensur der Zensurtechnik in China gefallen.

Da tu ich einem Kunden in Peking einen gefallen und lasse ein Script, das eine Newsletter-Anmeldung versendet, auf meinem Server laufen. Das Script hat dann ab und zu die An- und Abmeldungen an den Server des Kunden versandt – bis ich auf der Spamliste des Kunden gelandet bin. Mit keinem der ca. 100 Mitarbeiter konnte ich mehr kommunizieren und habe mich tagelang gewundert, weshalb ich auf meine Anfragen keine Antwort bekomme. Jetzt haben wir uns dochmal die M�he gemacht, den Mailserver des Kunden richtig einzurichten, das Script l�uft jetzt bei ihm und ich habe wieder eine Menge chinesische IT-Fachausdr�cke gelernt – ein paar Kraftausdr�cke waren auch dabei.

Heute habe ich zwei �berraschungen in der U-Bahn erlebt:
Die erste: Zuerst kam ein junger Mann in die U-Bahn. Er hat eine Gitarre und seine Mundharmonika rausgeholt und richtig gut angefangen zu spielen. War mal eine Abwechslung zu dem Gesangs-Programm, was sonst in der U-Bahn geboten wird. Die Chinesen in der U-Bahn waren auch �berrascht.

Die zweite �berraschung war noch gr��er: Er hat gar kein Geld verlangt. Am n�chsten Stop ist er einfach ausgestiegen.

Das Business-Model hat von den Zuh�rern keiner verstanden.

  • Ich habe einen Kunden.
  • Der Kunde hat einen Grafik-Designer
  • Der Grafikdesigner hat eine neue Webseite
  • Die Webseite des Kunden hat pl�tzlich den ein oder anderen wei�en Link auf wei�em Hintergrund, der auf die Webseite des Grafikdesigners verweist.
  • Und ich muss mal schauen, was ich dagegen mache, schlie�lich werde ich vom Kunden bezahlt, der Webdesigner ist aber ein sehr netter Typo.

Die Farbe wei� bedeutet normalerweise Trauer in China. In diesem Fall bedeutet die Farbe “wei�”, dass der Grafikdesigner auf kosten meines Kunden seine eigene Webseite promoten will, indem er f�r den Kunden unsichtbare links auf seine eigene Webseite setzt.

P.S. Soll ich diesen Beitrag jetzt unter “chinesische Kultur” oder “Erlebnisse in China ablegen?

Nostalgie-Trips in China – das sollte man sich vorher genau �berlegen; Entt�uschungen sind oft vorprogrammiert. St�dte in China entwickeln sich unheimlich schnell und viele bekannte Orte m�ssen Neubauten weichen. Vor 8 Jahren habe ich f�r ein Jahr in Hangzhou studiert und war jetzt das erste mal wieder dort. Ich war ja im Prinzip darauf vorbereitet dass vieles anders sein wird, allerdings hat mich das Ausma� der Ver�nderungen schon �berrascht. Zuerst die guten Nachrichten:

  • den Westsee gibts noch
  • die alte Frau gegen�ber dem Xix-Campus der Zhejiang-Universit�t, die Telefonkarten verkauft, sa� noch an derselben Stelle
  • irgend so einen alten Supermarkt in der Xixilu gibts auch noch
  • und den Paradise-Club darf man nicht vergessen, auch wenn ich da nicht gerade Stammgast war und es inzwischen eine Menge Alternativen zu geben scheint (w�hrend meines Aufenthalts vor 8 Jahren war der Club DER Treffpunkt f�r Ausl�nder)

Ansonsten hat sich Hangzhou unheimlich ver�ndert, am besten l��t sich das bei einer chinesischen Stadt wohl an der Anzahl der Mc Donald’s ablesen, in Hangzhou auch noch an der Anzahl der neuen Restaurants, Nachtclubs und Hotels am Ufer des Westsees. Das Studentenwohnheim im Xixi-Campus, in dem ich ein Jahr gewohnt habe, war damals schon sehr alt und ist inzwischen abgerissen worden. An der Hangda-Lu waren w�hrend meiner Zeit kleine, heruntergekommene Restaurants – das kann man sich jetzt kaum noch vorstellen, zumindest auf der einen Seite gibt es jetzt Hochh�user und Shopping-Center.

Trotz der vielen Ver�nderungen und des konsequenten Ausbaus der Gegend um den Westsee in ein Touristengebiet ist Hangzhou mit dem Westsee (vor allem ein Besuch der Inseln auf dem Westsee ist ein Muss) auf jeden Fall eine Station, die man w�hrend eines Chinabesuchs nicht auslassen sollte.

Mal wieder gute Nachrichten von der Zensurfront in China. Die Online Enzyklop�die Wikipedia ist aus China im Moment wieder erreichbar, zumindest aus Peking kann man Tests zufolge fast alle Seiten problemlos aufrufen.
Die Sperre von Wikipedia in China besteht mit Pausen seit Oktober 2005, im Oktober 2006 und anscheinend auch im Februar 2007 war Wikipedia f�r kurze Zeit aus China erreichbar
Gesperrt sind im Moment lediglich noch einige Artikel, z.B. der Artikel �ber die Volksrepublik China l�dt nicht vollst�ndig. Versucht man, diese Seite aufzurufen, h�rt die Seite nach einigen Sekunden auf zu laden, anschlie�end wird der Aufruf der kompletten Wikipedia f�r einige Minuten blockiert.
Ebenso verh�lt es sich bei anderen Artikeln �ber Chinarelevante Themen, wie z.B. �ber Falungong (hier funktioniert nicht einmal die Suche nach dem Thema). Gesperrt ist dagegen immer noch die bekannte Blog-Plattform blogspot.com.
Die Zensur darf man nicht damit verwechseln, dass China eventuell das Internet nicht f�rdert. Ganz im Gegenteil, das Internet ist ein wichtiges Instrument, um Nachrichten zu verbreiten und auch Informationszugang in die Provinzen zu haben, z.B. in der Form, dass sich irgendwann auch die Bauern im kleinsten Dorf im Internet �ber ihre Rechte erkundigen k�nnen (gegen Korruption gerichtet).

Die Informationshoheit hat die Kommunistische Partei im chinesischsprachigen Internet sowieso schon lange hergestellt, Nachrichtenportale in China unterliegen selbstverst�ndlich der Zensur, Blogs werden entweder von den Bloghostern kontrolliert bzw. falls sie eine eigene Webseite haben, m�ssen sich die Blogger f�r die Webseite eine Lizenz holen (alle Webseiten, die in China gehostet werden, ben�tigen eine Lizenz). Und f�r Foren, Chats und andere interaktive online-services hat die KPCh ebenfalls Ma�nahmen ergriffen – entweder, in dem sie aktiv an Diskussionen teilnimmt und diese in bestimmte Richtungen lenkt oder eben einfach �berpr�ft und zensiert. F�r solche Zwecke sollen ja ca. 30.000 Internetpolizisten das chinesische Internet im Auftrag der Zensurbeh�rden �berpr�fen.

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