Archive for February, 2010

Firmen, die sich durch Blamage-Abmahnungen hervortun (wie z.B. hier zu lesen), sollten sich daran an Beispiel nehmen.

Einem kleinen Unternehmen, welches Werbung im Yahoo-Werbenetzwerk schaltet, ist aufgefallen, dass andere Unternehmen ihren Domainnamen mißbrauchen. Anstatt gleich drauflos abzumahnen, schickte die Besitzerin erstmal Emails an die “Rechtsverletzer”. Erklären konnte sich diesen Mißbrauch aber wohl keiner der so angeschriebenen.  Bei Yahoo schien alles normal. Erst nach Zusendung einer Domain und eines konkreten Suchbegriffs, bei denen der Fall vorkam, kam Licht an die Sache. Auf den ersten Blick erschien es sogar so, als habe die Betroffene Firma recht.

Die Erklärung war dann doch etwas anders:

Auf Ecosia.org, einer gemeinnützen Webseite (so eine Art Suchmaschine) gibt es einen Bug, der dazu führt, dass in den 3 Werbeeinblendungen (aus dem Yahoo-Netzwerk) über den Suchergebnissen jeweils der gleiche Domainname unter dem Werbetext angezeigt wird, obwohl der Link dann zum Unternehmen führt, welches die Werbung eigentlich geschaltet hat. Ob der Fehler an Yahoo oder Ecosia.org liegt, weiß ich nicht.  Für die Betroffene sah es so aus, als würden andere Unternehmen ihre Marke oder ihren Domainnamen verwenden. Dies macht bei einem kleinen, eher unbekannten Unternehmen aber absolut keinen Sinn. Warum sollte ich Werbung für mich schalten, allerdings für den Linktext einen fremden Domainnamen verwenden?

Egal, es gibt wohl einige Firmen, die hier gleich einen Anwalt eingeschalten hätten. Zumindest in diesem Fall hat sich die Betroffene doch ziemlichen Ärger und einen Image-Gau erspart. Die ein oder andere größere Firma (oder auch Behörde), die wegen Nichtigkeiten gleich abmahnen und sich so den Zorn der Netzgemeinde zuziehen, könnten sich daran ein Beispiel nehmen.

Ein paar Emails an Yahoo und/oder Ecosia.org können die Sache wohl klären.

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Viele Ausländer legen sich chinesische Namen zu, wenn sie mit China zu tun haben, manche mehr oder weniger gelungen. Ich habe im Laufe der Zeit mehrere chinesische Namen erhalten – bewusst und unbewusst.  Mein erster war irgendwie zu philosophisch , 金希法.(Jin Xifa) und wurde mir vom Wohnheimleiter während meines Auslandsstudiums gegeben.

Der nächste Name war dann 小金 (kleines Gold oder vielleicht eher “Kleiner Kim”). Den erhielt ich während meiner Arbeit an der Uni. Ich fand erst im Laufe der Zeit heraus, dass mit Xiao Jin ich gemeint war, als mehr und mehr Chinesen im Büro anriefen und nach diesem ominösen Xiao Jin fragten.

Name Nr. 3 war dann 金志强 (Jin Zhiqiang), mit dem die meisten Chinesen aus meinem Bekanntenkreis zufrienden waren.

Jetzt kam im Rahmen einer Firmenregistrierung Name Nr 4. zustande 克姆 斯奇佛.Hintergrund des neuen Namens ist anscheinend eine (neue?) Vorschrift, dass der Legal Representative bei einer Firmenregistrierung einen chinesischen Namen haben muss, dessen Aussprache mit dem westlichen Namen übereinstimmen muss (die war neu für mich).

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