Archive for June, 2008

Ich schreibe ja für ehemalige Angestellte und Praktikanten immer sehr ausführliche Arbeitszeugnisse.

Heute habe ich das erste Mal eine Rückfrage eines zukünftigen Arbeitgebers eines ehemaligen Praktikanten von mir erhalten. Die Anfrage kam aus den USA und ich musste mich wirklich anstrengen, einen “amerikanischen” Ton einzuschlagen, d.h. positiver und enthusiastischer zu schreiben als ich es auf Deutsch tun würde. Die Anfrage habe ich allerdings etwas formloser beantwortet und kein neues Zeugnis daraus gemacht.

Es kam nochmal rein, was er alles gemacht hat, wie gut er darin war, kurz die Charaktereigenschaften beschrieben, die meiner Meinung nach für die neue Stelle wichtig sind und dann noch klargestellt, warum ich denjenigen nach dem Praktikum nicht übernommen habe.
Einen Zusatz konnte ich mir aber nicht verkneifen:

“Deutsche sind normalerweise formaler und wenn etwas bzw. jemand außergewöhnlich bzw. wirklich phantastisch war, sagen wir trotzdem nur: ‘Es war nicht schlecht’. Deshalb gebe ich positive Empfehlungen wie diese wirklich nicht leichtfertig ab, aber ….”

Erstmal klarmachen, ich komme aus Deutschland – mein Englisch ist zwar gut, aber man kann nie wissen, ob ein paar untypische Formulierungen dabei sind – und vielleicht war ich doch nicht enthusiastisch genug für unsere amerikanischen Freunde.

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Aus einer Email, die ich neulich erhielt:

I recently made a purchase of the Apple iPhone from a company called XXXX. I paid for the phone via Western Union money transfer. After a couple of days I recieved an email stating that the phone was being held in The China Customs Warehouse. I paid, again via Western Union, the taxes to supposedly get the package released. Since the last payment, the company will not respond to my emails, they have not sent my goods & I am £307 out of pocket. Please can you help me. the other trading name of XXXX is YYY. … in Luohe. Henan Province. China.”

Leider ist die Masche weit verbreitet. Eine chinesische Firma bietet ein Produkt an, oft zum halben Preis. Der Service ist professionell und schnell, Kontakt per skype. Da wird natürlich jede Vorsicht über Bord geworfen. Zahlung dann per Western Union.  Das unverschämteste an der Masche ist, dass der falsche chinesische Lieferant dann noch versucht einen Nachschlag zu erhalten, indem er die Sache mit dem Zoll erfindet. Danach bricht der Kontakt plötzlich ab, das Produkt und sein Geld sieht man nie wieder.

Ich kann nur jedem raten, der günstige Angebote von Markenprodukten aus China im Internet findet, vorsichtig zu sein oder  am besten die Finger davon zu lassen.

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Ich habe mich ja schon einmal über die abnormalen Preise in Peking während Olympia ausgelassen. Dienstleistungen werden generell teurer, am heftigsten fallen aber die Mietpreise auf: Für eher normale Wohnungen die man sich normalerweise für 500 Euro im Monat anmieten kann, zahlt man während Olympia oft das 10fache. Viele Ausländer (Englischlehrer, Freiberufler) ,die während Olympia wegen Visaproblemen China verlassen müssen profitieren ebenfalls: Sie vermieten ihre Wohnungen während Olympia und verdienen sich so im Prinzip den Aufenthalt in der Heimat.

Wegen der Unruhen in Tibet hat zwar das Interesse an Chinareisen etwas nachgelassen (Reisebüros berichten von einem Rückgang von ca. 5% und vielen freien Zimmern in Hotels) und die neuen Visabestimmungen verlangen eine Buchungsbestätigung eines Hotels, wahrscheinlich werden die meisten ihre Zimmer trotzdem vermieten können.

Der Trick um die Buchungsbestätigung zu erhalten ist recht einfach: Viele Agenturen, die Zimmer vermieten, erhalten die Buchungsbestätigung von kleineren Hotels gegen eine geringe Gebühr. Kleine Hotels verdienen sich so ein Extra-Zubrot.

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An dem Satz ist wohl was dran. Für meinen letzten Flug nach Korea habe ich über 800 Euro bezahlt. Seit neuestem hat auch FinAir eine Verbindung nach Seoul. Für diese Verbindung (über Helsinki) zahle ich nur 510 Euro.  Gut, ich bin anstatt 11 Stunden über 15 Stunden unterwegs. Aber man schaut sich auch mal gerne einen neuen Flughafen an.

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